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  Die Entenanalyse: Lustiges Taschenbuch 558 (Überblick)
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Vor vier Wochen hatten wir hier die Comics des 557. Lustigen Taschenbuchs von fünf Testlesern durchschmökern lassen. Leider erwies es sich nicht gerade als der beste Band. Wirklich lesenswerte Comics suchte man darin vergebens, wenngleich ein paar knapp an der von uns dafür festgelegten Einordnung (Schulnote 2,5 oder besser) vorbeischrammten. Die Userabstimmungen fielen noch ein Stückchen kritischer aus, denn demnach ragte nur eine einzige Geschichte knapp an den lesenswerten Bereich heran (verfehlte ihn schlussendlich aber ebenfalls). Eine Übersicht unserer Besprechungen der Storys, die in »Spaß im Looping« abgedruckt waren, findet ihr an dieser Stelle.

Am 26. April war dann mit »Das Zeitportal« ein weiteres Lustiges Taschenbuch erschienen, und wir ließen uns von seinem enttäuschenden Vorgänger nicht abhalten, auch dieses Mal hineinzuschnuppern und unsere Testleser darauf anzusetzen. Das ist nun schon ein paar Tage her. Leider gilt es erneut zu konstatieren: Empfehlenswert war auch dieser Band nicht. Das Jahr 2022 hatte nicht nur mit einer Preiserhöhung, sondern auch mit zwei sehr gelungenen Ausgaben begonnen, seitdem lassen uns die Macher weiter auf einen ähnlich guten Band warten.

Immerhin: Wenigstens eine Geschichte, die dieses Mal abgedruckt wurde, wurde sowohl von unserem Testleser-Quintett als auch von unseren Besuchern als »lesenswert« eingestuft. Dabei handelte es sich um die neueste übersetzte Episode aus der Saga über die Legende des ersten Phantomias. Die Reihe schwankt (natürlich) auch von Story zu Story in ihrer Qualität, im Schnitt ragt sie jedoch deutlich aus dem heraus, was man sonst zu lesen bekommt. In »Der Dieb und der Milliardär« gibt sich Dagobert Duck erstmals im Rahmen der Reihe ein Stelldichein. Er wurde auf gelungene Weise in die Saga eingefügt, allerdings war auch der Rest der Geschichte in Ordnung:

1. Die Legende des ersten Phantomias: Der Dieb und der Milliardär (unsere Schulnote 2,2 - eure Note 2,16)

Nur eine einzige weitere Geschichte kam unserer Meinung nach knapp an den lesenswerten Bereich heran. In »Zeitreisen ist relativ« werden Micky Maus und Goofy von den Professoren Zapotek und Marlin durch die Zeit gesendet, um nach Albert Einstein zu suchen, der von einem Foto verschwunden ist, auf dem er eigentlich hätte zu sehen sein müssen. Zwar ist das Zeitreise-Thema in Disney-Comics eigentlich schon seit Jahren auserzählt, hier wurde es jedoch noch einmal anständig aufgegriffen. Bei unseren Usern schnitt der Comic allerdings deutlich schwächer als in unserem Team ab. Das hier waren die Comics, die man unserer Meinung nach nicht zwingend gelesen haben muss, bei denen es aber auch nicht schadet, mal hineinzuschnuppern:

2. Zeitreisen ist relativ (unsere Schulnote 2,6 - eure Note 3,42)
3. Das Verkaufstalent (unsere Schulnote 3,2 - eure Note 3,97)
4. Freund und Leid (unsere Schulnote 3,2 - eure Note 4,57)
5. Klub gegen Klub (unsere Schulnote 3,4 - eure Note 3,28)
6. Besondere Fundstücke (unsere Schulnote 4,2 - eure Note 4,50)

Der Bereich der Comics, um die man besser einen Bogen machen sollte, fängt bei uns beim Notenschnitt 4,5 an. Unsere User waren so kritisch, dass auch zwei der in unserem Mittelfeld gelisteten Comics zum Bodensatz zählen würden. »Besondere Fundstücke« landete bei 4,5026 und daher auch unterhalb der Grenze. Wir ordneten einen Gundel-Gaukeley-Comic hier ein, in dem zwei Ufologen Gundel Gaukeley aus abstrusen Gründen für ein Alien halten und sie daraufhin auf noch abstrusere Weise dabei unterstützen, in Dagobert Ducks Geldspeicher einzubrechen; eine Zeitreisegeschichte, in der Donald Duck aufgrund eines fragwürdigen »pädagogischen« Spielzeugs durch die Geschichte der Erde gejagt wird; sowie eine Virtuelle-Realitäts-Geschichte, die (a) nicht unterhaltsam war, (b) keinerlei Logik beinhaltete und (c) bis zum Fremdschämen auf eine vermeintliche Jugendsprache getrimmt war.

7. Die Hexe aus dem All (unsere Schulnote 4,6 - eure Note 4,26)
8. Das Zeitportal (unsere Schulnote 4,6 - eure Note 4,69)
9. Reale virtuelle Realität (unsere Schulnote 4,8 - eure Note 4,75)

Nicht näher thematisiert haben wir die beiden Sechsseiter »Schweigen ist Gold« und »Die Heimwerkerprofis« sowie den Einseiter »Mit Stock, Charme & Zylinder: Verpackung ist alles«, da wir für unsere Artikel eine Mindestlänge von zehn Seiten pro Comic vorgesehen haben. Lange Rede, kurzer Sinn: Nachdem wir vor vier Wochen nach der Lektüre des 557. Lustigen Taschenbuchs geschrieben hatten, es könne eigentlich nur aufwärts gehen, müssen wir festhalten, dass uns die Macher des Buchs eines Schlechteren belehrt haben und bewiesen haben, dass es sehr wohl in die andere Richtung gehen konnte. Hoffen wir dann also wenigstens beim nächsten Band auf Besserung. »Eine handfeste Erfindung« wird am 24. Mai erscheinen und außer einem Einseiter gar keine Egmont-Story beinhalten, sondern lediglich Übersetzungen aus dem »Topolino«-Magazin. Die größten Hoffnungen kann man dabei in den Phantomias-Comic »Hof in Gefahr« aus dem Gervasioverso stecken, der bei I.N.D.U.C.K.S. immerhin zu den bestbewerteten elf Prozent Disney-Comics aller Zeiten gehört.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz