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  Die Entenanalyse: Im Pendel der Zeit
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Seit dem 30. März gibt es ein neues Lustiges Taschenbuch, nämlich die Nummer 544 mit dem Titel »Fast schon zu furios!«. Seit Kurzem lassen wir es von fünf Mitarbeitern unserer Seite lesen, und diese empfanden die beiden Auftaktcomics als überraschend gut. Überraschend vor allem deshalb, weil sie nach den eher dürftigen letzten Bänden ziemlich leidgeprüft waren. Die zuletzt thematisierte Geschichte »Neues aus der Geschäftswelt« kam jedenfalls richtig gut weg, wie ihr an dieser Stelle nachlesen könnt. Eure Meinung weicht dieses Mal jedoch deutlich von unserer ab: Während wir dem Comic die Note 2,2 gegeben haben, ist der Schnitt eurer Abstimmung bisher lediglich eine 3,13. Im Lustigen Taschenbuch ging es derweilen mit Micky Maus weiter.

Im Pendel der Zeit

Wie schon »Neues aus der Geschäftswelt«, so ist auch das »Pendel der Zeit« aufgrund seiner Länge eine zweigeteilte Geschichte, wobei die beiden Parts in dem Fall nicht durch einen anderen Comic unterbrochen wurden, sondern unmittelbar hintereinander gedruckt wurden. Auch dieser Geschichte ist vergleichsweise jung, denn sie wurde erst am 19. August des letzten Jahres erstmals im italienischen Magazin »Topolino« abgedruckt. Damals hieß die insgesamt 38 Seiten lange Story »Topolino e le giornate malfunzionanti«, was zu Deutsch in etwa »Micky Maus und die nicht richtig funktionierenden Tage« bedeutet. Während die beiden einzelnen Teile im Italienischen keine Untertitel hatten, wurden sie hierzulande »Von Tag zu Tag« und »Eine Wahrheit kommt selten allein« getauft. Geschrieben und gezeichnet wurde das gute Stück von Casty alias Andrea Castellan.

Worum geht es?

Nachdem Micky den Tag mit Minnie verbracht hat, verabredet er sich mit ihr für den nächsten Vormittag und geht nach Hause. Auf dem Heimweg verabredet er telefonisch mit Kommissar Hunter, einen potenziellen Gangster am nächsten Nachmittag zu beschatten. Ehe Micky daheim ankommt, beobachtet er einen merkwürdigen Blitz, und dieser schlägt ausgerechnet in das Dach seines Hauses ein. Im Gebäude scheint jedoch alles in Ordnung zu sein. Micky legt sich schlafen, und als er wieder erwacht, ist nichts mehr so, wie es vorher war.

Spoiler

Am neuen Tag weiß Minnie nichts mehr von der Verabredung, der vermeintliche Dieb stellt sich als talentierter Gitarrist heraus, die Freiheitsstatue steht in Paris (wo es allerdings auch wirklich fünf Freiheitsstatuen gibt, und der Eiffelturm befindet sich nun plötzlich in New York. Einen Tag später ist plötzlich wieder alles ganz normal. Der versetzte Kommissar Hunter hält Micky daraufhin ebenso für überarbeitet, wie Minnie es tut. Minnie setzt daraufhin den Gatten einer Freundin - augenscheinlich einen Wissenschaftler - auf ihn an. Am nächsten Tag ist plötzlich wieder alles verdreht. Das Fußballspiel, das sich Micky mit Goofy am Abend angesehen hat, ist genau umgekehrt ausgegangen, der Eiffelturm steht wieder in New York, und so weiter. Im Internet stößt Micky auf den Hinweis, er könne an einem »Polirealitätspendeln« leiden. Um Gewissheit zu erlangen, besucht er einen Professor, der sich mit ihm für den nächsten Tag verabredet. Ehe es soweit ist, wird Micky von einem seltsamen Mann mit einem Hammer attackiert. Am nächsten Tag ist der Professor kein Professor mehr, so dass aus dem Termin nichts wird. Der unbekannte Hammerangreifer ist hingegen auch hier hinter Micky her. Der Mann stellt sich als der »Experte für Eigenartigkeiten« heraus, den Minnies Freundin auf Micky losgelassen hat. Als der Professor wieder der Professor ist, erläutert er Micky, dass durch den Blitzschlag ein Dimensionstor geöffnet wurde, durch das der Mäuserich nun zwischen den Realitäten pendelt. Um das Problem zu lösen, müssen die beiden Mickys zur gleichen Zeit am gleichen Ort schlafen. Das wird zu einem schwierigen Unterfangen, da der Hammermann keine Ruhe gibt und Micky verschleppt. Am Ende klappt es trotzdem. Der Hammer ist am Ende sogar hilfreich, um Micky rechtzeitig ins Reich der Träume zu befördern. Als alles wieder beim Alten ist, stellt sich heraus, dass aus dem potenziellen Gangster auch im richtigen Leben ein guter Gitarrist geworden ist, da er zwischendrin von Micky diesen Vorschlag bekommen hatte und ihn befolgt hat.

Die Einschätzung

Man wagt es sich beinahe nicht, es auszusprechen: Auch diese Geschichte war überzeugend. Wir sind noch nicht einmal bei der Hälfte des Lustigen Taschenbuchs angelangt, und schon jetzt können wir mit Gewissheit sagen, dass es sich um das bis heute beste Lustige Taschenbuch handelt, das in diesem Jahr herausgegeben wurde. Die Idee, Micky zwischen zwei verschiedenen Realitäten wechseln zu lassen, birgt zwar einige logische Fallstricke, an denen man sich auslassen könnte und mit deren Hilfe man den Comic ausführlich zerreden könnte, aber wenn man es nicht so bierernst sieht, dann erhält man hier eine Geschichte mit einer frischen und unverbrauchten Idee, die ziemlich gut funktioniert. Trotz der 38 Seiten kommt an keiner Stelle das Gefühl auf, man wäre an einem Durchhänger angelangt, vielmehr hat man beim Lesen sogar den Eindruck, Casty hätte ein bißchen weniger durch die Seiten hetzen können. Aber auch das ist nicht schlimm. Auf jeden Fall eine gelungene Kombination aus Idee, inhaltlicher Umsetzung, anständigen Zeichnungen und einem »runden« Ende. Letztlich entschieden sich drei Mitarbeiter unserer Seite, »Im Pendel der Zeit« mit der Note Zwei zu bewerten, zwei vergaben eine Drei. Damit landeten wir hier summa summarum bei der Durchschnittsnote 2,4.


Wie fandet ihr "Im Pendel der Zeit"?
1
 
 166 (41,1%)
Schulnote 2
2
 
 115 (28,5%)
Schulnote 1
3
 
 66 (16,3%)
Schulnote 3
4
 
 25 (6,2%)
Schulnote 4
5
 
 24 (5,9%)
Schulnote 5
6
 
 8 (2,0%)
Schulnote 6
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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz