Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
45.257 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »Rudolf Weiss«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
  Die Entenanalyse: Mächtig viel Magie
Werbung:
Am 2. März ist ein neues Lustiges Taschenbuch erschienen, nämlich die Nummer 543 mit dem Titel »Mission Galaxis«. Bisher ist es nicht so schlimm wie die Nummer 542, so richtig in Schwung gekommen ist der Band aber auch noch nicht. Auch die zuletzt von uns thematisierte Geschichte »Der verschollene Bruder« aus der Reihe über den ersten Phantomias blieb hinter den Erwartungen zurück, die wir hatten, wie ihr an dieser Stelle nachlesen könnt. Ihr seid bis dato etwas weniger kritisch als wir (unsere Schulnote war eine 3,2, bei eurer Abstimmung ist bis dato der Schnitt 2,96 herausgekommen). Nun ging es mit der unvermeidlichen Portion Dussel Duck weiter.

Mächtig viel Magie

Von den Comics, die dem italienischen Magazin »Topolino« entnommen wurden und in diesem Band abgedruckt wurden, ist »Mächtig viel Magie« der neueste: Er wurde am 29. Juli des vergangenen Jahres unter dem Titel »Amelia, Paperoga e la consegna prestigiosa« erstmals veröffentlicht. Dieser bedeutet wortwörtlich übersetzt »Gundel, Dussel und die bedeutsame Lieferung«. Der dreißig Seiten lange Dreireiher wurde von Giorgio Fontana und Giulio D'Antona ersonnen und von Daniela Vetro gezeichnet.

Worum geht es?

Gundel Gaukeley erzeugt ein magisches Briefpapier, das die Eigenschaft hat, dass der Leser alle darauf geschriebenen Anweisungen zwanghaft erfüllt. Da Dagobert Duck viel zu skeptisch wäre, einen solchen Brief zu lesen, adressiert Gundel ihn an dessen Butler Baptist und schreibt den Befehl darauf, ihr den Glückszehner zu liefern. Kleiner Nachteil des Zauberspruchs (aus Hexensicht): Er wirkt nur sehr kurz.

Spoiler

Baptist erhält den Brief, wird durch Dagoberts Anweisungen jedoch zu sehr auf Trab gehalten, um ihn schon zu lesen. Während der Butler schuftet, wird Dagobert von Dussel Duck aufgesucht, der eine Ausbildung zum Zauberkünstler absolviert hat und ihm seine ersten Tricks vorführen möchte. Dagobert verjagt ihn, woraufhin Dussel entscheidet, seine Tricks stattdessen Baptist zu zeigen. Er nutzt den Brief als Requisite und liest ihn in diesem Atemzug. Dadurch wird er Gundels Zauber ausgesetzt. Er geht in den Geldspeicher, und nach einigem Hin und Her schnappt er sich tatsächlich den Glückszehner. Es beginnt eine Verfolgungsjagd quer durch Entenhausen, bei der Dagobert und Baptist dem Dieb stets eng an den Fersen kleben, ihn aber nicht einholen. Auf dem Weg probiert sich Dussel wiederholt (erfolglos) an seinen Tricks. Schlussendlich treffen Gundel, Dussel, Dagobert und Baptist allesamt am gleichen Ort zusammen. Als Gundel den mäßig begabten Trickkünstler auffordert, ihm das Geldstück zu geben, übergibt er ihr den Zehner ohne Widerworte. Gundel freut sich und rauscht ab. Dussel vollführt einen letzten Zaubertrick und fördert Dagoberts wahren Glückszehner zutage: Die Wirkung von Gundels Spruch war schon längst verflogen, und in einem lichten Moment hat er den Glückszehner kurzerhand gegen ein anderes Geldstück getauscht.

Die Einschätzung

Es gibt einiges, das man dem Comic positiv anrechnen kann. Das fängt schon mal damit an, dass hier tatsächlich mal etwas erzählt wird, das es in dieser Form nicht schon x-Mal gegeben hat. Frische Ideen sind rar, umso schöner ist es, mal wieder auf eine zu stoßen. Auch kann man lobend feststellen, dass der Comic einige wirklich amüsante Momente hat, etwa dann, wenn Rabe Nimmermehr zu denken beginnt, oder dann, wenn Gundel einen modernen Staubsauger statt ihres altmodischen Hexenbesens nutzt, da dieser schneller fliegt. Auf der anderen Seite ist dies dann aber eben auch eine Dussel-Duck-Geschichte mit den üblichen Problemen, die Dussel-Duck-Geschichten eben so haben ... sprich: Die Slapstick wurde auch hier soweit übertrieben, dass es unangenehm wird. Hinzu kommen einige merkwürdige Persönlichkeitsschwankungen, so wirken Dagobert Ducks emotionale Ausbrüche ebenso irritierend wie die Tatsache, dass Dussel am Ende die Hexe überlistet. Kurzum: Über diesen Comic nachzudenken, ist ein gefühlstechnisches Auf und Ab. Das schlägt sich letztlich auch in unserer Bewertung nieder: Jeweils einmal wurden die Noten Zwei, Drei und Fünf vergeben, die Vier setzte es zweimal. So landeten wir am Ende beim Durchschnittswert 3,6. Immerhin: Da gab es schon deutlich schlimmere Dussel-Duck-Comics.


Wie fandet ihr "Mächtig viel Magie"?
1
 
 123 (28,3%)
Schulnote 5
2
 
 117 (26,9%)
Schulnote 4
3
 
 70 (16,1%)
Schulnote 2
4
 
 68 (15,6%)
Schulnote 3
5
 
 31 (7,1%)
Schulnote 6
6
 
 26 (6,0%)
Schulnote 1
An der Umfrage haben 435 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz