Diese Website nutzt technisch notwendige Cookies, nähere Infos finden Sie hier
46.053 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »demulina797«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
  Die Entenanalyse: Lustiges Taschenbuch 548 (Überblick)
Werbung:
Vor rund vier Wochen hatten wir hier die Comics des 547. Lustigen Taschenbuchs nach und nach thematisiert. »Ab ans Meer« hatte sich als ein ganz ordentlicher Band erwiesen, der eine wirklich lesenswerte Geschichte enthielt - auch wenn es in ihr »nur« um Gamaschen ging -, und der ansonsten ohne eine richtige Enttäuschung auskam ... sieht man mal von einem schwachen Kurzcomic ab, der so wenige Seiten umfasste, dass man ihn getrost unter den Tisch fallen lassen konnte. Eine Übersicht unserer damaligen Besprechungen könnt ihr nach wie vor an dieser Stelle finden.

Am 20. Juli war nun ein neuer Band erschienen. Dieser war den Olympischen Spielen gewidmet ... oder besser gesagt den »Weltsportspielen«, wie sie hier genannt wurden. Wir vermuten, dass die skurrile Umschreibung des Sportereignisses der Tatsache geschuldet war, dass es in der hier eingearbeiteten Version mit Sumo einen Sport gab, der in Wirklichkeit gar nicht olympisch ist. Medaillen gab es auch bei den »Weltsportspielen«, und passend dazu wurde dieser Band mit drei verschiedenen Covern ausgeliefert, nämlich mit einem goldenen bzw. gelben, einem silbernen bzw. grauen sowie einem bronzefarbenen bzw. beigen.

Vermutlich wird es tatsächlich eine ganze Reihe von Sammlern geben, die sich alle drei Versionen gekauft haben. Leider muss man sagen: Inhaltlich hatte es dieser Band nicht verdient, dreimal gekauft zu werden. Selbst für einen einmaligen Kauf wurde hier ganz schön wenig Unterhaltung geboten. Normalerweise listen wir die Comics in unseren Zusammenfassungen in drei Blöcken auf, nämlich unterteilt in lesenswerte Geschichten (Schulnote 2,5 oder besser), solche, die man lesen kann, aber nicht unbedingt muss (Schulnoten 2,5 bis 4,5) und solche, um die man besser einen Bogen machen sollte (Schulnote 4,5 oder schlechter). In diesem Fall haben weder die fünf Testleser aus unserem Webseiten-Team noch die Besucher unserer Seite einen Comic so gut bewertet, dass er in die erste Kategorie gefallen wäre. Das wäre nicht ganz so schlimm, wenn es dann wenigstens mehrheitlich Geschichten der Kategorie »oberes Mittelfeld« gegeben hätte, aber auch das war nicht der Fall. Ganz im Gegenteil: Streckenweise reihte sich hier Enttäuschung an Enttäuschung.

Zumindest ein Comic landete sowohl bei uns als auch bei unseren Besuchern noch im Zweier-Bereich. Dabei handelte es sich um die Dagobert-Duck-Story »Zu viel des Wenigen«, in welcher Gitta Gans von einer Verwandten aus Schottland besucht wird, die sich als noch geiziger erweist als Dagobert Duck. Der reichste Erpel der Welt zeigt sich von der Sparsamkeit und den damit verbundenen Ideen der knauserigen Schottin zunächst hellauf begeistert, muss im weiteren Verlauf dann aber erkennen, dass selbst für jemanden wie ihn Sparsamkeit Grenzen hat und es Momente gibt, in denen man nicht jeden Kreuzer zweimal umdrehen sollte. Halbwegs lesenswert waren zudem zwei Comics, in denen es zunächst Goofy und Rudi Ross, dann Goofy und Micky mit einem liquiden Alien namens Hydris zu tun bekommen. Das hier war also unser »Mittelfeld«, auch wenn die Bezeichnung in Ermangelung einer Spitzengruppe nicht so ganz passend ist:

1. Zu viel des Wenigen (unsere Schulnote 2,6 - eure Note 2,89)
2. Das Wasser der Urzeit (unsere Schulnote 3,0 - eure Note 4,13)
3. Der Gesang der Wale (unsere Schulnote 3,4 - eure Note 3,49)
4. Die Rache des Rächers (unsere Schulnote 4,0 - eure Note 3,20)
5. Voll vernebelt (unsere Schulnote 4,2 - eure Note 4,63)
6. Der Regenbogenmacher (unsere Schulnote 4,2 - eure Note 4,44)
7. Programmieren für Dummies (unsere Schulnote 4,2 - eure Note 3,81)
8. Ein Fantastilliardär plant Urlaub (unsere Schulnote 4,4 - eure Note 4,63)
9. Höher schneller weiter! (unsere Schulnote 4,2 - eure Note 4,08)

Tja, und dann müssen wir noch auf die größten Enttäuschungen eingehen. Bei uns waren es zwei Comics, und geht man nach euren Wertungen, dann müssten mit dem Dussel-Duck- und Gundel-Gaukeley-Comic »Voll vernebelt« und der einfallslosen Kleidungstausch-Geschichte »Ein Fantastilliardär plant Urlaub« eigentlich noch zwei weitere Storys hinzukommen. Wir empfanden einen Comic richtig schwach, in dem Dagobert Duck Waren verschenkt, die das Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht haben. Dagoberts Verhalten war darin grob unlogisch, viel schlimmer wog jedoch, dass darin zahlreiche Figuren komplett gegen ihre übliche Charakterzeichnung handelten. Noch unsinniger war eine Geschichte, in der Dussel Duck einen Kurs besucht, durch den er dazu gebracht werden soll, keine weiteren Kurse zu besuchen. Dies hier war also der Bodensatz:

10. Der Wert der Dinge (unsere Schulnote 4,6 - eure Note 4,54)
11. Ein Kursus für alle Fälle (unsere Schulnote 4,8 - eure Note 5,06)

Lange Rede, kurzer Sinn: Über diesen Band sollte man besser den Mantel des Schweigens legen, und eigentlich kann es von nun an nur noch aufwärts gehen. Hoffen wir zumindest. Der nächste Band wird »Unter Dinos« heißen und schon am Dienstag erscheinen. Warum es im August 2021 an der Zeit für einen Band mit einem an »Jurassic Park« erinnernden Logo ist, erschließt sich uns nicht, aber zumindest zwei der vorgesehenen Geschichten - »Das Schurken-Horoskop« und »Superheld oder Schurke?« - gehören bei I.N.D.U.C.K.S. zu den zehn Prozent der am besten bewerteten Comics überhaupt, und zumindest das stimmt uns dezent optimistisch.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz