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  Die Entenanalyse: Lustiges Taschenbuch 506
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In den vergangenen Tagen haben wir fünf Mitarbeiter unserer Webseite, die sich von Alters wegen eigentlich nicht mehr mit Comics für Kinder befassen sollten, auf die Geschichten aus dem Lustigen Taschenbuch mit der Nummer 506 angesetzt. Dieses trägt den Titel »Tatort Entenhausen« und ist seit dem 24. April erhältlich. Inzwischen haben sie das komplette Buch durch, so dass es an der Zeit ist, ein Fazit zu ziehen. Und siehe da: Es fällt durchaus positiv aus. Vergleichsweise viele Comics wussten uns zu gefallen, und bis auf einen ziemlich üblen Ausrutscher gab es nur sehr wenig, das man ernsthaft bemängeln konnte.

Beginnen wir mit den beiden wirklich guten Comics, die in das Buch eingebaut wurden und bei denen man wirklich sagen kann, dass es eine Freude war, sie zu lesen bzw. dass es schade gewesen wäre, wenn sie einem entgangen wären. Am positivsten waren wir dabei nach einem Comic gestimmt, der eine siebzig Jahre alte Geschichte von Carl Barks nochmal aufgegriffen hat. Der inzwischen leider verstorbene Altmeister der Entengeschichten beschäftigte sich zum Ende des Jahres 1951 mit dem Weihnachtsfest im Entenhausener Elendsviertel »Kummersdorf«, und genau dorthin führte der Weg im Comic »Auf Bares folgt Rares« zurück. Diese Story war außergewöhnlich gesellschaftskritisch, zeigte Entenhausen von einer Seite, die man ansonsten nicht zu Gesicht bekommt, und wurde bis zu einem erfreulichen Ende gut durcherzählt. Einzig der etwas alberne deutsche Titel war unangebracht. Als wirklich lesenswert empfanden wir zudem eine Geschichte, in der Oma Duck versucht, die Panzerknacker durch Arbeit auf ihrem Bauernhof von der schiefen Bahn wegzuführen. Dies hier sind die Links zu unseren Analysen der beiden Must-Reads:

1. Auf Bares folgt Rares (Schulnote 2,0)
2. Im Landknasthof (Schulnote 2,4)

Fünf Geschichten fielen unserer Meinung nach in die Kategorie derjenigen Comics, die man durchaus mal nebenher gelesen haben kann, bei denen es aber auch nicht allzu schlimm ist, wenn man sie sich entgehen lässt. Darunter fällt auch die Titelgeschichte, die speziell für den deutschen Markt verfasst wurde und eine etwas seltsame Gemeinschaftsproduktion mit der ARD-Krimireihe »Tatort« darstellt. Verschiedene Figuren aus der Fernsehserie wurden aufgegriffen, insbesondere der zu »Schimauski« umfunktionierte Kommissar Schimanski. Da wir selbst keinen Bezug zum »Tatort« haben und niemand von uns die Serie einschaltet (oder jemals regelmäßig eingeschalhet hat), hatten wir keine großen Wiedererkennungseffekte, dennoch war der Comic ganz okay. Das gleiche galt für eine Micky-Maus-Geschichte, die ebenfalls an die Welt von Film und Fernsehen angelehnt war und in die einige »prominente« Auftritte integriert wurden, sowie für drei weitere Geschichten, nämlich diese hier:

3. Tatort Entenhausen (Schulnote 2,8)
4. Die Traumfabrik (Schulnote 2,8)
5. Die Eine-Million-Taler-Münze (Schulnote 3,2)
6. Mathematik macht müde (Schulnote 3,4)
7. Gustav Gans' Grandhotel (Schulnote 3,6)

Damit bleibt dann noch die einzige Enttäuschung übrig, mit der das 506. Lustige Taschenbuch aufwartete. Dabei handelte es sich ausgerechnet um eine Phantomias-Geschichte. Diese wurde schon in den neunziger Jahren auf dem italienischen Comicmarkt veröffentlicht, und es dauerte geschlagene zwanzig Jahre, ehe eine deutsche Übersetzung angefertigt wurde. Wie sich uns nun gezeigt hat, war das langjährige Nichtübersetzen eine gute Entscheidung, und vermutlich wäre es besser gewesen, es dabei zu belassen. Der seltsam militaristisch angehauchte Comic, in dem ein riesiger und praktisch unbezwingbarer Roboter die Erde plattmachen will, passte in seiner Machart einfach nicht ins Disney-Universum. Unsere zugehörige Analyse findet ihr an der folgenden Stelle:

8. Das Erwachen der Vergangenheit (Schulnote 5,6)

Zwei Comics, die im Lustigen Taschenbuch mit der Nummer 506 abgedruckt wurden, waren jeweils nur eine einzige Seite lang: »Normal sein kann jeder: Blitzeblank« und »König des Chaos: Spieglein, Spieglein ...«. Da es keinen Sinn ergeben hätte, sie auf die gleiche Weise und mit dem gleichen Detailgrad zu analyisieren wie die übrigen Geschichten, haben wir sie an dieser Stelle übersprungen.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz