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  Die Entenanalyse: Mission Galaxis
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Wir haben uns im Februar ziemlich durch das 542. Lustige Taschenbuch hindurchkämpfen müssen, denn es war wirklich alles andere als gut. Einen einzigen Comic konnte man weiterempfehlen, der Rest war mäßig bis katastrophal. Eine Übersicht unserer damaligen Besprechungen findet ihr an dieser Stelle. Seit dem 2. März gibt es nun einen neuen Band, also die Nummer 543, und eigentlich konnte es nach dem Debakel nur noch aufwärts gehen ... wenngleich die Tatsache, dass der Band und die zugehörige Titelgeschichte »Mission Galaxis« heißen, wenig vielversprechend anmutete, denn das Duck-Universum in Kombination mit Science Fiction funktioniert selten gut. Trotz alledem haben wir uns nun daran gemacht, auch diesen Band Comic für Comic durchzulesen, und nun wollen wir mit unserer Analyse des ersten beginnen.

Mission Galaxis

Hierbei handelt es sich um einen von zwei Comics dieser Ausgabe, die nicht dem italienischen Magazin »Topolino« entnommen wurden, sondern speziell für dieses Buch und seine anderen europäischen Ableger geschrieben wurden. Es handelt sich somit um eine internationale Erstveröffentlichung. Der Comic wurde von Sune Truelstrup ersonnen und von Massimo Fecchi gezeichnet. Der Originaltitel des 36 Seiten langen Dreireihers lautete »Technodon«.

Worum geht es?

«Technodon« ist der Name einer Figur, die Donald in einem Videospiel verkörpert. Etwas, das er enorm gut kann und ihm Ruhm unter Zockern einbringt, allerdings auch eine Herabstufung in der Magarinefabrik, nachdem er Chaos auslöst, als er während der Arbeit daddelt. In die Magarinefabrik soll ausgerechnet auch der nächste Schulausflug von Tick, Trick und Track gehen. Da der Sohn von Donalds Chef mit ihnen in eine Klasse geht und sie hänselt, empfinden sie wenig Vorfreude. Bevor es soweit kommt, unternehmen sie mit Donald aber erstmal einen ganz anderen Ausflug, der ihnen ein gehöriges Abenteuer einbringt.

Spoiler

Der Ausflug führt sie zu einer Gaming-Messe in der Emil-Erpel-Arena der Stadt. Dort wird Donald von zwei Fans aufgegabelt, die von seinen Leistungen als »Technodon« schwärmen. Er hält sie für Mäuse-Cosplayer und begleitet sie. Tick, Trick und Track erkennen rasch, dass es keine Cosplayer sind, sondern Außerirdische, die mit ihnen durch ein Wurmloch ins tiefe Weltall gereist sind. Die Aliens hatten zuvor eine Übertragung von Donalds Spiel gesehen und nicht gemerkt, dass es sich nur um ein Spiel handelt, und halten ihn deshalb für den größten Krieger der Erde. Donald glaubt den Kindern nicht, als sie ihm von ihrer Entdeckung berichten. Als das Raumschiff angegriffen wird, schlüpft Donald vermeintlich in seine Technodon-Rolle und zerstört die Gegner, da er alles für ein Spiel hält. Den Hinweis der Kinder, dass alles echt ist, hält er für Schabernack. Bei einem zweiten Einsatz merkt er dann aber doch, dass er sich wirklich im Weltall befindet, und all sein Selbstvertrauen ist dahin. So gelingt es »Echson«, dem Ober-Bösewicht, seinen Raumgleiter abstürzen zu lassen. Echson ist auf der Jagd nach Pflanzenfett, und er erkennt, dass die Magarinefabrik genau der richtige Platz ist, um es zu bekommen. Er reist zur Erde, Donald und die anderen auch. Ehe Echson das ganze Pflanzenfett rauben kann, löst Donald das Ventil, mit dem er schon zu Beginn der Geschichte für Chaos gesorgt hatte. Der austretende Magarine-Strahl bringt Echson zu Fall. Anschließend erhält Donald einen neuen Job in der Magarinefabrik: Er darf fortan die ganze Zeit spielen, damit potenzielle Angreifer in den Glauben versetzt werden, die Fabrik würde von einem unbezwingbaren Helden verteidigt werden. Am Ende ärgert sich der Mitschüler von Tick, Trick und Track darüber, dass ihr Onkel einen solch coolen Job hat und er sie deshalb nicht mehr hänseln kann.

Die Einschätzung

Nun ... gut war dieser Auftaktcomic nicht, aber er war auch nicht die Katastrophe, die man angesichts des Science-Fiction-Ambientes hätte vermuten können. Am störendsten ist vor allen Dingen eines gewesen: Dass Außerirdische in Entenhausen eintrudeln, um Donald oder einen anderen der Ducks mitnehmen, um ihn irgendetwas erledigen zu lassen, dieser erstmal gar nicht checkt, dass er sich unter Aliens befindet und das ganze Problem dann am Ende irgendwie gebacken bekommt, ist eine Storyline, deren Muster schon enorm häufig benutzt wurde und dabei so repetetiv wie ein Modern-Talking-Song anmutet. Die individualistischen Aspekte, die die Geschichte davon abgesehen noch hat, etwa die Tatsache, dass die Aliens ausgerechnet auf der Jagd nach Pflanzenfett sind (wie wirr ist bitte diese Idee?) oder die Lösung, dass der Hauptgegner, der in der Lage ist, quer durchs Weltall zu fliegen, mit nicht mehr als einem Schwall Magarine bezwungen wird, sind eher bizarr und versetzen den Leser weder in einen Zustand der Begeisterung noch der Verärgerung, sondern eher in einen der akuten Ratlosigkeit. Am Ende gab einer unserer Mitarbeiter dem Comic die Note Drei, jeweils zweimal wurden die Noten Vier und Fünf vergeben, so dass wir hier bei einer 4,2 gelndet sind. Hoffen wir, dass dies kein Omen für den Rest des Bandes ist!


Wie fandet ihr "Mission Galaxis"?
1
 
 220 (49,2%)
Schulnote 6
2
 
 69 (15,4%)
Schulnote 5
3
 
 61 (13,6%)
Schulnote 4
4
 
 45 (10,1%)
Schulnote 2
5
 
 38 (8,5%)
Schulnote 3
6
 
 14 (3,1%)
Schulnote 1
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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz