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  Die Entenanalyse: Piraten im Netz
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Vor ziemlich genau einer Woche ist ein neues Lustiges Taschenbuch erschienen, nämlich die Nummer 519 mit dem Titel »Die Bestie von Duckenburgh«. Neben drei akzeptablen Geschichten sind wir darin bisher leider auch auf drei sehr schwache Comics gestoßen, und die zuletzt thematisierte Story »Voll versemmelt« war eine regelrechte Unverschämtheit ... und das auch noch auf sämtlichen Ebenen. Unsere Zusammenfassung könnt ihr an dieser Stelle nachlesen ... und anschließend einen großen Bogen um »Voll versemmelt« machen. Mit Onkel Dagobert und den Panzerknackern ging es weiter.

Piraten im Netz

Dies hier ist der älteste Beitrag dieses Lustigen Taschenbuchs, denn er hat schon fast dreizehn Jahre auf dem Buckel. In Italien wurde er erstmals am 21. November des Jahres 2006 veröffentlicht, seitdem gab es aber auch schon mehrere Nachdrucke. In andere Länder hatte es das 22 Seiten lange Werk seitdem jedoch noch nicht geschafft. Er stammt von Stefano Ambrosio und wurde von Roberto Vian gezeichnet, der Originaltitel lautete »Zio Paperone e il virus B.B.«, was man mit »Onkel Dagobert und der PK-Virus« übersetzen kann (»PK« im Sinne von »Panzerknacker«).

Worum geht es?

Mit Waffengewalt - dem Einsatz einer Salzkanone - vertreibt Dagobert (wieder einmal) die Panzerknacker aus seinem Geldspeicher. Was er dabei nicht merkt: Ein Hund, den die Panzerknacker mitgebracht hatten, hat sich in der Zwischenzeit in das Gebäude geschlichen. Er scheint jedoch nur eine Wurst herumgetragen zu haben. Wenig später werden vom Supercomputer des Geldspeichers aus Phishing-Mails verschickt. Unter anderem wird dadurch die Kreditkarte von Donald geplündert.

Spoiler

Gemeinsam mit Baptist, Donald und den Kindern studiert Dagobert ein Überwachungsvideo des letzten Überfalls der Panzerknacker. Darauf sieht man eine Einkaufstasche, die Baptist am Supercomputer abgestellt hatte. In ihr befindet sich eine Wurst, obwohl er keine gekauft hatte. Achtmalacht, der Hund der Panzerknacker, erschnüffelte die Wurst und ging zielgerichtet zum Supercomputer, an dem die Tasche lehnte. Ferngesteuert aktivierten die Panzerknacker daraufhin einen Mechanismus am Halsband des Hundes, mit dem es ihnen gelang, sich in den Computer einzuhacken. Gemeinsam mit Daniel Düsentrieb begeben sich die Ducks zum Versteck der Bande und versetzen dem Gebäude einen elektromagnetischen Impuls, um alle darin befindlichen Geräte lahmzulegen. Da die Panzerknacker jedoch ihre Verbündeten rund um den Globus aktiviert haben, geht der Betrug weiter. Kurzerhand entwickelt Düsentrieb VR-Brillen, mit denen er und Donald ins Internet übertreten können, wo sie auf die Panzerknacker treffen (was keinen Sinn ergibt, da die Panzerknacker selbst keine VR-Brillen nutzten und daher gar nicht dort sein hätten können). Zunächst sind es zu viele Panzerknacker, um etwas auszurichten, doch Tick, Trick und track erstellen digitale Klone von Donald und Düsentrieb. Diese werden von ihren Onlinefreunden gesteuert, und gemeinschaftlich schafft man es, die Panzerknacker zu stoppen.

Die Einschätzung

Warum laufen eigentlich so gut wie alle Disney-Comics, die sich mit dem Internet beschäftigen, darauf hinaus, dass die Protagonisten selbst (als Figuren) ins Internet gespeist werden und dort so agieren, als können sich darin Personen aus Fleisch und Blut bewegen? Besonders fragwürdig ist daran, dass gerade einmal acht Wochen vergangen sind, seitdem mit »Der digitale Dieb« ein Comic im 517. Lustigen Taschenbuch abgedruckt worden war, der inhaltlich verflixt ähnlich verlief. Ihr findet unseren damaligen Bericht an dieser Stelle. »Der digitale Dieb« war unserer Auffassung nach damals der schlechteste Comic des Bandes. Dieser hier war auf einem etwas besseren Niveau, aber soweit, dass wir ihn als gute Geschichte bezeichnen würden, können wir weißgott auch nicht gehen. Immerhin wurden hier ein paar Gefahren der Internetwelt gut benannt, ein paar Pointen saßen ganz ordentlich, und zeichnerisch gibt es auch nicht viel zu meckern. Am Ende bewerteten vier unserer Mitarbeiter die »Piraten im Netz« mit der Note Drei, nur ein Mitarbeiter lag mit einer Vier etwas darunter. So landeten wir hier summa summarum beim Durchschnittswert 3,2. Trotz alledem: Wenn Internetgeschichten noch häufiger so oder ähnllich verlaufen, dann sollte man sich die Übersetzung besser gleich sparen, man muss sich ja nicht wiederholen.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz