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  Die Entenanalyse: Im Glücksnebel
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Am 5. Januar ist mit »Der Schatz der Pinguine« eine neue Ausgabe des Lustigen Taschenbuchs erschienen, genauer gesagt der 541. Band. Wir lassen die einzelnen Comics seit mehreren Tagen nach und nach von einem Quintett an Mitarbeitern lesen. Zuletzt war die Geschichte »Das Gold der anderen« aus der Reihe über die »Legende des ersten Phantomias« das Thema, und sie entpuppte sich als der zweite empfehlenswerte Comic des Bandes. Ihr findet unsere Analyse an dieser Stelle. Ihr empfandet »Das Gold des anderen« bei der zugehörigen Abstimmung bis dato sogar noch besser als wir (Unsere Schulnote: 2,4, eure Note: 2,01). Weiter ging es mit Gustav Gans ... im Weltraum.

Im Glücksnebel

Hierbei handelt es sich um einen Comic, der ein knappes halbes Jahrzehnt auf dem Buckel hat: Am 13. September des Jahres 2016 wurde er erstmals im italienischen Magazin »Topolino« veröffentlicht. Damals trug der 26 Seiten lange Dreireiher den Titel »Gastone e il pianeta della fortuna scomparsa«, was zu Deutsch »Gustav Gans und der Planet des fehlenden Glücks« bedeutet. In Griechenland erschien 2019 eine Übersetzung, überall sonst musste man bisher darauf warten. Geschrieben wurde das Ganze von Gabriele Panini, für die zeichnerische Umsetzung war Alessandro Gottardo der Verantwortliche.

Worum geht es?

Als er eines Nachts mit dem Auto herumfährt, stürzt ein außerirdisches Raumschiff vor Gustav Gans ab. Eine weibliche Alien-Ente steigt aus, die ihre Erinnerungen verloren hat. Sie wird von drei hünenhaften Alien-Erpeln bedroht, die dank Gustavs Glück außer Gefecht gesetzt werden. Gustav und Nettie - so der Name der Aliendame - entkommen im Raumschiff und flegen zu Netties Planeten.

Spoiler

Nach und nach kehren Netties Erinnerungen zurück. So erfährt der Leser, dass ihr Planet stets von einer Wolke gasförmigen Glücks umgeben war, wodurch seine Bewohner Tag für Tag im Glück badeten. Irgendwann trug es sich zu, dass sich der Nebel auflöste. Auf dem Planeten angekommen, wird Nettie von ihrem (angeblichen) Freund Batsy in Empfang genommen, an den sie sich jedoch nicht erinnern kann. Wenig später erkennt sie, dass er gar nicht ihr Freund ist. Vielmehr ist er der Erpel, der ihr die drei Hünen auf den Hals gehetzt hatte. Und diese sind sogleich auch wieder zur Stelle. Mehr noch: Batsy entpuppt sich als derjenige, der den Nebel abgesaugt hat und in kleine Behälter abgefüllt hat. Einen Teil davon will er zu horrenden Preisen verkaufen, den Rest für sich selbst behalten. Mittels seines Glücks hackt sich Gustav ohne jeden Aufwand in das 28stellige Passwort ein, mit dem Batsy seine Sicherheitssysteme geschützt hat. Er entlässt den Glücksnebel wieder in die Atmosphäre. Batsys Männer sollen sich auf Gustav stürzen, doch sie werden von einem Fass getroffen, dass Habakuk Julius Duckinsson - der Weltmeister im Fasswerfen - von der Erde (!) bis auf den Planeten geworfen hat. Die Ganoven sind damit ausgeschaltet, und Nettie bringt Gustav zur Erde zurück. Dort gibt Nettie dem Schoßkind des Glücks ihre Telefonnummer. Diese wird zerstört, doch Gustav kann einfach wahllos ein paar Ziffern in sein Telefon drücken, er wird durch sein Glück wieder mit Nettie verbunden werden.

Die Einschätzung

Nun ja. Science-Fiction-Storys im Duck-Universum sind ohnehin so eine Sache für sich ... richtig gut sind sie selten. Erst im vergangenen Monat hatte sich dies gezeigt, als der Comic Helden im Hyperraum im 540. Lustigen Taschenbuch abgedruckt worden war und sich prompt als der (mit Abstand) schlechteste Beitrag des Buches herausstellte. Auch dieses Mal müssen wir leider schreiben, dass kein sonderlich gutes Machwerk herausgekommen ist. Allein die Prämisse, dass Glück irgendeine physisch existente Sache wäre, die als Nebel um einen Planeten schwebt und in Flaschen abfüllbar ist, ist gehöriger Murks. Hinzu kommt noch, dass Gustav Gans ohne andere »bekannte« Protagonisten aus dem Duck-Kosmos ziemlich verloren wirkt. Allein schon deshalb, weil er einfach kein hundertprozentiger Sympathiecharakter ist, erst recht, wenn man ihn sein Glück gezielt ausspielen lässt. Und dass er sich hier mal eben innerhalb kürzester Zeit in eine Alien-Ente verliebt, obwohl er eigentich auf der Pirsch nach Daisy Duck sein dürfte, passt nicht zu seiner Figur. Last und least: Dass Habakuk Julius Duckinsson ein Fass von der Erde auf einen fremden Planeten wirft, ist eine Beleidigung des Verstands der Leser. Kurzum: Das war einfach ziemlich mäßig. Am Ende vergab einer unserer Mitarbeiter die Schulnote Vier, die übrigen vier entschieden sich für die Note Fünf, so dass wir summa summarum beim Durchschnittswert 4,8 landeten.


Wie fandet ihr "Im Glücksnebel"?
1
 
 175 (48,6%)
Schulnote 6
2
 
 112 (31,1%)
Schulnote 5
3
 
 50 (13,9%)
Schulnote 4
4
 
 13 (3,6%)
Schulnote 3
5
 
 8 (2,2%)
Schulnote 2
6
 
 2 (0,6%)
Schulnote 1
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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz