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  Die Entenanalyse: Phantomias - Der Film
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Seit dem 10. November gibt es ein neues Lustiges Taschenbuch, nämlich die Nummer 539 mit dem Titel »Zurück am Tatort Entenhausen«. Es beginnt mit zwei Krimi-Crossover-Geschichten, nämlich einer Vermischung mit dem »Tatort«, anschließend mit einer Vermischung mit den Montalbano-Krimis des italienischen Autors Andrea Camilleri. Leider erwiesen sich beide Storys als unterirdische Machwerke, unsere zuletzt veröffentlichte Analyse des Comics »Das Imperium des Konditors« findet ihr an dieser Stelle. Trotzdem war das Quintett unserer Mitarbeiter, das den Band liest, optimistisch, dass es schon noch aufwärts gehen würde, und so ließen wir unsere Leute direkt weiterlesen.

Phantomias: Der Film

Hierbei handelt es sich um einen Comic, dessen Original rund viereinhalb Jahre alt ist. Die Erstveröffentlichung des 28 Seiten langen Dreireihers erfolgte in der 3165. Ausgabe des italienischen Magazins »Topolino«, die am 26. Juli des Jahres 2016 in den Handel gebracht wurde. Während man hierzulande noch auf eine Übersetzung wartete, erfolgte eine Zweitverwertung in Italien schon im November 2018 in der 23. Ausgabe eines speziellen Phantomias-Magazins. Der Originaltitel der von Gabriele Mazzoleni ersonnenen und von Ottavio Panaro zeichnerisch umgesetzten Geschichte lautete »Paperinik e il mistero sotto i riflettori«, was zu Deutsch - ein wenig paraphrasiert - »Phantomias und der Kriminalfall im Rampenlicht« bedeutet.

Worum geht es?

Donald erfährt, dass ein Film gedreht werden soll, in dem Phantomias die Hauptfigur sein wird. Da der Phantomias-Darsteller erst noch gecastet werden muss, beschließt er, sich selbst für die Rolle ins Spiel zu bringen. Tatsächlich bekommt jedoch nicht er, sondern Dussel Duck die Rolle. Da er der Neffe des Chefs des Filmstudios (Dagobert Duck) ist, wird Donald zumindest als Handlanger engagiert. Auf diese Weise bekommt er mit, dass sich während des Drehs seltsame Dinge zutragen.

Spoiler

Eine geheimnisvolle verhüllte Person schleicht durch die Kulissen, in einem Antiquitätengeschäft, in dem eine Szene gedreht werden soll, werden die Filmleute vom Besitzer verjagt, und als ein Scheinwerfer herabstürzt, kann Donald den Hauptdarsteller auf den letzten Drücker retten. Schließlich spielt auch noch ein Roboter verrückt, und ein »Mister Evil« schmiert eine Drohbotschaft an die Studiowand. Da der Regisseur weiß, dass Donald Phantomias kennt, bittet er ihn daraufhin, den Helden zu holen, um den Übeltäter zu ermitteln, der hinter allen Zwischenfällen steckt. Phantomias ertappt mehrere potenzielle Täter in verwerflichen Situationen, für die sich jedoch jeweils ganz andere Erklärungen finden lassen. Der Präsident des Phantomias-Fanklubs schleicht sich nachts durch das Studio, um Fanfotos zu machen. Klaas Klever stromert verkleidet durchs Filmstudio, weil er den Regisseur abwerben und mit ihm einen eigenen Film drehen möchte. Ein Schauspielstar, der auf die Phantomias-Rolle gehofft hatte, aber durch Dussels Engagement in die zweite Reihe gerückt wurde, probiert nachts das Phantomias-Kostüm aus, um sich wenigstens einmal im Leben als Held fühlen zu können. Nach Durchsicht der bisherigen Aufnahmen erkennt Phantomias dann den wahren Täter: Als im Antiquitätengeschäft gefilmt worden war, konnte man sehen, dass eine kleine Statue zwischen den Auslagen stand, die zuvor bei einem Museumsraub gestohlen worden war. Der Besitzer des Antiquitätenladens wollte den Film sabotieren, damit die Szene, die seine Verstrickung in den Raub offenbart, nie ausgestrahlt werden würde. Der Mann wird verhaftet. Der Phantomias-Film wird anschließend zu einem großen Erfolg, so dass Dagobert eine Fortsetzung ankündigt. Da Dussel als Hauptdarsteller aussteigt, hofft Donald in seine Fußstapfen treten zu können, er darf den Film-Phantomias jedoch nur als Stuntman anstelle des eigentlichen Hauptdarstellers darstellen.

Die Einschätzung

Das Positive vorweg: Gegenüber den beiden Auftaktgeschichten war dies hier definitiv ein Schritt in die richtige Richtung. Das Absurde daran: Die beiden ersten Comics waren ja Anleihen an erfolgreiche und erprobte Krimireihen, und der Phantomias-Comic macht genau das richtig, was den beiden anderen fehlte ... er schilderte einen schlüssigen und ordentlich gestrickten Kriminalfall. Und zwar so, wie man sich das eben von einem Krimi vorstellt: Mit Ermittlungsarbeit, Befragungen, und mit falschen Fährten, die den Leser aufs Glatteis führen sollen. In dieser Hinsicht können sich die Macher des Tatort-Entenhausen-Comics und der Commissario-Mausalbano-Geschichte ein paar Scheiben abschneiden. Wirklich überragend war jedoch auch »Phantomias: Der Film« nicht, dafür kam zu wenig Spannung auf, das Wirken von »Mister Evil« kam nicht allzu bedrohlich rüber, und auch die eingebauten Gags zündeten meist nicht. Die beiden schlechten Auftaktgeschichten hatten uns aber bereits so weichgeklopft, dass wir mit dem, was wir hier bekommen haben, weitgehend zufrieden waren. Schlussendlich entschied sich eine unserer Mitarbeiterinnen für die Schulnote Zwei, und jeweils zweimal wurden die Noten Drei und Vier vergeben. Somit landeten wir am Ende beim Durchschnittswert 3,2.
Autorentags: Andrea Camilleri
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz