Diese Website nutzt technisch notwendige Cookies, nähere Infos finden Sie hier
47.839 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »Mama Kassner«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
  Die Entenanalyse: Lustiges Taschenbuch 561 (Überblick)
Im vergangenen Monat hatten wir hier die Comics des 560. Lustigen Taschenbuchs besprochen, das den Titel »Ab an den Strand!« trug. Es enthielt einen empfehlenswerten Micky-Maus-Kriminalfall, ansonsten allerdings nicht allzu viel lesenswerten Stoff. Eine Übersicht über unsere damaligen Besprechungen könnt ihr finden, wenn ihr hier klickt. Damals hatten wir mit der Hoffnung geschlossen, dass es mit dem 561. Lustigen Taschenbuch aufwärts gehen würde.

Nun ja.

Jenes 561. Lustige Taschenbuch trägt den etwas krumm anmutenden Titel »Auf ins Meer!« und ist seit dem 19. Juli im Handel. Wir hatten die neun längeren darin enthaltenen Comics in gewohnter Manier von fünf Testlesern durchschmökern lassen. Leider konnte der Band die Hoffnung, die wir vor vier Wochen geäußert hatten, nicht erfüllen. Im Gegenteil, es gab sogar noch mehr schwache Storys als zuletzt. Allerdings gab es zwischen allen Ärgernissen dann doch ein funkelndes Kleinod, nämlich eine Story aus der Saga über den ersten Phantomias. In diesem Fall handelte es sich um eine Art Prequel, das davon erzählt, wie Lord Quackett und Detta von Duz erstmals aufeinandertrafen. Der Comic stellte sich als eine der besten Geschichten der letzten LTB-Jahre heraus und hätte vielleicht eine noch bessere Wirkung gehabt, wenn von den Übersetzern im allerletzten Panel nicht eine etwas fragwürdige Namenswahl getroffen worden wäre. Auch unsere Besucher ordneten den Comic bei ihrer Abstimmung im Bereich »lesenswert« (Schulnote 2,5 oder besser) ein. Hier gelangt ihr zu unserer Besprechung:

1. Eine schicksalhafte Begegnung / Die Heldin der Stunde (unsere Schulnote 1,6 - eure Note 2,16)

Das Mittelfeld, also die Comics, die man unserer Meinung nach lesen kann, aber nicht muss (Schulnoten 2,5 bis 4,5), zeigte sich beim 561. Lustigen Taschenbuch zweigeteilt: Zwei Comics hätten fast noch am lesenswerten Bereich gekratzt, der Rest war signifikant schwächer und schabte eher an der Linie zur Abstiegszone. Überraschend ordentlich empfanden wir einen Comic, in dem Donald in die Rolle eines Rappers schlüpft, der ihm auffallend ähnlich sieht, sowie eine Geschichte, in der Donald und Gustav ein altes Wirtshaus des reichsten Erpels der Welt wieder auf Vordermann bringen sollen. Die Idee hat zwar einen gehörigen Bart, sie wurde hier jedoch anständig in Szene gesetzt. Dies hier war also die Durchschnittsware:

2. Diss-Harmonie (unsere Schulnote 2,6 - eure Note 2,88)
3. Zum glücklosen Kleeblatt (unsere Schulnote 2,8 - eure Note 3,59)
4. Tatort Lichtenkogel (unsere Schulnote 3,8 - eure Note 3,87)
5. Perfekt vermasselt (unsere Schulnote 3,8 - eure Note 4,13)
6. Auf ins Meer (unsere Schulnote 4,2 - eure Note 4,43)
7. Tierisch gute Ferien (unsere Schulnote 4,4 - eure Note 4,65)

Geht man nach den Bewertungen unserer Besucher, dann hätte »Tierisch gute Ferien« nicht ins Mittelfeld gehört, sondern in den Bereich der Comics, um die man besser einen großen Bogen machen sollte. Tatsächlich erwies sich die Dussel-Duck- und Franz-Gans-Geschichte, in der das ungewöhnliche Duo unbedingt Urlaub mit einem Ziegenbock machen möchte, als ziemlich krude. Noch schlimmer war unserer Meinung nach jedoch ein Comic, in dem Dussel Duck eine Klimaanlage im Haus seines Cousins Donald anbringen möchte. Und so richtig abgeschossen wurde der Vogel mit einem Machwerk, in dem die Entenhausener Einwohner versuchen sollen, eine Tonaufnahme aus dem 19. Jahrhundert zu identifzieren. An der Geschichte war so viel grauenhaft, dass uns heute noch der Kopf brummt, wenn wir daran denken:

8. Heißzeit (unsere Schulnote 4,6 - eure Note 4,62)
9. Voll im Einklang (unsere Schulnote 5,2 - eure Note 4,78)

Nicht thematisiert haben wir den acht Seiten langen Comic »#Streithammel« sowie den abschließenden Einseiter »Was nicht rollt, das rutscht«, da sie nicht die von uns festgelegte Mindestlänge (zehn Seiten) aufwiesen. Wie man sieht, gab es in diesem Band deutlich mehr Schatten als Licht, und insgesamt erschien er uns noch schwächer als der (ebenfalls enttäuschende) Vorgänger. Der helle Comicstern, den man mitten im Band findet, strahlt allerdings tatsächlich wirklich gleißend, so dass man am Ende doch nicht gänzlich unzufrieden ist. Das 562. Lustige Taschenbuch wird am heutigen Dienstag im Handel auftauchen und »19.999 Meilen unter dem Meer« heißen. Abgesehen von einem Einseiter werden dieses Mal nur Geschichten aus dem »Topolino«-Magazin enthalten sein. Neben der Titelgeschichte verspricht vor allem »Die Ballade von Klaas K. Klever« interessant zu werden, denn das Original - »La ballata di John D. Rockerduck« - hat bei den I.N.D.U.C.K.S.-Bewertungen richtig gut abgeschnitten. Einmal mehr gilt somit: Hoffen wir, dass es aufwärts geht.
 
Autorin der Meldung: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz