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  Die Entenanalyse: Im Falle des Brotes
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Drei Comics aus dem 559. Lustigen Taschenbuch, das den Titel »Eine handfeste Erfindung« trägt und seit dem vergangenen Dienstag im Handel ist, haben unsere fünf Testleser inzwischen durchgeschmökert. Die zuletzt von ihnen gelesene Geschichte »Ein Scherz kommt selten allein« erwies sich als eine ziemliche Katastrophe, die den halbwegs ordentlichen Eindruck der Auftaktstorys kaputtmachte. Unsere Besprechung findet ihr an dieser Stelle. Ihr seid bis dato ähnlich kritisch: Wir hatten die Schulnote 5,0 vergeben, bei eurer Abstimmung liegt der Schnitt bei 5,05. Nun geht es mit dem (in Wirklichkeit nicht existierenden) Problem weiter, dass beschmierte Butterbrote beim Herunterfallen immer auf der Butterseite landen.

Im Falle des Brotes

Der Comic ist ziemlich genau zwei Jahre alt: Am 13. Mai 2020 erschien er erstmals im italienischen »Topolino«-Magazin. Damals war der 24 Seiten lange Dreireiher mit »Newton Pitagorico e il problema delle fette imburrate« benannt worden, was »Daniel Düssentrieb und das Problem der gebutterten Scheiben« bedeutete. Die Story wurde damals von Marco Nucci ausgebrütet und von Stefano Intini gezeichnet.

Worum geht es?

Daniel Düsentrieb scheitert daran, für Dussel Duck einen Weg zu finden, dafür zu sorgen, dass beschmierte Butterbrote nicht mehr auf die Belagseite fallen. Er glaubt, die Wissenschaft sei bei dem Problem an ihre Grenzen gestoßen. Dieter Düsentrieb will nachweisen, dass Daniels Vermutung falsch ist.

Spoiler

Dieter probiert zahllose Ideen durch, schlussendlich muss er jedoch feststellen, dass all seine Versuche genauso scheitern wie die seines Onkels. Kurzerhand baut er einen Roboter namens »Keinstein Nummer Eins«, der an seiner Stelle das Problem lösen soll. Während der Roboter werkelt, legt er sich eine Runde aufs Ohr. Als er wieder erwacht, realisiert er, dass Keinstein Nummer Eins seinerseits einen größeren zweiten Keinstein gebaut hat, um das Problem an seiner Stelle zu lösen. Dieser hat wiederum einen größeren dritten Keinstein gebaut, und so weiter. Nun ziehen riesige Roboter durch die Stadt und beschmieren alles, was sich beschmieren lässt. Dieter ruft Tick, Trick und Track herbei, damit sie gemeinsam mit ihm die Robotergruppe stoppen. Dazu gilt es, das Butterbrotproblem zu lösen, denn sobald dies geschafft ist, würden sich die Roboter von selbst abschalten. Dies gelingt, indem die Ducks die Aufmerksamkeit der Roboter auf sich lenken und sie von den von ihnen gehorteten Buttervorräten wegzulotsen. Dieter nutzt die Ablenkung aus, schmiert ein Brot mit Butter voll und schnallt es Dussels Katze Schnurri auf den Rücken. Als er den Robotern vorführt, dass die Katze auf ihren Pfoten landet und die Belagseite des Brotes damit nicht mehr auf den Boden fällt, deaktivieren sich die Maschinen. Und nicht nur das Roboterproblem ist damit beseitigt, Dussel Duck gibt sich auch mit der katzengestützten Lösung seines Butterbrotproblems zufrieden.

Die Einschätzung

Die beiden negativen Aspekte schicken wir mal vorneweg: Erstens mochten wir die Zeichnungen nicht sonderlich. Zwar wurde hier viel Wert aufs Detail gelegt, doch dem stehen künstlerisch entgleiste Gesichtszüge entgegen, etwa Dussels Miene auf dem unteren Panel der Einstiegsseite, und vieles ist ein Stück zu sehr überzeichnet worden. Natürlich sollte dies witzig wirken, Comics diesen Stils kommen zwischen den klassischer gezeichneten Geschichten aber jedes Mal ziemlich trashig rüber. Der zweite negative Aspekt: Wir haben von Anfang an darauf gehofft, dass sich die Macher nicht entblöden würden, den uralten Witz mit der Katze, der man eine Scheibe Brot auf den Rücken binden könnte, zu bringen. Sie haben es doch gemacht. Nun ja.

Trotzdem schaffte es der Comic, uns zu »kriegen«, nämlich spätestens ab dem Moment, in dem Roboter Keinstein Eins auf die Idee kam, sich selbst einen eigenen Roboter zu bauen. Das war tatsächlich mal ein kreativer und unerwarteter Einfall. Und so entwickelt sich hier auch ohne große Spannung und allzu großen Humor eine ziemlich unterhaltsame Geschichte, die es schafft, den schlechten Eindruck von »Ein Scherz kommt selten allein« wieder wegzuwischen. Am Ende gab es von einer Testleserin die Note Zwei, der Rest legte sich auf die Schulnote Drei fest. Damit sind wir hier im Durchschnitt bei einer 2,8 gelandet.


Wie fandet ihr "Im Falle des Brotes"?
1
 
 144 (32,5%)
Schulnote 4
2
 
 134 (30,2%)
Schulnote 5
3
 
 67 (15,1%)
Schulnote 2
4
 
 39 (8,8%)
Schulnote 3
5
 
 37 (8,4%)
Schulnote 1
6
 
 22 (5,0%)
Schulnote 6
An der Umfrage haben 443 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz