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  Die Entenanalyse: Nur zur Erinnerung
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Zu Beginn des Monats ist mit »Das Geheimnis des Geldspeichers« das neueste Lustige Taschenbuch erschienen. Wir haben kürzlich damit begonnen, es von fünf Testlesern unserer Seite durchschmökern lassen. Die Titelgeschichte der Nummer 556 war als Erste dran, und sie hat sich als durchaus anständiger Einstieg in den Band erwiesen. Unsere Besprechung findet ihr an dieser Stelle. Ihr wart ein Stückchen kritischer als wir: Während wir am Ende bei der Schulnote 2,6 landeten, ergab sich aus eurer Abstimmung der Durchschnitt 3,07. Mit Phantomias geht es nun weiter.

Nur zur Erinnerung

Knapp acht Jahre hat dieser Comic bereits auf dem Buckel, denn die Erstveröffentlichung im italienischen Magazin »Topolino« erfolgte bereits im September 2014. Damals trug der 24 Seiten lange Dreireiher den Titel »Paperinik e il ritorno di Lèbriccons«, was man mit »Phantomias und die Rückkehr des Arsen Lelump« übersetzen kann (der Originalname der Figur »Arsen Lelump« ist »Arsenio Lèbriccons«). Der Comic wurde von Gabriele Mazzoleni erdacht und von Massimo Asaro in Bilder gegossen.

Worum geht es?

Donald Duck arbeitet als Hausmeister des Entenhausener Wachsfigurenkabinetts. Dieses wurde renoviert und wird nun neu eröffnet. Zur Feier des Tages wird eine Figur des ersten Phantomias enthüllt. Augenscheinlich wurde jedoch auch ein Diebstahl begangen: Die Figur des Ganoven Arsen Lelump wurde gestohlen. Wenig später kreuzt Arsen Lelump in Fleisch und Blut in der Stadt auf und begeht Verbrechen.

Spoiler

Phantomas stößt erstmals auf Lelump, als dieser einen riesigen Diamanten stiehlt. In den folgenden Tagen gelingt dem Ganoven eine Straftat nach der anderen. Davon profitieren vor allem zwei: Reporterin Cindy Canin von »Fuchs-News«, die immer die Erste ist, die über die Taten berichtet, und das Wachsfigurenmuseum, da hier das »Wachs zum Leben erwacht« ist und dies viele Besucher anlockt. Donald bringt in Erfahrung, dass sich Lelump und der erste Phantomias kannten, und dass Lelump in Detta von Duz verliebt war. Als er sie mit einem spektakulären Einbruch beeindrucken wollte, wurde er geschnappt und kam ins Gefängnis. Donald schnüffelt weiter, mal als er selbst, mal als Phantomias. Klaas Klevers Assistent Anwantzer erweist sich als genauso unschuldig wie Cindy Canin und der Museumsdirektor. Da Lelump einst geschworen hatte, Phantomias vom Sockel zu stoßen, antizpiert Donald, dass der letzte Streich des Gangsters darauf hinauslaufen wird, die Wachsfigur des ersten Phantomias zu zerstören oder zu stehlen. Tatsächlich kreuzt Lelump alsbald dort auf. Er entpuppt sich als Cindy Canins Kameramann Lukas, seines Zeichens ein Nachfahr von Arsen Lupin, der sich nur verkleidet hatte. Phantomias, Cindy und der Museumsdirektor zwingen ihn, alles Diebesgut zurückzugeben und sich der Polizei zu stellen. Donald muss abschließend in seiner Funktion als Hausmeister den ganzen Dreck wegmachen, der bei der Ergreifung des falschen Lelumps im Wachsfigurenkabinett entstanden ist.

Die Einschätzung

Bei dieser Geschichte knirscht es insbesondere auf den letzten Seiten im Gebälk. Vor allem wie hier der Täter mehr oder weniger davonkommt, ist schon ein wenig fragwürdig. Etwas irritierend ist übrigens, dass der Nachfahr von »Arsen Lelump« eine Ente ist, während der historische Lelump keine Ente war. Oder trug auch der erste Lelump etwa nur eine menschliche Maske?

Bis dahin ist der Comic allerdings in Ordnung. Das Grundsetting war mal ein wenig anders als sonst, es wurden ein paar falsche Fährten ausgelegt, und dass es am Ende nicht auf eine - wie auch immer - lebendig gewordene Wachsfigur hinausläuft, sondern der Versuch gestartet wird, alles schlüssig zu erklären, kann man dem Ganzen auch positiv anrechnen. Es hätte dem Comic nicht geschadet, wenn es zuvor eine Geschichte über den ersten Phantomias gegeben hätte, in welcher (der echte) Arsen Lelump aufgetaucht wäre. So blieben die Figuren hier ein wenig blass. Aber wie gesagt: Was den Unterhaltungsfaktor angeht, so ist der Comic schon okay. Schlussendlich entschieden sich zwei unserer Mitarbeiter für die Note Drei, der Rest vier eine Vier, und das ergab am Ende die Durchschnittsnote 3,6.


Wie fandet ihr "Nur zur Erinnerung"?
1
 
 154 (39,7%)
Schulnote 4
2
 
 83 (21,4%)
Schulnote 6
3
 
 76 (19,6%)
Schulnote 3
4
 
 38 (9,8%)
Schulnote 5
5
 
 24 (6,2%)
Schulnote 2
6
 
 13 (3,4%)
Schulnote 1
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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz