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  Die Entenanalyse: Lustiges Taschenbuch 511
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Im Laufe der vergangenen fünf Tage haben wir ein Quintett an Helfern und Mitarbeitern von Leserkanone.de das Lustige Taschenbuch mit der Nummer 511 durchschmökern lassen. Die rund 250 Seiten waren dieses Mal mit »Gauner im Goldrausch« überschrieben. Im Handel ist der Band seit dem 11. September. Leider waren wir - vorsichtig ausgedrückt - nicht allzu begeistert von dem, was dem Leser hier geboten wurde. Anders ausgedrückt: Zwar gibt es häufiger durchwachsene Lustige Taschenbücher, aber dieses hier war regelrecht enttäuschend. Vermutlich haben wir deshalb in unseren neun Analysen an manchen Stellen so geklungen, als würden wir Disney-Comics gar nicht mögen, doch das genaue Gegenteil ist der Fall: Wir haben sie sogar sehr gern, und eben deswegen finden wir es so schade, wenn dann ein Buch wie dieses hier herauskommt.

Loslegen wollen wir mit dem, was es an positiven Dingen zu berichten gibt. Um es genau zu nehmen ist an der Stelle nur ein einzelner Comic zu erwähnen, und selbst bei diesem sind wir nicht ganz sicher, ob er hier nur deshalb gelandet ist, weil wir durch die vielen mageren anderen Storys so weichgeklopft waren, dass wir froh darüber waren, keine weitere Katastrophe vorgesetzt zu bekommen. Denn spannend oder dergleichen war auch »Der Börsenmagier« nicht. Vielmehr überzeugte die Baptist-Geschichte durch ihre Warmherzigkeit und die wohlige Stimmung, die sie beim Lesen verbreitete, da durch sie endlich mal eine Figur gewürdigt wurde, die eine solche Ehre schon lange verdient hat. Hier findet ihr unsere zugehörige Analyse:

1. Der Börsenmagier (Schulnote 2,4)

Womit wir bei den Geschichten angelangt wären, die in die Kategorie »kann man lesen, muss man aber nicht« fallen, wobei der nach dem Komma stehende Teil deutlich schwerer wiegt. Selbst der Comic, den wir noch am weitesten oben platziert haben, kann eigentlich nicht wirklich als der »zweitbeste« bezeichnet werden, sondern eher als der am »zweitwenigsten schlechte«. Dass wir ihn immerhin mit der Durchschnittsnote 3,0 bedacht haben, war insbesondere der Tatsache geschuldet, dass er trotz magerer Story immerhin mit einer gewissen Nostalgie-Note punkten konnte. Kein Wunder: Es handelte sich um einen Comic aus dem Jahre 1984, der erst nach dreieinhalb Jahrzehnten erstmals den Weg in die deutsche Sprache gefunden hat. Für junge Leser, die mit dem nostalgischen Flair jener Zeit nichts anfangen können, dürfte er genauso schwach erscheinen wie die übrigen. Dies hier waren die halbwegs durchschnittlichen Comics:

2. Voller Taler-Koller (Schulnote 3,0)
3. Das Jahr des Lichts (Schulnote 3,8)
4. Gauner im Goldrausch (Schulnote 4,0)
5. Verfolgungswahn (Schulnote 4,2)
6. Der Pechonator (Schulnote 4,4)

Und dann wäre da noch das Schlechteste vom Schlechten. Der Comic »Abgedampft« bewies, dass auch bei den Storys rund um den Duck'schen Geheimdienst nicht alles Gold ist, was glänzt, und hangelte sich krampfhaft an dürftigen Abkürzungsgags, noch dürftigerer Slapstick und purem Nonsens entlang. Im »Koffer-Roulette« stellte die Entenhausener Polizei unter Beweis, dass sie von Recht und Ordnung noch nie etwas gehört hat und erpresste einen Zeugen dazu, seine Aussage zu verweigern. Das »Fettnäpfchen-Frühwarnsystem« schlussendlich war ein Flickenteppich aus Einzelideen, die nicht zusammenpassen wollten, und das im Titel erwähnte Gerät wurde in der zweiten Hälfte des Comics mehr oder weniger vergessen. Kurzum: An manchen Stellen musste man sich glatt den Kopf massieren, um den aufkeimenden Schmerz zu unterdrücken. Um die folgenden Comics gilt es demnach einen großen Bogen zu machen:

7. Abgedampft (Schulnote 4,6)
8. Koffer-Roulette (Schulnote 4,8)
9. Das Fettnäpfchen-Frühwarnsystem (Schulnote 4,8)

Geschichten, deren Länge unterhalb der Zehn-Seiten-Marke liegt, analysieren wir im Rahmen dieser Reihe nicht. In diesem Fall war keine solche Geschichte enthalten, so dass das 511. Lustige Taschenbuch mit den neun hier aufgelisteten Comics bereits komplett war. Uns bleibt nur zu hoffen, dass es in wenigen Wochen wieder deutlich aufwärts geht, wenn die Nummer 512 erscheinen wird, die - an Halloween angepasst - »Duckenstein« heißt und mit einem schnabeltragenden Frankenstein-Monster auf dem Cover daherkommt. Für den 9. Oktober ist die Veröffentlichung geplant.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz