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  Die Entenanalyse: Kriminelle Kreuzfahrt
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Seit zweieinhalb Wochen ist das 560. Lustige Taschenbuch im Handel, und wir lassen »Ab an den Strand!« seitdem von fünf Testlesern in gewohnter Manier für uns durchschmökern. Zuletzt war der Comic »Hitzkopf gegen Schlaukopf« an der Reihe, der zwei Folgen einer Reihe umfasste, in der Dieter Düsentrieb der Sinn von Schulfächern beigebracht werden soll. Leider fand sich darin weder Spannung noch brauchbarer Humor noch irgendetwas anderes, um ihn auch nur halbwegs interessant zu machen. Ihr findet unsere Besprechung an dieser Stelle. Bei euch schneidet er nur unwesentlich besser als bei uns ab: Während wir ihn mit der Durchschnittsnote 5,0 abgestraft haben, liegt der Schnitt eurer Abstimmung bisher bei der Schulnote 4,75. Auf hoher See geht es nun weiter.

Kriminelle Kreuzfahrt

Dies ist der einzige Comic dieses Bandes, der weder speziell für das Lustige Taschenbuch geschrieben noch dem »Topolino«-Magazin entnommen wurde. Stattdessen entstammt »Kriminelle Kreuzfahrt« der vierzigsten Ausgabe des italienischen Phantomias-Magazins »Paperinik Appgrade«. Diese wurde im Dezember 2015 veröffentlicht. Der Zwanzigseiter stammt von Gabriele Panini und wurde von Emilio Urbano zeichnerisch umgesetzt. Der Originaltitel lautete »Paperinik e la crociera ad alto rischio«, was man mit »Phantomias und die hochgefährliche Kreuzfahrt« übersetzen kann.

Worum geht es?

Donald und Daisy unternehmen auf dem Luxusschiff »Krösus II« eine Kreuzfahrt. Kaum ist es Nacht, nähert sich ein Motorboot ihrem Schiff. Moderne Piraten entsteigen dem Boot, um die Kreuzfahrer mit Waffengewalt auszurauben.

Spoiler

Donald schleicht sich schnell von dannen, da er in seiner Kabine seine Phantomias-Ausrüstung hat. Daisy reagiert darauf wütend. Sie legt sich selbst mit den Piraten an und wird bewegungsunfähig gemacht. Phantomias erledigt die ersten Piraten mit seinem Antigravitationsstrahler, mit Schlafgas und mit Fußfesseln, ihm gehen aber schnell die Waffen und die Munition aus. Die letzten Piraten kann er deshalb nicht mehr überrumpeln. Als diese bemerken, dass er ein persönliches Interesse an Daisy hegt, nehmen sie sie kurzerhand mit und entführen sie. Die Piraten entkommen auf ihrem Motorboot, während Phantomias nur ein Ruderboot zur Verfügung steht. Dank der Propeller an seinen Schuhen gelingt es ihm trotzdem, die Ganoven einzuholen. Er stellt sich den Gangstern, doch da diese merken, dass er lediglich eine Signalpistole dabei hat, hat er keine Chance. Ihm gelingt es jedoch, die Signalpistole einmal in den Himmel zu feuern, und da er vorher den Kapitän des Kreuzfahrtschiffes gebeten hatte, die Entenhausener Küstenwache zu informieren, ist sogleich Unterstützung zur Stelle. Die Piraten werden verhaftet, während Phantomias schleunigst zurück zum Schiff rudert, um eher als Daisy dort anzukommen. Zurück in seiner Donald-Montur rechnet er fest damit, dass es nun Ärger mit seiner Verlobten gibt, doch diese ist ihm dankbar, dass er Phantomias gerufen hat. Donald ist so gerührt, dass er beschließt, Daisy darüber aufzuklären, dass er selbst Phantomias ist. Sie hält es jedoch für einen Scherz und rollt sich auf dem Boden vor Lachen.

Die Einschätzung

Wenn man bedenkt, wie abgebrannt Donald Duck eigentlich immer ist, ist es schon faszinierend, wie häufig er von den Comicmachern auf Kreuzfahrtschiffe verfrachtet wird. Am meisten hat uns an diesem Comic die letzte Seite geärgert, denn dass Donald Daisy verraten will, dass er Phantomias ist, nur weil sie sich nicht an seinem Verhalten stört, bricht einfach mit verdammt viel, das in den vergangenen Jahrzehnten aufgebaut worden ist ... selbst wenn es letztlich nichts macht, da Daisy ihrem Verlobten ja nicht glaubt. Abgesehen davon, dass Daisy als vollkommen töricht rüberkommt, denn es liegt noch näher als sonst, dass Donalds Geständnis stimmt, führt es viele Comics, in denen beispielsweise Vergall-Pillen zum Einsatz kommen müssen, um Phantomias' Identität zu bewahren, ad absurdum. Bis dahin ist es ein Phantomias-Comic der Kategorie »solala«, was bedeutet, dass er nicht mit Ideen daherkommt, die lange in Erinnerung bleiben werden, aber der den Helden immerhin mal wieder in einem klassischen Kampf gegen das Verbrechen zeigt. Die Zeichungen wollten uns indessen nicht so recht gefallen, dafür waren sie ein Stück zu sehr auf modern getrimmt. Von einem Mitglied unseres Testleserquintetts gab es am Ende die Note Drei, der Rest entschied sich für eine Vier. Summa summarum ergab dies den Durchschnittswert 3,8.


Wie fandet ihr "Kriminelle Kreuzfahrt"?
1
 
 99 (29,2%)
Schulnote 3
2
 
 89 (26,3%)
Schulnote 2
3
 
 79 (23,3%)
Schulnote 4
4
 
 39 (11,5%)
Schulnote 5
5
 
 22 (6,5%)
Schulnote 6
6
 
 11 (3,2%)
Schulnote 1
An der Umfrage haben 339 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz