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  Die Entenanalyse: Im Sparverein
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Vor vierzehn Tagen ist mit »Reise zur Erdmitte« der 550. Band des Lustigen Taschenbuchs erschienen. Wie gewohnt, so haben wir auch dieses Mal wieder einen Fünferpack an Mitarbeitern darauf angesetzt, das gute Stück zu lesen. Zuletzt beschäftigten sie sich mit dem überdurchschnittlich langen Comic »Die Abenteuer des Sir Mausleton«, der eine (tatsächliche) historische Antarktis-Expedition thematisiert. Wir empfanden den Comic als ordentlich, wenn auch nicht als ganz so gut, wie wir uns das im Vorfeld erhofft hatten. Den zugehörigen Beitrag findet ihr an dieser Stelle. Ihr wart größzügiger als wir: Während wir im Schnitt die Schulnote 2,6 vergeben hatten, liegt der Schnitt eurer Abstimmung derzeit bei 2,30. Weiter ging es mit einem Entenhausener Großereignis.

Im Sparverein

Mit 21 Seiten gehört dieser Dreireiher zu den kürzeren Geschichten in diesem Lustigen Taschenbuch. Er wurde am 19. Januar des Jahres 2016 im italienischen Magazin »Topolino« unter dem Titel »Zio Paperone e il club dei parsimoniosi« veröffentlicht, was man mit »Onkel Dagobert und der Klub der Sparsamen« übersetzen kann. 2019 erschien er auf Griechisch, der dortige Titel bedeutete übersetzt »Der Klub der Geizhälse«. Valentina Camerini hatte die Idee zu dem Comic, Ettore Gula setzte ihn zeichnerisch um.

Worum geht es?

In Entenhausen steht der Jahrestag der Stadtgründung an. Eigentlich müsste dieser groß gefeiert werden, doch in der Stadtkasse herrscht Ebbe. Der Bürgermeister ist verzweifelt. Ein Berater empfiehlt ihm, die Entenhausener darum zu bitten, Ideen zu liefern. Klaas Klever greift dies auf und plant mit dem Milliardärsclub eine besonders freigiebige Investition, was Dagobert Duck ganz und gar nicht schmeckt.

Spoiler

Klevers Idee ist ein Freizeitpark, der die Geburtsstunde Entenhausens thematisiert. Dagobert weigert sich, Geld dafür zu investieren, und kündigt an, selbst einen Vorschlag einzureichen. Gemeinsam mit dem »Entenhausener Sparverein«, dessen Vorsitzender er ist, schlägt er eine Emil-Erpel-Statue aus Recyclingmaterial vor. Der Entenhausener Bürgermeister gibt Dagobert daraufhin - warum auch immer - den Zuschlag. Dagobert lädt die Mitglieder des Sparvereins in den Geldspeicher ein und lässt sie dort den Pferdewagen errichten, der den Mittelpunkt der Installation darstellt. Um zu sparen, bedienen sich die Männer an Einrichtungsgegenständen aus dem Geldspeicher ... und zwar so sehr, dass Dagobert irgendwann gehörig die Nase voll hat. Trotzdem wird der Wagen fertig, und bei der Präsentation soll Dagobert den Emil Erpel spielen. In der Nacht vor der Veranstaltung versuchen die Panzerknacker, den Wagen zu stehlen, doch sie haben die Rechnung ohne Dagobert gemacht, der in dem Gefährt übernachtet. Der reichste Erpel der Welt sorgt für die Verhaftung der Schurken. Anschließend wird er über den Klee vom Bürgermeister gelobt. Am Ende bittet er ihn, ihn zum Präsidenten des Milliardärsvereins zu machen, da er festgestellt hat, dass er lieber der Geizigste unter den Milliardären als der Reichste im Sparerverein ist.

Die Einschätzung

In der Geschichte stecken einige gehörige logische Probleme. Weshalb sollte der Bürgermeister die Statue dem Freizeitpark vorziehen, wenn beides doch gar nicht aus der Entenhausener Stadtkasse bezahlt werden müsste? Es wäre schließlich in seinem Interesse, den Bürgern ein möglichst rauschendes Spektakel zu bieten. Klaas Klever amüsiert sich über die potenzielle Reaktion der Entenhausener auf die Recycling-Statue, doch wie die Entenhausener sie wirklich beurteilen, wird nicht thematisiert, die Story bricht vorher ab. Der Einbruchsversuch der Panzerknacker scheint wie ein schwacher Versuch, den Comic noch ein paar Seiten auszudehnen. Ach ja, und wieso kann eigentlich der Bürgermeister bestimmen, wer der Präsident des Milliardärsklubs wird? All das und einige andere Aspekte verleihen dem Comic einen äußerst eigenartigen Gesamteindruck. Weder die Zwischengags (die Selbstbedienungs-Einlagen des Sparvereins) noch der Schlussgag zünden. Bei der Sprechblase »Ist alles in Ord?« wurde Mist gebaut. Einen gewissen Unterhaltungseffekt hat der Comic trotz allem - wie gesagt, er ist eher merkwürdig als schlecht -, aber zu einer ordentlichen Bewertung reicht es hinten und vorne nicht. Am Ende vergaben drei unserer Mitarbeiter die Note Vier, und jeweils einmal wurden die Fünf und die Sechs vergeben. Damit landeten wir im Durchschnitt bei der Note 4,6.


Wie fandet ihr "Im Sparverein"?
1
 
 123 (32,0%)
Schulnote 5
2
 
 100 (26,0%)
Schulnote 6
3
 
 58 (15,1%)
Schulnote 4
4
 
 55 (14,3%)
Schulnote 3
5
 
 35 (9,1%)
Schulnote 1
6
 
 13 (3,4%)
Schulnote 2
An der Umfrage haben 384 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz