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  Die Entenanalyse: Lustiges Taschenbuch 507
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Fünf unserer Mitarbeiter haben in den letzten Tagen das 507. Lustige Taschenbuch, das in der vergangenen Woche veröffentlicht worden war, gelesen und Comic für Comic bewertet. Das gute Stück trug aufgrund der ersten darin abgedruckten Geschichte, die sich mit der anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft beschäftigte, den Namen »Auf zum Titel!«, thematisierte aber nur sehr sporadisch den rollenden Ball ... was angesichts der oftmals sehr dürftigen Fußballstorys aus dem Duck-Universum nichts schlechtes ist. Im Vergleich zu dem Lustigen Taschenbuch, das im April veröffentlicht worden war und das wir für ziemlich gut befunden hatten, erwies sich dieses hier leider als eher enttäuschend.

Kommen wir zunächst zu den Teilen des Buchs, die man gelesen haben muss ... oder besser gesagt: Zu »dem« Teil, den man gelesen haben muss, denn als richtig gut empfanden wir nur eine einzige Story. Und selbst bei dieser war der eigentliche Aufhänger fragwürdig: Mit Hilfe einer Pflanze gelingt es Klaas Klever - wie auch immer das funktionieren soll - Dagobert Duck in diversen Geschäften auszubooten. Die beiden alten Milliardäre liefern sich daraufhin einen abenteuerlichen Wettlauf zu einem indigenen Volk, um an den übrigen Bestand des »Kaufmannskrautes« zu gelangen. Hier stimmten die Atmosphäre, die Wendungen und die friedliche Botschaft am Ende:

1. Das Kaufmannskraut (Schulnote 2,4)

Womit wir auch schon bei den Geschichten angelangt wären, die in die Kategorie »kann man lesen, muss man aber nicht« fallen. Im Normalfall machen diese mit Abstand den größten Teil des jeweiligen Lustigen Taschenbuchs aus, dieses Mal gab es jedoch leider mehr Comics, die noch eine Stufe schlechter bewertet werden mussten. Das größte Potenzial der »Durchschnittsstorys« hatte eigentlich ein Comic namens »Katz und Maus«, der an die Buchreihe über den sizilianischen Commissario Salvo Montalbano des großen italienischen Autors Andrea Camilleri angelehnt war. Das Problem daran war jedoch die Verschiedenheit der Zielgruppen, denn keiner der Camilleri-Fans in unserem Team liest Disney-Comics, und keiner unserer Comicleser interessiert sich für die Montalbano-Krimis. Daher erschlossen sich uns viele Anspielungen und Charaktere nicht. Sollte es Leser geben, die beide Zielgruppen in sich vereinen, dann ist für diese »Katz und Maus« vermutlich die beste Geschichte des Buchs. Dies hier war das Mittelfeld:

2. Auf zum Titel! (Schulnote 2,8)
3. Katz und Maus (Schulnote 3,4)
4. Phantomias macht blau (Schulnote 3,4)
5. Ohne Fleiß kein Schweiß (Schulnote 3,6)

Und damit wären wir dann beim Bodensatz angelangt, der die Hälfte des Buches ausmachte. Auch wenn uns schon häufig durchwachsene Lustige Taschenbücher begegnet sind, ist eine solch große Menge an mäßigen Storys schon außergewöhnlich. Dabei empfanden sie wir aus vollkommen unterschiedlichen Gründen als schwach: Mal erlebte man einen dauerplappernden Dussel Duck, dessen Sprechblasen über viele Seiten (buchstäblich) mit »Blabla« gefüllt wurden, mal verzichtete man komplett auf Sprechblasen und setzte stattdessen auf kaum zu erkennenden und humortechnisch überhaupt nicht funktionierenden Fernbedienungs-Slapstick, mal wurde ein vollkommen altbackenes und überholtes Frauenbild zum Aufhänger eines Comics gemacht. Kurzum: Hier gab es viel Stoff, über den man sich einfach nur ärgern konnte. Dies waren die Comics, die man besser direkt überspringen sollte:

6. Ein verrückter Tag (Schulnote 4,2)
7. Halunken von heute (Schulnote 4,2)
8. Lange Rede, wenig Sinn (Schulnote 5,2)
9. Komplette Kontrolle (Schulnote 5,4)
10. Eine Frage des Alters (Schulnote 5,6)

Im Gegensatz zum 506. Lustigen Taschenbuch, das zwei Einseiter enthielt, gab es dieses Mal keine Comics, die so kurz gewesen wären, dass wir auf eine Analyse verzichtet haben. Mit diesen sieben zehn ist das Lustige Taschenbuch mit der Nummer 507 also komplett gewesen.
Autorentags: Andrea Camilleri
 
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