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  Die Entenanalyse: Klub gegen Klub
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Ende April ist das 558. Lustige Taschenbuch erschienen, und wir lassen »Das Zeitportal« seitdem von fünf Mitarbeitern und Helfern unserer Seite lesen. Zuletzt war der Comic »Das Verkaufstalent« an der Reihe, in dem Dolly Duck Haushaltsgeräte verkaufen soll. Die Geschichte entpuppte sich als okay, wenn auch nicht als so gut, dass man sie lange in Erinnerung behalten würde. Ihr könnt unsere Besprechung an dieser Stelle nachlesen. Ihr seid deutlich kritischer als wir: Während wir die Schulnote 3,2 vergeben haben, liegt der Schnitt eurer Abstimmung bisher bei 3,99. Im Lustigen Taschenbuch folgte nun ein Sechsseiter namens »Die Heimwerkerprofis«, der nicht sonderlich unterhaltsam ist und den wir aufgrund seiner Kürze nicht näher thematisieren. Stattdessen geht es nun im Klub der Milliardäre weiter.

Klub gegen Klub

Bei diesem Comic wurde auf die Tube gedrückt: Erst vor rund einem Jahr, genauer gesagt am 10. Februar des Jahres 2021, erfolgte die Erstveröffentlichung im italienischen Magazin »Topolino«. »Klub gegen Klub« ist 28 Seiten lang und wurde von Marco Bosco ersonnen. Für die Zeichnungen war Francesco Guerrini zuständig. Der Originaltitel lautete »Zio Paperone & la contesa sociale«, was »Onkel Dagobert und der soziale Wettbewerb« bedeutet ... klingt beinahe so, als würde es der Fantastillionär mit einem Abmahnverein zu tun bekommen.

Worum geht es?

Nachdem er im Milliardärsklub erfährt, dass er bei einem geplanten Geschäft schon wieder von Dagobert Duck abgebügelt worden ist, verlässt Klaas Klever entnervt das Gelände und überlegt, wie er in Zukunft noch Spaß an dem Verein der reichen Männer haben könnte. Kurzerhand gründet er einen neuen Milliardärsklub.

Spoiler

Der in der »Villa Stenz« errichtete Klub ist wesentlich pompöser als das bisherige Vereinsgelände, und prompt werden fast alle Klubmitglieder von Klever angelockt. Auch Dagobert gibt sich die Ehre, doch er lässt sich nicht dazu herab, lange zu bleiben. Vielmehr geht er zurück in den alten Klub. Dort ist außer ihm nur noch ein weiterer alter Milliardär - ein Mann namens Reichle - geblieben. Er unterhält sich lange mit ihm, auf Dauer nerven ihn aber die ewig gleichen Storys, die er erzählt. Kurzerhand entschließt sich Dagobert, selbst einen neuen Milliardärsklub zu gründen. Das zugehörige Schloss ist noch einmal eine ganze Stufe pompöser als Klevers Villa. Dies führt dazu, dass sich die Milliardäre fortan zu exakt gleichen Teilen auf die beiden neuen Klubs verteilen. Um als »Gewinnerklub« dazustehen, versuchen Klever und Duck, Reichle davon zu überzeugen, in ihren jeweiligen Klub überzutreten. Der hört sich die streitenden Milliardäre eine Weile an und weist sie dann zurecht, dass nie die materiellen Annehmlichkeiten des Klubs der Sinn der Sache waren, sondern das gemeinsame Beisammensein. Die anderen Milliardäre erkennen, dass ihnen das Gemeinschaftliche in den beiden neuen Klubs fehlt, und so kehren sie in den ursprünglichen Klub zurück. Auch Dagobert und Klever erkennen an, dass sie übers Ziel hinausgeschossen sind, und streiten fortan wieder an alter Stelle miteinander. Das übertrieben edle Schloss verwandelt Dagobert derweilen in ein gehobenes Kurhotel, das zuverlässig Gewinne abwerfen wird.

Die Einschätzung

In einem Kommentar bei I.N.D.U.C.K.S. wurde die zeichnerische Qualität des Comics kritisiert, was uns zunächst überraschte, da es einige wirklich filigrane Bilder gibt, insbesondere was das Aussehen der imposanten Anwesen angeht, die im Laufe der Geschichte vorkommen. Tatsächlich hat der User aber nicht Unrecht, denn irgendwie ist die Qualität unstet: Mal sind Gesichter verzerrt (etwa das von Baptist im ersten Panel auf Seite 221), mal fehlen Hintergründe völlig und die Figuren hängen in der Luft (etwa im mittleren Panel auf Seite 229), mal wirken die Panels skizzenhaft. Und im nächsten Panel wird plötzlich auf jedes Detail bis hin zur Blumentextur des Teppichs geachtet. Sehr seltsam.

Die Geschichte selbst ist ansonsten wieder ganz okay. Man könnte damit argumentieren, dass es nicht so ganz zu den Charakteren der beteiligten Figuren - insbesondere zu Dagobert - passt, wie sie hier handeln. Wann hat man den reichsten Erpel der Welt schon mal dabei erlebt, wie er Millionen raushalt, um den Müßiggang anderer Milliardäre zu unterstützen, nur damit sie ihn besuchen? Aber wenn man davon einmal absieht, war es ein ganz ordentliches Kapitel im ewigen Wettstreit von Dagobert und Klaas Klever. Eines, bei dem Letzterer ausnahsmweise nicht wie ein Krimineller rüberkam, sondern als ganz in Ordnung, und allein schon dass hier nicht krampfhaft darauf hinausgearbeitet wurde, ihn im Schlussgag mal wieder seine Melone verzehren zu lassen, muss man den Machern anrechnen. Schlussendlich gab es von drei unserer Mitarbeiter die Note Drei, zweimal wurde die Vier vergeben. Solides Mittelmaß also.


Wie fandet ihr "Klub gegen Klub"?
1
 
 190 (44,0%)
Schulnote 3
2
 
 109 (25,2%)
Schulnote 4
3
 
 54 (12,5%)
Schulnote 2
4
 
 33 (7,6%)
Schulnote 5
5
 
 28 (6,5%)
Schulnote 1
6
 
 18 (4,2%)
Schulnote 6
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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz