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  Die Entenanalyse: Ohne Fleiß kein Schweiß
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Momentan lassen wir bekanntlich fünf Mitarbeiter und Helfer unserer Seite die aktuelle Ausgabe des Lustigen Taschenbuchs - die Nummer 507 mit dem Namen »Auf zum Titel!«, die seit dem 22. Mai zu bekommen ist - lesen. Nach zwei schwachen Storys hatten wir eigentlich schon geglaubt, aus dem Gröbsten raus zu sein, doch leider erwies sich der Dussel-Duck-Comic »Lange Rede, wenig Sinn« zuletzt wieder als ziemlich mies, wie wir euch an dieser Stelle schilderten. Nun ging es mit den Panzerknackern weiter.

Ohne Fleiß kein Schweiß

Der Comic hatte schon sage und schreibe achtzehn Jahre auf dem Buckel, ehe er den Weg in die deutsche Sprache fand. Das war an sich kein gutes Omen, denn der letzte Comic, den wir gelesen hatten und bei dem die Übersetzung ähnlich lange gedauert hatte, war der unfassbar schlechte Phantomias-Comic »Das Erwachen der Vergangenheit« aus dem 506. Lustigen Taschenbuch. »Ohne Fleiß kein Schweiß« wurde am 8. August des Jahres 2000 erstmals im italienischen Magazin »Topolino« abgedruckt. Seitdem hatte er es nur nach Portugal geschafft (nämlich im Jahre 2013), alle anderen Ländermärkte mussten auf ihn bis dato verzichten. Der Originaltitel lautete »I Bassotti e il recupero atletico«, zu Deutsch »Die Panzerknacker und sportliche Erholung«. Geschrieben wurde das Ganze von
Giorgio Martignoni, für die Zeichnungen war Fabiana Iacolucci zuständig. In der Disney-Comicplattform I.N.D.U.C.K.S. zählt »Ohne Fleiß kein Schweiß« (Stand heute) zu den am schlechtesten bewerteten Disney-Geschichten überhaupt.

Worum geht es?

Ein Gangsterkumpel der Panzerknacker hat seine Zeit im Gefängnis abgesessen und kommt frei. Er berichtet, dass seine Beute von einst niemals gefunden wurde, da er sie gut versteckt hat. Nun will er sie sich holen, und dafür benötigt er die Hilfe der Panzerknacker, denn die Wildnis, in der er seinen Schatz einst verbuddelt hat, ist inzwischen einer Sportanlage gewichen. In diese sollen die Panzerknacker einbrechen.

Spoiler

Die Ganoven schaffen es auf das Trainingsgelände. Dort sind sie jedoch nicht allein, vielmehr befindet sich dort auch noch einige Trainer. Einer von ihnen nimmt die Panzerknacker unter seine Fittiche und lässt sie höchst anstrengende Übungen durchführen. Bei allen Sportarten entpuppen sich die Ganoven dabei als Nieten. Während jeweils einer von ihnen antritt, verwenden die anderen beiden die Zeit, um den Boden des Geländes aufzuhacken und nach der vergrabenen Beute zu suchen. Als sie tatsächlich auf etwas stoßen, wird bemerkt, dass sie die Sprintbahn kaputtgemacht haben. Wütend gehen die Trainer daraufhin auf sie los. Die Panzerknacker flüchten und erweisen sich auf ihrer Flucht als hervorragende Läufer, Weitspringer und Stabhochspringer. Der Trainer lädt sie daraufhin zu einer Meisterschaft ein, doch die Panzerknacker entscheiden sich dafür, lieber die Beine in die Hand zu nehmen und weiter zu flüchten. Wieder im eigenen Unterschlupf angekommen, wird das Schatzkästchen geöffnet. Darin befindet sich ein Lageplan, auf dem man den Schlüssel zum Sicherheitssystem der Entenhausener Bank sehen kann. Dummerweise ist die einstige Bank von Entenhausen inzwischen einem Hallenbad gewichen, so dass die Karte vollkommen nutzlos geworden ist. Der Comic endet damit, dass die erbosten Panzerknacker ihren Ganovenkollegen verjagen.

Die Einschätzung

Wir hatten eine Weile damit gehadert, ob wir diese Story überhaupt ausführlich besprechen sollten, da sie mit ihren vierzehn Seiten schon außergewöhnlich kurz ausgefallen ist und angesichts der Tatsache, dass das Lustige Taschenbuch nur drei Reihen pro Seite verwendet, von der Anzahl der Panels vermutlich auch problemlos als Story aus einem Micky Maus Magazin durchgegangen wäre. Dass sie nicht länger ausgefallen ist, ist auch ganz gut so, denn im Grunde genommen waren die vierzehn Seiten nicht viel mehr als eine ausführliche Vorbereitung auf den eigentlichen Schlussgag. Der wiederum war angesichts des bis dahin erfolgten Verlaufs der Geschichte fast schon vorhersehbar. Bis dahin konnte man die Story der Kategorie »okay« zuordnen, denn die Panzerknacker beim sportlichen Betätigen zu beobachten, hatte hie und da seine recht amüsanten Momente. Und man muss sagen, dass die Kürze der Geschichte ganz gut getan hat, denn viel mehr als das Abgelieferte hätte die Story auch nicht hergegeben. Summa summarum empfanden unsere Testleser den Comic als höchst durchschnittlich: Zwei von ihnen bewerteten ihnen mit der Schulnote Drei, die drei anderen mit einer Vier, so dass es letztlich auf die Note 3,6 hinauslief. Womöglich waren wir nach dem vorausgegangenen katastrophalen Dussel-Duck-Comic aber auch ganz froh, dass wir den Begriff »Bla« nicht mehr lesen mussten, so dass wir ein klein wenig friedlicher gestimmt waren, als es die paar Seiten verdient gehabt hätten.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz