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  Die Entenanalyse: Kosmische Tierwesen (und wo sie zu finden sind)
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Langsam neigt sich das Lustige Taschenbuch mit der Nummer 514, das seit dem 4. Dezember zu bekommen ist und »Der große Wurf« heißt, seinem Ende zu, und wir sind immer noch nicht sonderlich begeistert davon. Die Kater-Karlo-Story »Meisterschurken unter sich« erwies sich zuletzt als höchst durchschnittlich, wie wir euch an dieser Stelle berichteten. In dem Buch folgt ein Dreiseiter namens »Voller Energie«, der gehöriger Nonsens ist, den wir an der Stelle aber nicht näher thematisierieren wollen, da er die von uns für unsere Analysen festgelegte Zehn-Seiten-Marke nicht erreicht. Stattdessen machen wir mit einem Auftritt der Organisation zum Kampf gegen Monster aller Art (O.M.A.) weiter.

Kosmische Tierwesen (und wo sie zu finden sind)

Wenn wir richtig mitgezählt haben sollten, dann handelt es sich hierbei um die dreißigste Geschichte rund um die O.M.A., die im Lustigen Taschenbuch abgedruckt wurde, ein kleines Jubiläum also. Der Comic wurde nicht dem italienischen »Topolino«-Magazin entnommen, sondern eigens für dieses Lustige Taschenbuch und seine internationalen Pendants kreiert. Der 37 Seiten lange Dreireiher stammt von Byron Erickson, die Zeichnungen wurden (wie immer bei den O.M.A.-Storys) von Flemming Andersen realisiert. Der Originaltitel lautete »Eggs from Outer Space« (Eier aus dem Weltraum).

Worum geht es?

Donald und Dussel werden von ihrem Chef bei der Organisation zum Kampf gegen Monster aller Art herbeizitiert, da er einen »Riesenauftrag« für sie hat. Eine kosmische Riesenschildkröte hat ihre Eier auf einer tropischen Insel abgelegt. Klaas Klever will auf dieser Insel eine Hotelanlage bauen, und die beiden Agenten sollen dies so lange aufhalten, bis die Eier geschlüpft sind, ohne dass jemand den Grund für die Verzögerung mitbekommt.

Spoiler

Als der Bautrupp anrückt, lassen Dussel und Donald eine Horde Hologramme auf die Männer los, damit diese kehrt machen und flüchten. Einer der Bauarbeiter glaubt nicht daran, dass die Hologramme echt sind, doch zum Glück hat Donald sich (in Verkleidung) unter die digitalen Monster gemischt und versetzt dem Mann einen Tritt, woraufhin der Trupp endgültig das Weite sucht. Klaas Klever heuert daraufhin den professionellen Skeptiker Hubertus Humbug an, damit er den Vorfall vor Ort analysiert. Dussel und Donald machen Humbug daraufhin weis, dass es sich bei den Monstern um Halluzinationen handelte, die durch die Sporen einer riesigen Orchideenart ausgelöst wurden. Humbug holt postwendend den Bautrupp wieder herbei, dieses Mal mit Gesichtsmasken, um sich vor den Sporen zu schützen. Donald und Dussel täuschen einen Überfall vor, der nicht durch Halluzinationen ausgelöst wurde, sondern durch tatsächliche Monster. Außerdem rückt eine Horde echter Monster an, die von der O.M.A. engagiert wurden. Die Bauarbeiter flüchten endgültig, woraufhin die Eier in Ruhe fertigbrüten können. Die kleinen Riesenschildkröten schlüpfen, das Muttertier holt sie ab und verschwindet mit ihnen durch ein Loch in Himmelsdecke in Richtung Weltraum.

Die Einschätzung

Zuallererst: Angesichts des Titels könnte man ja vorab meinen, man würde mit dem Comic eine Hommage oder eine Persiflage zu Joanne K. Rowlings #fantastische Tierwesen* bekommen, doch weit gefehlt: Der Titel ist nicht mehr als Clickbaiting in gedruckter Form. Was man stattdessen bekommt, ist eine - gelinde gesagt - ganz schön krude Story, bei der man den Eindruck bekommen kann, dass die Erschaffer des Ganzen irgendetwas Lustiges geraucht haben müssen, allerhand wirre Einfälle miteinander kombiniert haben und dann abschließend nicht nochmal überprüft haben, ob das, was sie da zusammengebracht haben, auch nur in irgendeiner Weise funktioniert. Statt einer Hommega an Joanne K. Rowling ist das eher eine Hommage an sich selbst, denn das Ganze enthält zahlreiche Querverweise zu anderen Geschichten rund um die O.M.A., die teilweise vor vielen, vielen Jahren abgedruckt wurden. Und man muss schon mehr als nur ein Durchschnitts-Donaldist sein, um sich noch an die Nebenfiguren & Co. erinnern zu können oder irgendeinen persönlichen Bezug dazu zu haben, durch den die Querverweise einen nostalgischen Effekt auslösen konnten. Für alle anderen ist dies hier nichts anderes als ein konfuses Machwerk. Unseren Geschmack traf das leider gar nicht, und so gab es am Ende von jeweils einer unserer Mitarbeiterinnen die Noten Drei und Vier, zweimal wurde die Fünf vergeben, und einmal die Sechs. Dadurch ergab sich summa summarum der Durchschnittswert 4,6. Womit man langsam die Hoffnung für das Lustige Taschenbuch mit der Nummer 514 fahren lassen kann, denn das, was bis hierhin abgeliefert wurde, kann der letzte noch ausstehende Comic kaum wieder herausreißen.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz