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  Die Entenanalyse: Liebe geht durch den Motor
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Vielleicht lag es daran, dass unsere Erwartungshaltung nach dem ziemlich schwachen 507. Lustigen Taschenbuch eher verhalten war, doch mit den Auftaktcomics zur Nummer 508 waren wir nicht unzufrieden. Der aktuelle Band trägt den Titel »Einfach entspannen!« und ist seit dem 19. Juni zu bekommen. Zuletzt haben wir den Kater-Karlo- und Schnauz-Comic »Die Raubtouristen« besprochen, und den zugehörigen Artikel könnt ihr nach wie vor an dieser Stelle finden. Nun ging es mit Phantomias weiter.

Liebe geht durch den Montor

Die Geschichte ist ein Stückchen jünger als die beiden anderen, die wir hier schon thematisiert haben. Ihre Erstveröffentlichung erfolgte am 23. August 2017 im italienischen Magazin »Topolino« unter dem Namen »Paperinik... il cuore è un motore«, was zu Deutsch in etwa »Phantomias: Das Herz ist ein Motor« bedeutet. Der 32 Seiten lange Dreireiher wurde von Tito Faraci ersonnen und anschließend von Silvia Ziche zeichnerisch umgesetzt.

Worum geht es?

Während sich Daniel Düsentrieb offenbar in einer Polarregion befindet und nicht eingreifen kann, ist Donald Duck mit Daisy in der Nähe von Entenhausen in seinem 313er unterwegs. Das Auto geht unmittelbar vor einer Werkstatt kaputt, doch da Düsentrieb für Donalds Phantomias-Einsätze einen »Superschockfroststrahler« in den Motorraum eingebaut hat, kann man das Auto trotzdem nicht so einfach von Mechanikern reparieren lassen. Da Donald dies zu spät einfällt, erhascht eine Mechanikerin namens Maya einen Blick auf das Wageninnere. Erst dann kann Donald - unter wütendem Protest von Daisy - das Auto davonschieben.

Spoiler

Mit Hilfe eines Sheriffs kann Maya herausfinden, wo Donald wohnt. Nachts sucht sie sein Haus auf und nimmt den 313er heimlich auseinander, um herauszufinden, was es mit dem mysteriösen Upgrade des Autos auf sich hat. Zur selben Zeit entsteigt ein überdimensioniertes Fischmonster dem Meer vor der Entenhausener Küste. Nachdem Donald dies mitbekommt, steigt er in den (inzwischen wieder zusammengebauten) 313er und fliegt in der Phantomias-Verkleidung zum Meer. Das riesige Monster nimmt dort gerade einen Rummel auseinander. Er will es mit seiner neuen Waffe einfrieren, doch diese versagt und frostet Phantomias selbst, so dass dieser vom Himmel fällt, was sofort von Schaulustigen mit deren Smartphones aufgezeichnet und ins Internet übertragen wird. Maya bekommt Wind von der Sache und düst zum Strand, wo sie Phantomias in allerletzter Sekunde vor dem Monster rettet. Sie offenbart ihm, dass sie weiß, wer er in Wirklichkeit ist, dass sie sein Auto auseinandergenommen hat, und dass sie es vermutlich zu schnell wieder zusammengebaut hat, was nun zu der Fehlfunktion geführt hat. Nun zerlegt sie es aufs Neue, um es zu reparieren, und sie schafft es haarscharf, es wieder zusammenzusetzen, ehe das Monster wieder auftaucht. Phantomias frostet das Ungetüm, woraufhin es sofort immer kleiner wird und sich wieder in einen normalen Fisch verwandelt. Der wenig später zurückgekehrte Daniel Düsentrieb erklärt dazu, dass es aufgrund der Kernstrahlung eines Meteors vermutlich zu der Mutation gekommen war. Damit er und Maya nichts mehr von Donalds Rolle in der Angelegenheit wissen, werden sie am Ende mit einer Vergall-Pille geblitzdingst.

Die Einschätzung

Die Qualität der Phantomias-Geschichten hatte in den vergangenen Ausgaben des Lustigen Taschenbuchs stark geschwankt. Eine in allen Belangen empfehlenswerte Geschichte war nicht dabei, aber einige durchaus ansprechende. Manche waren hingegen schlichtweg katastrophal. Diese hier sortierte sich am Ende im Bereich »in Ordnung« ein. Zufriedenstellend war schon mal, dass sich Phantomias hier einem richtigen Gegner entgegenstellen musste, während die Figur zuletzt regelmäßig in Storys involviert wurde, die mit der eigentlichen »Aufgabe« eines Superhelden wenig zu tun hatten. Dass es nun unbedingt ein mutierter Riesenfisch sein musste, ist natürlich wiederum diskutabel, denn es macht immer noch eine Stufe mehr Spaß, ihn gegen das Verbrechen ankämpfen zu sehen. Dass die Geheimidentität so leicht von einer Mechanikerin entlarvt werden konnte, während selbst engste Verwandte von Donald sonst nicht checken, dass er nachts für Recht und Ordnung in Entenhausen sorgt, könnte man natürlich auch kritisieren, wenn man es zwingend darauf anlegt, und dass es vorhersehbar war, dass die es am Ende wieder mal die »Deus ex machina« in Form der Vergall-Pillen geben würde, ebenso ... denn das ist einfach nur repetetiv und kein Running Gag oder dergleichen. Trotz allem war die Geschichte unterhaltsam, und sie hatte auch schöne Elemente, etwa auf dem Schlusspanel, auf dem Düsentrieb sicherstellt, dass er und Maya auch weiterhin in Kontakt bleiben können. Schlussendlich gab jeweils eine unserer Mitarbeiterinnen der Story die Noten Zwei und Drei, zwei entschieden sich für eine Vier, und einmal wurde die Schulnote Fünf verteilt. Das bedeutete schlussendlich den Durchschnittswert 3,6.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz