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Wir grüßen unseren neuesten User »Rudolf Weiss«!
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  Die Entenanalyse: Neues aus der Geschäftswelt
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Gestern haben wir an hier damit begonnen, die Comics des 544. Lustigen Taschenbuchs von fünf Mitarbeitern und Helfern unserer Seite lesen zu lassen. Der Band, der die Nummer 544 trägt und »Fast schon zu furios!« heißt, ist am 30. März erschienen. Mit der Titelgeschichte, die - wie es der Name bereits andeutet - an einen erfolgreichen Film-Franchise angelehnt war, waren wir gar nicht mal so unzufrieden. Den zugehörigen Artikel findet ihr an dieser Stelle. Ihr seht den Comic bei eurer Abstimmung bis dato ein ganzes Stück kritischer als wir (unsere Note war eine 3,0, euer Schnitt liegt derzeit bei 3,63). Weiter ging es mit einer zweigeteilten Geschichte.

Neues aus der Geschäftswelt

Zweigeteilt ist der Comic, da er von einem Fünfseiter namens »Lachen auf Knopfdruck« unterbrochen wird, den wir hier nicht näher thematisieren werden, da er dafür schlicht und einfach zu kurz ist. Ohnehin ist er ... nun, um es vorsichtig auszudrücken: nicht sehr lesenswert. »Neues aus der Geschäftswelt« ist insgesamt vierzig Seiten lang und außergewöhnlich jung: Die Erstveröffentlichung im italienischen Magazin »Topolino« erfolgte am 2. September des letzten Jahres. Damals trug der von Marco Palazzi und Bruno Sarda ersonnene und von Giorgio Cavazzano gezeichnete Comic den Titel »Zio Paperone e il business intinerante«, was zu Deutsch »Onkel Dagobert und das Geschäft auf der Reise« bedeutet. Hierzulande erhielten die beiden Parts mit »Reichtümer des Nordens« und »Schätze des Südens« jeweils einen Untertitel, im italienischen Original waren die Parts nur nummeriert.

Worum geht es?

Dagobert Duck geiert darauf, als bester Geschäftsmann des Jahres auf dem Cover der »Talertrend« zu erscheinen, da er sich davon bessere Geschäfte erhofft (als ob der reichste Erpel der Welt dies nötig hätte). Es gibt mit Klaas Klever einen zweiten Anwärter, und so richten die Macher des Magazins einen Wettbewerb aus: Die beiden Fantastilliardäre sollen an zwei zufällig ausgewählte Orte der Welt fliegen und dort Geschäfte machen. Wer dabei erfolgreicher ist, der darf aufs Cover des Magazins.

Spoiler

Die erste Reise führt die Streithähne in das verschlafene Örtchen Nyislgrau im hohen Norden. Während Donald mit seinem Smartphone die Idylle abfotografiert und dafür kräftig Likes im Internet sammelt, begegnen die Ducks einem kauzigen alten Mann, der in einem durchsichtigen und scheinbar unzerstörbaren Ballon durch die Gegend hüpft und mit einer alten Kamera Fotos macht. Er reitet auf Geysiren und schwimmt zwischen spielenden Walen herum. Unter dem Licht des Nordlichts beschließt Dagobert, das Material seines Ballons zu verwenden, um damit Zelte für eine außergewöhnliche Ferienanlage zu bauen. Klaas Klever plant indessen ein Wellness-Ressort für Reiche, das von den Geysiren kostenlos mit Energie versorgt wird. Die zweite Reise geht in den Süden in den Dschungel von »Banglacash«. Dort lernen die Ducks durch ein indigenes Volk eine Melodie kennen, mit der sich Lebewesen beruhigen lassen, und Dagobert will die Musik in seinen Studios auf CD pressen. Klaas Klever kauft indessen einen Berg voller Kautschukbäume, der von den Einheimischen aufgrund seiner Unzugänglichkeit nicht genutzt werden kann, mit Klaas Klevers Minirobotern jedoch abgeerntet werden kann. Am Ende wird ermittelt, dass Dagobert und Klaas Klever auf den Taler genau das gleiche verdient haben. Donald erhält indessen von einem Reiseprospekthersteller ein Angebot für die von ihm geschossenen viral gegangenen Fotos, und dank der dabei herausspringenden Taler gewinnt Dagobert die Wette.

Die Einschätzung

Man mag es kaum glauben: Nachdem die beiden letzten Lustigen Taschenbücher nicht gerade gut gewesen sind, fanden wir auch die zweite Geschichte in diesem Band ziemlich schön. Natürlich ist es komplett vorhersehbar, dass Klaas Klever am Ende seine Melone verzehren wird, und dass Donalds Fotos das Zünglein an der Waage sein werden, das ahnt man auch recht schnell, aber hier stört die Vorhersehbarkeit überhaupt nicht. Vielmehr handelt es sich um eine Art Heile-Welt-Geschichte, die auf nahezu jeder Seite ein freundliches und unterhaltsames Gefühl vermittelt. Kurzum: Sie beweist, dass ein Disney-Comic weder spannend sein muss noch auf ein Feuerwerk an Gags abzielen muss, um einen trotzdem zu fesseln zu können. Hier gibt es nicht mal Streitigkeiten oder ein erkennbares Gefälle zwischen Dagobert und Donald, vielmehr ist alles darauf getrimmt, angenehm zu wirken, und dies reicht in dem Fall vollkommen aus. Hinzu kommt noch, dass das alles zeichnerisch wirklich überzeugt. So kam es, dass am Ende eine unserer Mitarbeiterinnen dem Comic die Note Eins gab, und jeweils zweimal wurden die Noten Zwei und Drei verliehen. Damit landeten wir hier bei der Durchschnittsnote 2,2. Wer hätte das gedacht? Schon nach zwei Comics hat man den Eindruck, mehr unterhaltsame Seiten gelesen zu haben als im kompletten Vorgängerband.


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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz