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  Die Entenanalyse: Mathematik macht müde
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Das Lustige Taschenbuch mit der Nummer 506, das man seit dem 24. April bekommen kann und den Titel »Tatort Entenhausen« trägt, hatte mit einem erschreckend schlechten Phantomias-Comic aufgewartet, konnte im Anschluss mit der Story »Die Eine-Million-Taler-Münze« jedoch wieder ein wenig die Kurve kriegen, wie wir euch vorhin an dieser Stelle berichtet hatten. Nun ging es mit einem Dagobert- und Dussel-Duck-Comic weiter. Da Dussel-Comics - um es vorsichtig auszudrücken - nicht immer die besten sind, machte das ein wenig skeptisch.

Mathematik macht müde

Entnommen wurde die Geschichte der Ausgabe des italienischen Magazins »Topolino«, die am 12. Januar des Jahres 2016 erschienen ist. Sie wurde von Giorgio Fontana erdacht und anschließend von Maurizio Amendola zeichnerisch umgesetzt. Der zwanzig Seiten lange Dreireiher trug damals den Titel »Paperoga e il grande colpo ... di sonno«, was zu Deutsch in etwa »Dussel Duck und der große Tritt ... des Schlafes« bedeutet. Womöglich spielt dies auf etwas an, was wir nicht verstehen, aber der im Lustigen Taschenbuch gewählte deutsche Titel klingt schon ein Stück passender.

Worum geht es?

Dagobert Duck kann partout nicht einschlafen, weswegen er Daniel Düsentrieb mitten in der Nacht anruft und ihn beauftragt, etwas zu erfinden, das sein Problem löst. Düsentrieb baut daraufhin ein Gerät, das monotone und müde machende Töne aussendet und in der Anwendung so simpel ist, dass selbst »der größte Kindskopf« damit keinen Schaden anrichten könnte. Letzteres bringt Dagobert dazu, das Gerät an Dussel Duck zu übergeben, damit dieser die Probe aufs Exempel und einen Praxistest machen kann.

Spoiler

Dussel Duck ist eigentlich gerade damit beschäftigt, für eine Mathematik-Blitz-Olympiade zu trainieren, bei der es nicht auf richtige Lösungen, sondern nur auf Schnelligkeit ankommt. Die Übergabe des Einschlafgeräts wird von einem Panzerknacker beobachtet, und kaum hat sich Dussel in den Schlaf summen lassen, bricht der Ganove bei ihm ein und stiehlt das Gerät. Anschließend verkleidet sich der Panzerknacker als Geschäftsmann, der Dagobert einen großen Edelstein abkaufen möchte. Anstatt ihm ein finanzielles Angebot zu unterbreiten, legt er Dagobert mit dem Gerät schachmatt und stiehlt den Riesenrubin. Der inzwischen wieder erwachte Dussel wiederum beobachtet die Panzerknacker auf dem Rückweg zu ihrem Versteck, und er bekommt mit, dass sie Dagobert beraubt haben. Er fährt kurzerhand auf der Stoßstange des Transporters der Gangster mit. Nachdem diese in ihrer Hütte gegangen sind, nimmt er das Einschlafgerät an sich, das die Panzerknacker auf dem Fahrersitz vergessen haben. Anschließend lockt er die drei Männer einzeln aus dem Haus und schickt sie mit dem Gerät - sowie jeweils einem albernen mathematischen Spruch - schlafen. Danach wird die Polizei gerufen, und Dagobert bekommt seinen Edelstein zurück.

Die Einschätzung

Bei der Geschichte stößt vor allen Dingen eines auf: Dussel Ducks Rolle ist an der Stelle, an der er die Panzerknacker dingfest macht, schon ziemlich »out of character«. Vergleicht man das überlegene Wirken, das er hier an den Tag legt, mit seinen sonstigen Chaosauftritten, dann passt dies überhaupt nicht zusammen. An der Stelle hätte man sicher eine passendere Figur aus dem großen Fundus an Entenhausener Bewohnern finden können, und sei es nur Donald Duck gewesen.

Sieht man mal davon ab, sind es vor allem die kleinen Dinge, die man im Vorbeigehen sieht oder liest, die dafür sorgen, dass die Geschichte am Leben gehalten wird, etwa die Anspielung, dass Dagobert die Schlaflosigkeit »auf den Wecker« geht oder Düsentriebs Abfalleimer für missratene (dreieckige und runde) Würfel sowie für »was auch immer das sein soll«. An manchen Stellen wurde es überzogen, etwa bei der absurden Mathe-Blitzolympiade, aber nicht jeder Gag kann halt ein Treffer sein.

Was schlussendlich dabei herausgekommen ist, ist eine recht belanglose Story, die durch die kleinen Gags vor dem Absturz in die Bedeutungslosigkeit bewahrt wurde und somit immerhin ihre Daseinsberechtigung hat. Große Begeisterungsstürme dürfte sie allerdings bei niemandem auslösen. So kam es, dass sich schlussendlich drei unserer Mitarbeiter für die Schulnote Drei entschieden, während zwei die Note Vier vergaben. Damit erhielt »Mathematik macht müde« am Ende den Durchschnittswert 3,4.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz