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  Die Entenanalyse: Nichts für schwache Nerven
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Seit mehreren Tagen liest ein Quintett an Mitarbeitern von Leserkanone.de das aktuelle Lustige Taschenbuch Comic für Comic. Das seit dem 13. Oktober erhältliche Buch ist die Nummer 538 und heißt »Der Fluch der Hexe«. Bis hierhin hat sich das Buch als ziemlich zufriedenstellend präsentiert, die zuletzt von uns thematisierte Geschichte über »Die Ringe des geheimnisvollen Grafen« aus der Reihe »Die Legende des ersten Phantomias« war sogar richtig gut, wie wir an dieser Stelle erläuterten. Dass es nicht ganz auf diesem Level weitergehen würde, war uns natürlich klar.

Nichts für schwache Nerven

Unter dem Titel »Nichts für schwache Nerven« wurde bereits ein dänischer Comic im Micky Maus Magazin 11/1994 herausgegeben, hierbei handelt es sich hingegen um eine Geschichte, die am 5. Februar 2020 im italienischen Magazin »Topolino« erstmals veröffentlicht wurde. Der Dreireiher ist nur zehn Seiten lang, womit er gerade so die Mindestlänge erreicht hat, die wir einst für unsere ausführlichen Analysen festgelegt hatten. Die Kürze der Geschichte dürfte auch der Grund sein, aus dem der Comic so schnell ins Deutsche übersetzt wurde: Eine solche Länge eignet sich eben prima, um noch schnell eine Lücke zu stopfen, um auf die gewünschte Gesamt-Seitenzahl zu kommen. Obendrein passt ein Gruselthema auch zum Halloween-Monat Oktober. Der Originaltitel der von Vito Stabile ersonnenen und von Giuseppe Facciotto gezeichneten Story lautete »Cuor di leone«, was zu Deutsch »Herz eines Löwen« bedeutet.

Worum geht es?

Daisy hat einen abendlichen Termin und gibt deshalb ihre Nichten Dicky, Dacky und Ducky in die Obhut von Donald. Sie hat nur eine Anweisung für ihn: Er soll mit ihnen keinen Gruselfilm ansehen. Natürlich wollen Daisys Nichten genau das Gegenteil, und nachdem sie Donald provozieren, gesteht er ihnen zu, einen Horrorstreifen nach dem anderen via EntFlix anzuschauen.

Spoiler

Während die Mädchen unbeeindruckt die Filme schauen, sitzt Donald schaudernd neben ihnen auf dem Sofa. Als eine von ihnen Donald anspricht, springt dieser vor Schreck kerzengerade in die Luft und landet auf dem Dachboden. Von dort aus nimmt er ein Geräusch von außerhalb des Hauses wahr, und tatsächlich zeichnet sich die Silhouette eines Monsters in seinem Vorgarten ab. Fortan sind auch Dicky, Dacky und Ducky ein wenig besorgt. Als eine von ihnen aufschreit, da ihr Popcorn aufgebraucht ist, fällt Donald vor Schreck die Treppe herunter. Unten angekommen, betritt das Monster das Haus. Es begrüßt Donald namentlich, woraufhin dieser erneut kerzengerade nach oben schießt und durch die Decke bricht. Die Mädchen stürzen sich indessen heldenhaft auf das Monster und überwältigen es. Sie reißen ihm die Maske herunter, woraufhin Daisy zum Vorschein kommt: Sie war mit ihren Freundinnen auf einem Maskenball. Donald entschuldigt sich dafür, dass er Daisys Anweisung missachtet hat, woraufhin diese ihm offenbart, dass sie das Verbot des Gruselfilmschauens nicht wegen ihren Nichten, sondern wegen ihm ausgesprochen hat.

Die Einschätzung

«Nichts für schwache Nerven« entpuppte sich schlussendlich als genau der »Auffüll-Comic«, für den man ihn schon im Vorhinein angesichts seiner Kürze halten musste. Das meiste daran ist vorhersehbar, die Slapstick-Momente à la »Donald schießt wie angestochen durch die Decke« sind ein wenig arg übertrieben und passen eher zu den Uralt-Donald-Duck-Filmchen aus der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts als zu einem modernen Comic aus dem Lustigen Taschenbuch. Und letztendlich sind die zehn Seiten eigentlich ausschließlich auf den Schlussgag ausgerichtet worden. Der ist okay - nicht überragend, aber auch nicht der totale Reinfall. Letztlich ist »Nichts für schwache Nerven« ein Comic, wie er weniger ins Lustige Taschenbuch passt, sondern eher ins Micky Maus Magazin, so wie sein Namensvetter aus dem Jahre 1994. Vier Mitarbeiterinnen unserer Seite entschieden sich am Ende für die Note Vier, einer für eine Fünf, so dass am Ende die Durchschnittsnote 4,2 zu Buche stand. Da man schon nach wenigen Minuten beim nächsten Comic angelangt ist, fällt das nicht weiter ins Gewicht. Also: Mund abputzen, einfach weitermachen. In ein paar Tagen dürfte man vergessen haben, worum es in dem Comic überhaupt ging.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz