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  Die Entenanalyse: Lustiges Taschenbuch 539 (Überblick)
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Vor vier Wochen stellten wir an dieser Stelle die Comics des 538. Lustigen Taschenbuchs vor, das den Titel »Der Fluch der Hexe« trug. Wie ihr durch einen Klick hier nach wie vor nachlesen könnt, empfanden wir das damalige Buch als ziemlich durchschnittlich: Neben einer herausragenden Phantomias-Story und einer unterirdischen Dussel-Duck-Geschichte fanden sich damals sehr viele Comics in dem Band, die man durchaus mal lesen konnte, aber bei denen es auch kein sonderlich großer Verlust war, sie nicht gelesen zu haben. Kurzum: Absolute Durchschnittskost. Am 10. November 2020 ist nun ein neues Lustiges Taschenbuch erschienen, nämlich die Nummer 539, die den Titel »Zurück am Tatort Entenhausen« trägt. Was wären wir froh, wenn wir ein ähnliches Fazit ziehen könnten wie vor vier Wochen! An diesem Band stimmte von vorne bis hinten absolut gar nichts, und wir können uns nicht erinnern, schon mal auf eine solche Ansammlung an mageren Comics gestoßen zu sein, seitdem wir die Lustigen Taschenbücher besprechen.

Wenn wir mehrere Disney-Comics hintereinander kritisch rezensieren, dann bekommen wir immer wieder Zuschriften, in denen wir darauf hingewiesen werden, dass wir die Lustigen Taschenbücher doch einfach nicht lesen sollten, wenn wir sie denn nicht mögen würden. Doch genau das Gegenteil ist der Fall: Nur wenige Dinge kommen in unseren Augen an gute Storys aus Entenhausen heran. Die Betonung liegt auf »gut«. Normalerweise beginnen wir unsere Zusammenfassungen ja mit den besten Comics der jeweiligen Bände, was bedeutet, dass wir die Geschichten herausstellen, die wir als so gut empfanden, dass wir sie ohne weiteres weiterempfehlen würden. In der Nummer 539 war partout keine Geschichte dabei, die man in diese Kategorie schieben könnte. Deswegen beginnen wir heute gleich mit den durchschnittlichen Storys.

In den beiden am wenigsten schlechten Comics dieses Bandes erlebte man Phantomias in Aktion, der einen Kriminalfall am Set eines Filmes zu lösen hatte, der über ihn selbst gedreht wurde. Hier versuchte jemand die Droharbeiten zu sabotieren. »Phantomias: Der Film« blieb zwar weitgehend spannungsarm, überzeugte jedoch durch sein Storytelling und einige gelungene falsche Fährten. »O.M.A.: Die Rückkehr des Gestaltwandlers« war eine deutlich überdrehtere Science-Fiction-Story, die mit jeder Menge Action überzeugen wollte und dies auch halbwegs anständig hinbekam. Über ein paar grobe logische Lücken konnte dies allerdings nicht hinwegtäuschen. Dies hier waren die Durchschnittscomics:

1. Phantomias: Der Film (Schulnote 3,2)
2. O.M.A.: Die Rückkehr des Gestaltwandlers (Schulnote 3,2)
3. Die Wippschwänzige Wirrschopfschnepfe (Schulnote 3,8)
4. Unruhe in der Unterwelt (Schulnote 3,8)
5. Der Mentalist (Schulnote 3,8)
6. Ein Fantastilliardär auf Abwegen (Schulnote 4,4)
7. Die Farben der Zukunft (Schulnote 4,4)

Und damit wären wir dann bei den größten Ärgernissen angelangt, die diese Ausgabe zu bieten hatte. Um inmitten dieser Ansammlung an mäßigen Machwerken noch negativ herauszustechen, da gehörte schon eine Menge dazu. Und doch haben es drei Comics geschafft. »Das Imperium des Konditors« startete einen neuen Versuch, die Commissario-Montalbano-Krimis des großen italienischen Autors Andrea Camilleri in die Welt von Micky Maus zu übertragen und scheiterte dabei kläglich, »Die Sprache der Musik« versuchte sich an einem vollkommen an den Haaren herbeigezogenen Zusammenhang zwischen Liedern und (inhaltlich davon losgelösten) Aussagesätzen. Den Vogel schossen die Macher dieses Lustigen Taschenbuchs jedoch mit der Titelgeschichte ab, in der das Donald-Duck-Universum zum zweiten Mal mit dem ARD-«Tatort« kombiniert wurde und dabei auf der ganzen Länge versagte. Unsere Analysen zu den Katastrophen in Comicform findet an den folgenden Stellen:

8. Das Imperium des Konditors (Schulnote 4,8)
9. Die Sprache der Musik (Schulnote 5,4)
10. Zurück am Tatort: Taxi nach Entenhausen (Schulnote 5,6)

Die Mindestlänge, die wir zum Analysieren von Comics einst festgelegt hatten, liegt bei zehn Seiten. Ein paar Comics schrammten dieses Mal knapp daran vorbei, die Grenze zu unterschreiten, aber letztlich haben wir jede einzelne Story thematisiert. Das Lustige Taschenbuch mit der Nummer 539 war somit durch die oben verlinkten Analysen komplett. Die Nummer 540 wird »Zank & Zoff« heißen und am 8. Dezember erscheinen. Wollen wir hoffen, dass sie uns trotz ihres Titels friedlich stimmen wird! Eigentlich kann es ja nur besser werden ...


Welche Geschichte fandet ihr am besten?
1
 
 105 (22,8%)
Die Wippschwänzige Wirrschopfschnepfe
2
 
 99 (21,5%)
Phantomias: Der Film
3
 
 76 (16,5%)
Das Imperium des Konditors
4
 
 73 (15,9%)
O.M.A.: Die Rückkehr des Gestaltwandlers
5
 
 44 (9,6%)
Unruhe in der Unterwelt
6
 
 30 (6,5%)
Zurück am Tatort: Taxi nach Entenhausen
7
 
 19 (4,1%)
Die Farben der Zukunft
8
 
 9 (2,0%)
Ein Fantastilliardär auf Abwegen
9
 
 3 (0,7%)
Die Sprache der Musik
10
 
 2 (0,4%)
Der Mentalist
An der Umfrage haben 460 Benutzer teilgenommen.
 
 
Autorentags: Andrea Camilleri
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz