Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
44.841 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »wilhelm26«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
  Die Entenanalyse: O.M.A. - Die Rückkehr des Gestaltwandlers
Werbung:
Bis auf zwei Comics hatten wir nun schon alles gelesen, was das Lustige Taschenbuch mit der Nummer 539 zu bieten hatte. »Zurück am Tatort Entenhausen«, wieß es heißt und seit dem 10. November zu bekommen ist, erwies sich dabei bis hierhin leider als alles andere als gut. Das zuletzt von uns analysierte Machwerk »Die Sprache der Musik« hatte den ohnehin schon miesen Eindruck noch verstärkt, wie ihr an dieser Stelle nachlesen könnt. Nun trat die Organisation zum Kampf gegen Monster aller Art (O.M.A.) den Versuch an, den Gesamteindruck etwas aufzubessern.

O.M.A.: Die Rückkehr des Gestaltwandlers

Hierbei handelte es sich ausnahmsweise nicht um einen Comic, der dem italienischen Magazin »Topolino« entnommen wurde, sondern um eine von zwei Storys aus »Zurück am Tatort Entenhausen«, die speziell für diesen Band und für seine anderen europäischen Ableger geschrieben wurde. Der 26 Seiten lange Dreier wurde von Maya Astrup ersonnen und von Flemming Andersen gezeichnet. Der Originaltitel der dänischen Geschichte lautete »Gilor Borax vender tilbage«, zu Deutsch »Gilor Borax kehrt zurück«.

Worum geht es?

Den Gestaltwandler Gilor Borax konnte man erstmals vor beinahe zwei Jahrzehnten in dem Comic »Die O.M.A. schlägt zurück« im Lustigen Taschenbuch mit der Nummer 296 erleben, anschließend trat er 2003 nochmal in dem Comic »Die Geisterratten von Ratzhausen« (LTB 309) und 2008 in »Gestrandet im All« (LTB 372) auf. Vermutlich werden ihn die jüngeren Leser des Buchs also gar nicht kennen. Er saß in der Zwischenzeit im Gefängnis, ist nun aber entkommen, indem er die Erscheinung eines der Wärter angenommen hat. Er hat einen sicheren Ort für Weltraumbanditen bauen lassen und werkelt dort an einer Superwaffe. Dussel und Donald sollen ihn stoppen. Während Dussel Feuer und Flamme ist, die Mission für die O.M.A. zu erfüllen, reagiert Donald panisch, macht nicht mit und rauscht ab.

Spoiler

Als Donald einen schönen Abend mit Daisy genießen will, taucht Katrina Kolik auf und berichtet ihm, dass Dussel und seine Begleiterin Mecha Nikerin von Gilor Borax gefangen genommen wurden. Deswegen muss Donald nun doch aufbrechen und das Versteck des Gestaltwandlers infiltrieren. In der Verkleidung dreier Verbrecher reisen er, Katrina und Hanna Hübsch auf dessen Raumstration und orten Dussel mit Hilfe eines Signals, das dieser abstrahlt. Statt Dussel und Mecha finden die beiden die kristallene Superwaffe des Gestaltwandlers. Als sie diese zerstören wollen, taucht Dussel auf und will sie stoppen, da es sich angeblich nur um eine Attrappe handelt. Donald erkennt aufgrund dessen Verhaltens, dass es sich nicht um den wirklichen Dussel, sondern um Gilor Borax handelt, der das Aussehen seines Vetters angenommen hat. Es kommt zu einer Verfolgungsjagd quer durch die Raumstation, bei der Borax unzählige verschiedene Gestalten annimmt. Zwischendrin schaffen es die Agenten, den Kristall mit ihrem Strahler zu zerstören, was Borax noch wütender macht. Im Gefängnistrakt finden Donald & Co. schließlich Dussel und Mecha Nikerin. Letztere empfiehlt, den Bösewicht mittels Elektrizität zu stoppen, denn diese sei das Einzige, das ihn zurückhält. Es gelingt ihnen, eine elektrische Barriere an ihrer Zellentür zu errichten, und als Borax hindurchstürmt, geht er ihnen in die Falle. Er wird in eine Plasmakapsel verfrachtet. Auf ihrer Flucht von der Raumstation tauchen endlich auch mal ein paar Unterstützer des Gestaltwandlers auf. Sie heften sich in Raumschiffen an ihre Fersen, doch ein großer Kreuzer von »Astropol« rettet sie. Gilor Borax landet am Ende in einem elektrisch gesicherten Gefängnis, und Donald entschuldigt sich bei Daisy für sein abruptes Verschwinden, indem er ihr ein Bruchstück des Kristalls schenkt.

Die Einschätzung

So viel vorab: Am durchwachsenen Gesamteindruck des Lustigen Taschenbuchs mit der Nummer 539 konnte auch dieser Comic nichts Wesentliches ändern, er zählte dennoch zu den besseren Geschichten in dieser Ausgabe. Natürlich hat man bei einer Weltraumgeschichte der O.M.A. ohnehin eine andere Erwartungshaltung, denn hier gehören Überdrehtheit & Co. einfach dazu. Positiv festzuhalten ist insbesondere der Moment, in dem Donald den als Dussel getarnten Gestaltwandler sofort anhand dessen Auftretens erkennt, denn in dem Moment wird die Vertrautheit der beiden Vettern und ihre enge Verbindung schön herausgearbeitet. Davon abgesehen versucht dieser Comic seine Spannung in erster Linie durch Actioneinlagen zu generieren, und das gelingt ihm durchaus ganz gut. Natürlich muss man ein Fan der Duck'schen Science-Fiction-Schiene sein, um sich dafür zu begeistern. Gewisse logische Defizite bleiben ansonsten nicht aus, was ein generelles Problem von Gestaltwandler-Storys wie diesen ist, denn normalerweise müsste es für Gilor Borax aufgrund seiner Verwandlungskünste ein Leichtes sein, die Agenten zur Strecke zu bringen. Dass es eine gigantische Raumstation gibt, Borax abgesehen von zwei tatenlosen Türwärtern aber längere Zeit keine erkennbaren Unterstützer hat, ist ebenso seltsam. Umgekehrt ergibt es überhaupt keinen Sinn, einen Gestaltwandler, der bewiesen hat, dass er sich in eine Fliege verwandeln kann, in ein Gefängnis mit breiten Gitterfenstern zu stecken ... zumindest dürfte die zusätzliche Strombarriere in der Form, in der sie in das entsprechende Panel gezeichnet wurde, nichts daran ändern. So haben wir hier eine actionreiche Story mit spannendem Verlauf und dem ein oder anderen Kopfschüttel-Moment. Am Ende entschieden sich drei unserer Mitarbeiter dafür, das Ganze mit der Note Drei zu bewerten, eine Mitarbeiterin entschied sich für die Note Vier. So landeten wir summa summarum beim Durchschnittswert 3,2.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz