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  Die Entenanalyse: Lustiges Taschenbuch 544 (Überblick)
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Vor einem knappen Monat hatten wir ein ziemlich negatives Fazit zum 543. Lustigen Taschenbuch ziehen müssen, denn abgesehen von dem Comic Die Glitzerquelle gab es darin unserer Meinung gar nichts, was man unbedingt gelesen haben sollte. Ein paar Storys waren richtiggehend unterirdisch. Die Zusammenfassung unserer damaligen Besprechungen findet ihr an dieser Stelle. Umso schöner, dass es den Machern des Lustigen Taschenbuchs gelungen ist, mit dem neuen Band den damaligen Groll wegzuwischen, denn die Nummer 544 ist ein wirklich ansprechender Band geworden.

«Fast schon zu furios!«, so der Name des seit dem 30. März erhältlichen Bandes, leistete sich so gut wie gar keine Ausrutscher. Noch nicht einmal die Titelgeschichte, die im Fahrwasser des neuesten Filmes der Reihe »The Fast and the Furious« mitschwimmen wollte, enttäuschte ... etwas, das man nicht sehr häufig über die speziell fürs Lustige Taschenbuch geschriebenen (und demzufolge nicht aus Italien »importieren«) Geschichten sagen kann. Am meisten hat uns der Comic »Neues aus der Geschäftswelt« überzeugt, in der Dagobert Duck und Klaas Klever darum ringen, auf das Titelbild der Zeitschrift »Talertrend« zu gelangen, und dazu zwei ausgedehnte Reisen unternehmen. Eine rundum gelungene Heile-Welt-Story. Ihr habt den Comic nicht ganz so hoch eingeordnet, dafür jedoch den zweiten Comic, den wir zur Top-Kategorie zählen würden: »Im Pendel der Zeit«, in dem Micky Maus zwischen zwei verschiedenen Zeitebenen hin- und herwechselt. Dies hier waren unserer Meinung nach die besonders empfehlenswerten Beiträge:

1. Neues aus der Geschäftswelt (unsere Schulnote 2,2 - eure Note 3,13)
2. Im Pendel der Zeit (unsere Schulnote 2,4 - eure Note 2,26)

In der Kategorie »Kann man lesen, muss man aber nicht unbedingt«, in der wir die Comics der Noten zwischen 2,5 und 4,5 einordnen, sind dieses Mal sechs Geschichten gelandet. Das Gute daran: Gleich mehrere davon kratzten am oberen Rand der Kategorie. Insbesondere »Das letzte Abenteuer«, in dem Donald und Dagobert im Wettstreit mit zwei anderen Abenteurern auf die Jagd nach dem »goldenen Fluss« gehen, knabberte hart an der Grenze zum besonders empfehlenswerten Abschnitt. Der Comic schrammte zwar an mehreren Stellen haarscharf daran vorbei, schwülstig auf gute Laune zu machen, blieb dabei aber trotzdem immer im Rahmen und bildete einen gelungenen Abschluss des Lustigen Taschenbuchs. Von euch wurde »Aller Anfang ist schwer«, eine Neuinterpretation der Phantomias-Entstehungsgeschichte, derweilen sogar noch ein klitzekleines Stückchen besser bewertet:

3. Das letzte Abenteuer (unsere Schulnote 2,6 - eure Note 2,63)
4. Aller Anfang ist schwer (unsere Schulnote 3,0 - eure Note 2,62)
5. Fast schon zu furios! (unsere Schulnote 3,0 - eure Note 3,61)
6. Die Liebe und das liebe Geld (unsere Schulnote 3,6 - eure Note 4,37)
7. Der Stern der Anden (unsere Schulnote 3,8 - eure Note 2,76)
8. Gauner ohne Glück (unsere Schulnote 4,2 - eure Note 4,69)

Den Abschluss bildet normalerweise der Bereich, in dem wir die Comics auflisten, die wir schlechter als mit der Note 4,5 bewerteten und um die man besser einen großen Bogen machen sollte. Erfreulicherweise war dieses Mal gar kein solcher Comic dabei ... zumindest unserer Meinung nach. Ihr hättet »Gauner ohne Glück«, in dem Kater Karlo von einer nicht enden wollenden Pechsträhne verfolgt wird, hier einsortiert, aber ganz so schlimm empfanden wir die Story nicht. Vermutlich hätten wir hier die beiden Kurzcomics »Lachen auf Knopfdruck« und »Nimmersatter Nimmersatt« einsortiert, die wirklich nicht viel hermachten, doch mit ihren fünf bzw. vier Seiten waren sie so schnell wieder vorbei, dass wir sie nicht separat analysiert haben. Abgesehen davon machen sie eh nur einen verschwindend geringen Teil des Bandes aus und bedürfen somit keiner besonderen Beachtung - man liest einfach rasant darüber weg.

Kurzum: Wir waren mit diesem Band sehr zufrieden. Womöglich hatten wir uns durch die ersten guten Comics in eine kleine Euphorie hineingelesen, die uns alles etwas milder hat bewerten lassen als zuletzt, aber dass dieser Band deutlich stärker war als die mäßigen vorausgegangenen Lustigen Taschenbücher, dürfte eigentlich schwer zu bestreiten sein. Das nächste Lustige Taschenbuch wird am 27. April erscheinen und »Die Duckyssee« heißen, was natürlich auf nichts anderes als eine Duck-Interpretation von Homers »Odyssee« hinauslaufen wird. Die italienische Originalversion der (zweigeteilten) Titelstory stammt aus dem Jahre 2018 und hat ziemlich gute Kritiken bekommen - wir sind also vorsichtig optimistisch und freuen uns auf das, was uns da erwartet.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz