Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
44.356 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »NathalieDidier«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
  Die Entenanalyse: Lustiges Taschenbuch 509
Werbung:
In den vergangenen Tagen haben wir ein Quintett an Mitarbeitern unserer Seite damit beauftragt, die im 509. Lustigen Taschenbuch abgedruckten Comics nacheinander zu lesen und zu analysieren. Das Buch ist seit dem 17. Juli im Handel und trägt den Titel »Extrem erfrischen!«, der sich ein wenig seltsam anhört. Verunziert wird das Buch durch das vermutlich generischste Sommercover, das man sich vorstellen kann. Und auch ansonsten ist dieser Band leider nicht sehr gut ausgefallen, denn es gab weit mehr Tiefen als Höhen. Auf negative Weise getoppt wurde das Buch durch den ersten und letzten Comic, was natürlich psychologisch katastrophal ist, denn so startet man mit einem miserablen Eindruck ins Buch hinein, und man wird mit einem miserablen Eindruck daraus entlassen.

Doch beginnen wollen wir wie immer mit den guten Parts ... oder um es in diesem Fall besser auszudrücken: Mit dem guten Part, denn richtig zufrieden waren wir eigentlich nur mit einem einzigen Comic. In dem Detektiv-Duck-Fall »Garantiert unverträglich« wird Donald von der Tochter eines Restaurantbesitzers und Sternekochs darum gebeten, herauszufinden, warum ihr Vater in der letzten Zeit so außergewönlich fahrig ist. Was sich aus dieser Grundidee entwickelt, ist eine durchaus komplexe Geschichte mit interessanten Charakteren und einer streckenweise unvorhersehbaren Handlung. Getrübt wir das Bild einzig dadurch, dass für die Story auf Krampf eine Entenhausener Version von Helene Fischer erschaffen wurde. Der Sinn und Zweck dieses Einfalls ist nachvollziehbar, denn man will schließlich auch bei den Machern des Lustigen Taschenbuchs von gegenwärtig populären Medienerscheinungen profitieren, aber hier war es einfach unnötig. Die einzig gute Geschichte ist diese hier:

1. Ein Fall für Detektiv Duck: Garantiert unverträglich (Schulnote 2,4)

Womit wir auch schon beim ziemlich breit ausgefallenen Mittelfeld angelangt wären. Dazu ist zu erwähnen, dass die durchschnittlichen Geschichten dieses Mal viel eher eine Tendenz nach unten als nach oben hatten. Am halbwegs ordentlichsten erschien uns eine Story, in der Micky und Goofy Urlaub machen und bei der Gelegenheit einen befreundeten Autor aufsuchen wollen, der jedoch verschwunden ist. Daraus ergibt sich eine lange Geschichte mit einigen Höhepunkten, in welcher der Schwenk zur griechischen Mythologie eine ziemlich hakelige Geschmackssache ist. »Randale auf der Ranch« ist indessen eine Sergei-Schlamassi-Geschichte, und wer unsere Meinung zu dem von Corrado Mastantuono ersonnenen Protagonisten kennt, der dürfte sich sehr genau vorstellen können, wie schwach der Rest der in diesem Band abgedruckten Comics gewesen sein muss, wenn wir eine Geschichte mit Schlamassis Beteiligung zur drittbesten des Bandes bestimmen. Dies hier waren also die Comics, die man gelesen haben kann, aber nicht gelesen haben muss:

2. Das Wunder von Katapulto (Schulnote 3,0)
3. Randale auf der Ranch (Schulnote 3,6)
4. Verhinderte Händel (Schulnote 3,8)
5. Die Dinos kommen! (Schulnote 3,8)
6. Ein Gast zum Gernhaben (Schulnote 4,2)
7. Immer dem Navi nach (Schulnote 4,4)

Gesondert negativ herausstellen müssen wir leider den Auftaktcomic, der durch eine extra dafür gezeichnete einseitige Überleitung schon im vorausgegangenen Buch angedeutet worden war. Bei »Sonne, Strand und Schnee« handelt es sich um eine Geschichte, bei der man sich ernsthaft die Frage stellen musste, wieso aus dem riesigen Fundus an Comics aus dem italienischen Magazin »Topolino« ausgerechnet dieser hier ausgewählt wurde, um übersetzt zu werden. Hieran war wirklich gar nichts unterhalsam. Die Erzählstruktur war schlecht, der Plot war schlecht, es fehlte jedwede Spannung, dass der Yeti an dem Schauplatz auftauchte, ergab keinen Sinn, und die Art und Weise, in der er agierte, erst recht nicht. Ein ganz übles Machwerk also, und wir können uns kaum erinnern, wann wir zuletzt auf einen solchen miesen Comic im Lustigen Taschenbuch gestoßen sind. Hier findet ihr unsere Analyse:

8. Sonne, Strand und Schnee (Schulnote 5,8)

Nicht separat besprochen haben wir den titelgebenden Comic »Extrem erfrischen!« sowie »König des Chaos: Der Erste und der Letzte«, da beide jeweils nur eine Seite lang waren und es somit wenig sinnreich gewesen wäre, sie auf die gleiche Weise analytisch auseinanderzunehmen, wie wir es bei den »langen« Geschichten tun.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz