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  Die Entenanalyse: Lustiges Taschenbuch 519
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Vor rund einem Monat hatten wir an dieser Stelle die Comics, die im Lustigen Taschenbuch mit der Nummer 518 (»Das Schlaue Buch in Gefahr«) abgedruckt worden waren, von einem Quintett an Mitarbeitern unserer Seite lesen lassen. Qualitativ hatte es sich als ein ziemlich ungewöhnlicher Band erwiesen, denn kein einziger der darin enthaltenen Comics war wirklich empfehlenswert, aber es befand sich auch kein übermäßig schlechter Comic darin. Kurzum: Es war ein 256 Seiten langer Ausdruck von Mittelmäßigkeit. Einen Überblick über unsere damaligen Einschätzungen findet ihr an dieser Stelle.

Seit dem 23. April ist nun ein neuer Band im Handel erhältlich. Die Nummer 519 trägt den Titel »Die Bestie von Duckenburgh«, und wer unser Newsboard im Laufe der letzten Woche verfolgt hat, der wird bereits festgestellt haben, dass wir es auch wieder von fünf Helfern haben lesen lassen. Unseren Überblick lassen wir in der Regel damit beginnen, dass wir die Geschichten hervorheben, die in die Kategorie »lesenswert« (Schulnote 2,5 oder besser) fallen. Leider war auch dieses Mal keine solche Geschichte dabei. Im Gegensatz zur Nummer 518 gab es jedoch leider dieses Mal Comics, die wirklich unter aller Kanone waren.

In Ermangelung von empfehlenswertem Stoff kommen wir direkt zur Kategorie »kann man lesen, muss man aber nicht«. Als der beste Beitrag hat sich ein Dagobert-Duck-Comic namens »Dufte Geschäfte« herausgestellt, in der Dagobert Duck zunächst glaubt, sein goldenes Näschen verloren zu haben, woraufhin er mit gesunder Landluft neue Kraft tankt und eine Methode entwickeln lässt, wie sich die inspirierenden Provinzwinde auch in Entenhausen nutzen lassen. Hier überzeugten uns vor allem die zahlreichen gelungenen Scherze. Auch die Titelgeschichte »Die Bestie von Duckenburgh« war ganz in Ordnung, in der ein Monster rund um eine schottische Burg seine Kreise zieht, auch wenn sie thematisch nicht unbedingt neu war. Dies hier waren die Comics der Kategorie »Mittelfeld«:

1. Dufte Geschäfte (Schulnote 2,6)
2. Die Bestie von Duckenburgh (Schulnote 2,8)
3. Der Herr der Hähne (Schulnote 3,2)
4. Piraten im Netz (Schulnote 3,2)
5. Von Pelikanen und Preziosen (Schulnote 3,6)
6. Ein harter Brocken (Schulnote 4,0)

Ganze drei Geschichten gefielen uns überhaupt nicht. »Wie im falschen Film«, in dem Donald glaubt, ein Bewerbungsgespräch zu besuchen, das sich jedoch zu einer völlig überzogenen Verfolgungsjagd entwickelt, wurde zumindest noch von seiner Kürze halbwegs gerettet. Die »Invasion der Jedermanns« begann noch halbwegs akzeptabel, entwickelte sich jedoch mit jeder zusätzlichen Seite zu immer größerem Nonsens ... Alien-Geschichten sind in Entenhausen einfach fast immer furchtbar. Den Vogel schoss jedoch die Story »Voll versemmelt« um den Duck'schen Geheimdienst ab, die so miserabel gezeichnet, so unwitzig und storytechnisch so hanebüchen war, dass es eine glatte Beleidigung für das Auge des Comiclesers war. Dies hier waren demnach die drei Storys, um die man besser einen Bogen machen sollte:

7. Wie im falschen Film (Schulnote 5,2)
8. Invasion der Jedermanns (Schulnote 5,2)
9. Voll versemmelt (Schulnote 5,8)

Nicht separat thematisiert haben wir den Comic »König des Chaos - Eine Frage der Technik«, da es sich bei ihm lediglich um einen Einseiter handelt. Unsere Mindestlänge für separate Beiträge liegt bei zehn Seiten. Das nächste Lustige Taschenbuch wird »85 Jahre Donald Duck« heißen und am 21. Mai in den Handel kommen. Wollen wir hoffen, dass es dann aufwärts geht, denn dieser Band hier war wirklich keine große Werbung für die Entenhausener Comicwelt.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz