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  Die Entenanalyse: Lustiges Taschenbuch 521
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Vor rund vier Wochen thematisierten wir hier die Comics des 520. Lustigen Taschenbuchs, das dem 85jährigen Jubiläum des ersten Auftritt von Donald Duck gewidmet war. Ein richtig überragender Comic befand sich nicht darin, aber durchaus eine ganze Reihe von Geschichten der gehobenen Mittelklasse. Überraschenderweise war es gerade die Geburtstagsstory, die nur knapp am Bereich »lesenswerte Comics« vorbeischrammte. Wenn ihr nachlesen wollt, was wir damals zu sagen hatten, werdet ihr an dieser Stelle fündig.

Seit dem 18. Juni ist nun ein neuer Band im Handel. Auch dieser ist ein Jubiläumsband, und skurrilerweise ist es der gleiche Erpel, der gefeiert wird. Nachdem Donald Duck im Mai 85 Jahre alt geworden war, wurde nun der fünfzigste Geburtstag seines Superhelden-Alter-Egos Phantomias gefeiert. Dieses Mal war es nicht die Geburtstags-Story, die den Rest des Buchs überragte, dafür gab es jedoch endlich mal wieder einen Comic, den wir guten Gewissens der Kategorie »lesenswert« zuordnen konnten. »Die sieben Sande von Cibola« ist - je nachdem, wie man es interpretieren möchte - ein Remake, eine Hommage oder eine Parodie des 65 Jahre alten Carl-Barks-Klassikers über die »sieben Städte von Cibola«, und er muss sich vor dem Original weißgott nicht verstecken. Nahezu alle damaligen Motive wurden wieder aufgegriffen, inhaltlich wurden beide Geschichten schlüssig und gut in Enklang gebracht, und auch sonst waren wir hoch zufrieden. Unseren zugehörigen Artikel findet ihr an folgender Stelle:

1. Die sieben Sande von Cibola (Schulnote 1,8)

Damit kommen wir nicht nur zur Kategorie der Comics, die man durchaus mal lesen kann, bei der es aber auch nicht allzu schlimm ist, wenn sie einem entgehen. Wir kommen auch zur Phantomias-Geburtsstagsstory, denn wie der Donald-Duck-Jubläumscomic war auch diese so gut, dass wir sie fast im »lesenswerten« Bereich (Schulnote 2,5 oder besser) platziert hätten. Dass uns der Comic so gefallen würde, hatten wir vorher nicht gedacht, denn es handelte sich um eine Zeitreise-Geschichte, und diese funktionieren nur selten im Duck-Universum. Hier wurde jedoch sehr gut mit dem Motiv gearbeitet. Auch ein Comic, in dem Donald Duck durch das Finden eines Artefakts neues Selbstvertrauen gewinnt, sowie eine Geschichte über einen rebellischen antikapitalistischen Neffen wussten zu überzeugen. Dies hier war unser Mittelfeld:

2. Alles auf Anfang (Schulnote 2,6)
3. Die Mutmuschel (Schulnote 2,8)
4. Der falsche Neffe (Schulnote 2,8)
5. Die geheimen Bücher von Primaverus von Quack (Schulnote 3,0)
6. Glibber des Grauens (Schulnote 3,6)
7. Die Öko-Rallye (Schulnote 4,2)

Zum Abschluss müssen wir noch den einzigen Comic dieses Bandes erwähnen, um den man besser einen großen Bogen machen sollte. »Der Klub der Aristokraten« ist in dem Band ohnehin etwas deplatziert gewesen, da es sich um eine Supergoof-Geschichte handelte, obwohl ja eigentlich ein ganz anderer Superheld gefeiert werden sollte. Die Story erwies sich als ziemlich hanebüchen und unlogisch und wirkte wie ein konfuses Stückwerk, bei dem unzählige Ideen zusammengenagelt wurden, die gar nicht zusammenpassen wollten. Die Gags funktionierten nicht, und insgesamt erschloss sich uns nicht, wie man fünfzehn Jahre nach der Erstveröffentlichung auf die Idee kommen konnte, dieses Machwerk noch ins Deutsche zu übersetzen, anstatt es einfach weiter in seiner staubigen Schublade vor sich hin gammeln zu lassen:

8. Der Klub der Aristokraten (Schulnote 5,6)

Sieht man mal von der seltsamen Story über den Klub der Aristokraten ab, so kann man mit Fug und Recht behaupten, hier ein erfreulich gutes Lustiges Taschenbuch serviert bekommen zu haben. Nicht thematisiert haben wir den sechs Seiten langen Comic »Ein Anruf zur unrechten Zeit« sowie den Einseiter »Haarsträubend«, da wir eine Mindestlänge von zehn Seiten festgelegt haben, die für eine detaillierte Besprechung vorhanden sein sollte. Beide Storys waren eher mager, fallen aufgrund ihrer Kürze jedoch nicht ins Gewicht. Das nächste Lustige Taschenbuch wird am 16. Juli erscheinen und »Sommerferien auf dem Mond« heißen.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz