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  Die Entenanalyse: Lustiges Taschenbuch 555 (Überblick)
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Das Jahr 2022 war mit einem ziemlich anständigen Lustigen Taschenbuch losgegangen. »Tag & Nacht im Einsatz«, so der Titel der Nummer 554, enthielt zwar keinen absoluten Comic-Überflieger, jedoch so viele anständige Geschichten, dass es sich um einen der besten Bände der letzten Zeit gehandelt hatte. Erfreulich war zudem, dass die beiden darin enthaltenen schwächeren Geschichten so kurz waren, dass man locker darüber hinwegsehen konnte. So verrauchte der Ärger über die drastische Preiserhöhung, zu der es mit dem Jahreswechsel gekommen war, schnell. Eine Zusammenfassung unserer Einzelbesprechungen der enthaltenen Comics, die wir im Januar veröffentlicht hatten, findet ihr an dieser Stelle.

Zu Beginn des Februar war nun ein neuer Band erschienen: »Abflug auf Ski«, das inzwischen bereits 555. Lustige Taschenbuch. Wie ihr es inzwischen kennen dürftet, hatten wir auch dieses Mal wieder ein Quintett an Mitarbeitern darauf angesetzt, es Comic für Comic durchzulesen. Die einzelnen Besprechungen konntet ihr in den vergangenen beiden Wochen auf unserem Newsboard verfolgen. Was derweilen noch ausstand, war unser Fazit zu dem Band.

Das Schöne ist: »Abflug auf Ski« erwies sich als noch eine Nummer besser als der Band zum Jahresauftakt. Zwar gab es dieses Mal keine so breite Zahl an ordentlichen Geschichten, dafür fehlten die Totalausfälle, und zwei der enthaltenen Comics waren unserer Meinung sogar im Bereich »unbedingt lesenswert« angesiedelt (Schulnote 2,5 oder besser). Einer davon, nämlich der Comic über den »Persönlichkeitsumwandler«, war unserer Meinung sogar einer der besten LTB-Comics der vergangenen Jahre. Dagobert Duck wird darin zum Opfer einer Erfindung von Daniel Düsentrieb, und in der Folge begeben sich die Ducks auf die Suche nach der »Quelle des wahren Ichs«. Auch ein Phantomias-Comic, in dem es zur Rückkehr von Marc Enclauh kommt, erwies sich als sehr lesenswert. Und das Beste ist: Mit 42 bzw. 56 Seiten sind die beiden Comics auch noch die mit Abstand längsten Abschnitte dieses Bandes, hier kommen also Qualität und Quantität zusammen.

1. Der Persönlichkeitsumwandler (unsere Schulnote 1,6 - eure Note 1,58)
2. Mega-Medienrummel (unsere Schulnote 2,4 - eure Note 2,22)

Sämtliche übrige Comics sind unserer Meinung nach in der Kategorie »kann man lesen, muss man aber nicht« zu verorten. Womöglich wäre einer der Comics - nämlich »Der mysteriöse Mitreisende« - sogar noch ein Stück besser zu bewerten gewesen, wenn wir die Vorlage gekannt hätten, die darin verarbeitet wurde. Bei der Micky-Maus-Geschichte handelt es sich um eine Hommage an den Alfred-Hitchcock-Film »Der Fremde im Zug« (alias »Verschwörung im Nordexpress«) aus dem Jahre 1951. Vielleicht gewinnt die Geschichte an Qualität, wenn man weiß, worauf darin angespielt wird. Dazu passt, dass die Geschichte von euch ein wenig besser bewertet als von uns. Dies hier war jedenfalls unserer Meinung nach das »Mittelfeld«, sofern man diesen Begriff anwenden kann, wenn es keinen Tabellenkeller gibt:

3. Der mysteriöse Mitreisende (unsere Schulnote 3,0 - eure Note 2,82)
4. Die Obsol-Essenz (unsere Schulnote 3,0 - eure Note 4,21)
5. Abflug auf Ski (unsere Schulnote 3,8 - eure Note 4,39)
6. Eiskalter Kassenschlager (unsere Schulnote 3,8 - eure Note 3,99)
7. Der Wahrträumer (unsere Schulnote 4,2 - eure Note 3,89)
8. Mobile Geschäfte (unsere Schulnote 4,2 - eure Note 4,55)

Geht man nach euren Bewertungen, dann hätte der letztgenannte Comic in der Kategorie der Geschichten verortet werden müssen, um die man besser einen Bogen machen sollte (Schulnote 4,5 oder schlechter). Ganz so harsch sahen wir die Story, in der Dagobert Duck (zunächst) erfolglos versucht, eine neue Idee eines Bankgeschäfts zu etablieren, dann aber doch nicht. Sie war kein Ärgernis, sie war unserer Meinung nach einfach nur ziemlich belanglos.

Zwei Comics, die nur jeweils eine Seite lang waren - »Ferienfreuden« und »Eins auf die Ohren« - haben wir nicht separat thematisiert, da wir dafür einst eine Mindestlänge von zehn Seiten bestimmt hatten. Alles in allem waren wir jedenfalls mit diesem Band zufrieden, und so können wir mit Fug und Recht sagen, dass das Lustige Taschenbuch aus unserer Sicht gut ins Jahr 2022 hineingestartet ist. Am 1. März wird es mit dem Band »Das Geheimnis des Geldspeichers« weitergehen, bei der ausnahmsweise keine Egmont-Story die Titelgeschichte sein wird, sondern eine 72 Seiten lange Story, die im März des vergangenen Jahres in drei Ausgaben des italienischen Magazins »Topolino« veröffentlicht wurde. Leider sind die I.N.D.U.C.K.S.-Bewertungen sämtlicher angekündigter Comics nicht sonderlich gut ... hoffen wir, dass es nach dem guten Start ins neue Jahr trotzdem keinen schmerzlichen Dämpfer geben wird.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz