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  Die Entenanalyse: KI - Kriminelle Intelligenz
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Vor einigen Wochen hatten wir auf unserer Webseite die Comics des 551. Lustigen Taschenbuchs nach und nach besprochen. »Gefahr für Micky« war - gelinde gesagt - eine einzige Enttäuschung und womöglich das schlechteste Lustige Taschenbuch seit langer, langer Zeit. Kein einziger Comic wusste zu überzeugen, ein nicht zu verachtender Teil war sogar so schwach, dass man besser von vorneherei einen Bogen darum machen sollte. In eurer Abstimmung erreichten neun von zehn der darin abgedruckten Comics eine Schulnote zwischen 4 und 5, unter unseren Testlesern waren es immerhin sieben von zehn. Eine Zusammenfassung unserer damaligen Artikel findet ihr an dieser Stelle.

Das Gute war: Eigentlich konnte es nun nur noch aufwärts gehen. Hoffentlich. Seit dem 9. November gibt es ein neues Lustiges Taschenbuch, nämlich die Nummer 552 mit dem Titel »70 Jahre Panzerknacker«. Wir haben wieder unsere fünf Testleser darauf angesetzt, und mit dem ersten Comic wollen wir heute loslegen.

KI - Kriminelle Intelligenz

Hierbei handelt es sich um den einzigen Comic dieses Bandes, der speziell für das Lustige Taschenbuch verfasst wurde. Fast alle anderen Beiträge entstammen dem italienischen Magazin »Topolino«, ein Comic wurde dem italienischen Paperino-Monatsmagazin entnommen. »KI - Kriminelle Intelligenz« ist dreißig Seiten lang und wurde von Sune Troelstrup geschrieben, die Zeichnungen steuerte Andrea Ferraris bei.

Worum geht es?

Mit einem Bagger versuchen die Panzerknacker den Geldspeicher zu stürmen, doch da sie sich darüber zerstreiten, wer das Steuer bedienen soll, schlägt ihr Versuch fehl. Dagobert Duck bekommt von alledem kaum etwas mit, da er sich gerade mit einem elektronischen Assistenten im Clinch befindet, den Daniel Düsentrieb für ihn gebaut hat. Als der Roboter einige Verbesserungen vorschlägt, die viel Geld kosten würden, befördert Dagobert das Gerät kurzerhand aus dem Geldspeicher. Es landet den Panzerknackern vor den Füßen und berät fortan nicht mehr den Fantastilliardär, sondern dessen Gegenspieler.

Spoiler

Die künstliche Intelligenz entwickelt einen ausgefeilten Plan, um das Geld aus dem Geldspeicher zu holen. Mit einem Tunnelbohrer machen sich die Panzerknacker kurzerhand auf den Weg. Der Roboter sorgt dafür, dass sie sich nicht gegenseitig in die Quere kommen und sich nicht wieder zerstreiten, und siehe da: Es gelingt, Dagoberts Geld abfließen zu lassen und den Geldspeicher dann wieder mittels einer Explosion wieder zu verschließen, so dass Dagobert dem Geld nicht mehr folgen kann. Die Polizei geht daraufhin davon aus, dass das Geld in ein Sinkloch abgeflossen ist und geht nicht von einem Verbrechen aus. Da der Roboter die Buchhaltung der Panzerknacker fälscht, können sie den Polizisten bei einer Prüfung sogar glaubhaft machen, dass sie ihren frisch gewonnenen Reichtum auf redliche Weise verdient haben. Während Dagobert beginnt, sein Vermögen neu aufzubauen, lassen es sich die Panzerknacker eine Weile lang gut gehen, bis sie beginnen, sich zu langweilen. Ihr Frust wird so groß, dass sie entgegen des Rates ihres Roboters beschließen, Dagoberts inzwischen schon wieder hinzuverdientes Geld ebenfalls zu stehlen. Sie planen den Einbruch selbst, fliegen mit Hubschraubern zum Geldspeicher und erbeuten zunächst jede Menge Taler, bis sie auf der Flucht wieder daran scheitern, dass sie sich zerstreiten. Dadurch verlieren sie am Ende alles, ihr Geldversteck wird entdeckt und Dagobert erhält all seine Taler zurück. Den Panzerknackern gelingt es erfolgreich, sich vor der Polizei zu verstecken und immerhin einen Taler von der Beute zu behalten, und über diesen freuen sie sich am Ende wie ein Schnitzel.

Die Einschätzung

Womöglich wurden wir durch das schwache vorangegangene Lustige Taschenbuch weichgeklopft, aber tatsächlich empfanden wir diesen Auftakt zum neuen Band als gar nicht mal so übel. Hier und dort könnte man vielleicht ein bißchen Salz in der Suppe finden, wenn man es speziell darauf anlegen würde. Dass es die Panzerknacker und ihre künstliche Intelligenz wieder einmal mit dem Bohren von Tunneln unter dem Geldspeichern versuchen, hat beispielsweise einen Bart, der inzwischen schon so lang ist wie der des seligen Dusty Hill. Das Gute ist: Man empfindet es beim Lesen als gar nicht schlimm, denn durch ihren elektronischen Begleiter wirkt der Versuch der Panzerknacker trotzdem ein ganzes Stück frischer und unverbrauchter als üblich. Auch dass die Gangster mit ihrem Wirken tatsächlich mal zum Erfolg kommen und inmitten des Erfolges erkennen, dass bei ihnen der Weg das Ziel ist und sie sich nicht einfach zurücklehnen können, gibt der Truppe einen ganz neuen Dreh. Das Ende wirkt regelrecht herzlich ... auf seine spezielle Weise. Zu einem überragenden Comic macht all dies »KI - Kriminelle Intelligenz« zwar noch nicht, aber man kann durchaus davon sprechen, dass diese Geburtstagsgeschichte der Panzerknacker zu den gelungeneren zählt. Interessant ist übrigens, dass auch das Micky Maus Magazin das siebzigste Jubiläum der Panzerknacker mit einem Comic gefeiert hatte, in dem die Ganoven einen Berater an die Seite bekamen ... damals nur keinen elektronischen, sondern eine Ente, wie ihr an dieser Stelle nachlesen könnt. Wir sind jedenfalls nicht unzufrieden, und da sich zwei unserer Mitarbeiterinnen für die Note Zwei entschieden und der Rest für eine Drei, kamen wir hier bei der Durchschnittsnote 2,6 durchs Ziel.


Wie fandet ihr "KI - Kriminelle Intelligenz"?
1
 
 117 (30,0%)
Schulnote 3
2
 
 99 (25,4%)
Schulnote 4
3
 
 76 (19,5%)
Schulnote 2
4
 
 45 (11,5%)
Schulnote 5
5
 
 40 (10,3%)
Schulnote 1
6
 
 13 (3,3%)
Schulnote 6
An der Umfrage haben 390 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz