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  Die Entenanalyse: Herzlich willkommen!
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Während die Qualität der Comics im Lustigen Taschenbuch bisweilen wild hin- und herspringt, bewegte sich das Lustige Taschenbuch mit der Nummer 505 bisher auf einem sehr gleichförmigen und ziemlich durchschnittlichen Level. »Bisher« bedeutete in unserem Fall zehn von elf Geschichten, denn der zuletzt analysierte Comic »Geheimnisse der Tiefe« war bereits die vorletzte darin enthaltene Story. Nun haben sich fünf Mitarbeiter unserer Seite, die dafür eigentlich schon viel zu alt sind, auch noch an den Abschlusscomic des Buchs gewagt.

Herzlich willkommen!

Hierbei handelt sich um einen der vielen Lustiges-Taschenbuch-Comics, die ursprünglich aus dem italienischen Wochenmagazin »Topolino« stammen. Dort wurde er am 18. Januar 2017 erstmals abgedruckt. Dass man sich binnen einen Jahres dazu entschied, bereits eine Übersetzung anzufertigen, machte Hoffnungen, dass es sich dabei um einen ganz guten Comic handeln könnte. Der dreißig Seiten lange Dreireiher hieß im Original »Zio Paperone e il mistero dei cartelli amichevoli«, was zu Deutsch »Onkel Dagobert und das Geheimnis der freundlichen Schilder« bedeutet. Geschrieben wurde das Ganze von Giorgio Fontana, für die zeichnerische Umsetzung war Ottavio Panaro verantwortlich. Hierzulande druckte der Egmont Verlag den Comic als finale Geschichte des Lustigen Taschenbuchs mit der Nummer 505 ab, das »Zutritt verboten!« heißt und seit dem 27. März 2018 zu bekommen ist.

Worum geht es?

Nach einem profitablen Vormittag schlendert Dagobert Duck aus seinem Geldspeicher heraus, um in den Park zu gehen. Noch ehe er den Glatzenkogel verlässt, bleibt er schockiert stehen, denn die Schilder, die Besucher abschrecken sollen, wurden ausgetauscht. Statt unfreundlicher Botschaften befinden sich nun allerhand gastfreundlich wirkende Schilder rund um seinen Geldspeicher. Dagobert lässt sie so schnell wie möglich ersetzen, doch nur eine Woche später befinden sich wieder freundliche Schilder auf dem Hügel. Kurzerhand beschließt Dagobert, zu ermitteln, was es damit auf sich hat.

Spoiler

Die Aufzeichnungen der Sicherheitskameras lassen nicht erkennen, dass irgendetwas Verdächtiges geschehen ist, so dass Dagobert davon ausgehen muss, dass direkt falsche Schilder geliefert und aufgestellt worden waren. Deshalb beschließt er, den Schildermacher aufzusuchen, mit dem er eigentlich eine Jahrzehnte währende Freundschaft verbindet und von dem er nun ausgeht, dass er ihm offensichtlich eins auswischen will. Auf den Weg zum Laden des Mannes hat Dagobert einige Flashbacks zu der Zeit, in der sich die beiden kennenlernten und anfreundeten. Pete O'Pickerl, so der Name des Mannes, erklärt ihm nun, dass er genau die Schilder angefertigt und geliefert hat, die bei ihm bestellt wurden. Dies lässt nur einen Schluss zu: Dagoberts Butler Baptist muss verantwortlich sein. Der gesteht, dass er tatsächlich hinter der Sache steckt. Er hat sich in eine Frau namens Babette verliebt, die jedoch von den bösartig klingenden Schildern so verschreckt worden war, dass sie ihn vor die Wahl gestellt hatte, sich zwischen ihm und der Arbeit auf dem Glatzenkogel zu entscheiden. Mit den neuen Schildern wollte er sie versöhnlich stimmen. Dagobert erbittet sich Bedenkzeit, ehe er entscheiden will, wie er Baptist bestraft. Ehe es soweit ist, hat er weitere Flashbacks, in denen er die Personen sieht, die er selbst liebt. Kurzerhand lässt er selbst (vorübergehend) Schilder auf dem Glatzenkogel aufstellen, die auf Babette einladend wirken, und somit ist Baptist geholfen. Auch Dagobert selbst ist mit sich zufrieden.

Die Einschätzung

Eines muss man den Machern des Lustigen Taschenbuchs lassen: Mit der Auswahl von »Herzlich willkommen!« als Abschluss des Buch mit der Titelgeschichte »Zutritt verboten!« wurde immerhin ein inhaltlicher Bogen geschlagen bzw. geschlossen, denn in beiden Fällen ging es um die Absicherung des Geldspeichers, und die beiden Titel sagen auffälligerweise genau das Gegenteil aus. Und auch qualitativ passten beide Geschichten zusammen, was gleichzeitig bedeutet, dass sich »Herzlich willkommen!« qualitativ komplett in den Rest des 505. Lustigen Taschenbuchs einreihte. Oder um es in anderen Worten auszudrücken: Es war eine weitere ziemlich durchschnittliche Geschichte. Zugute halten muss man ihr, dass sie natürlich ihre rührenden Momente hat, insbesondere dann, wenn Dagobert an den kleinen Donald denkt, und dass das Motiv »Griesgram Dagobert hat eben doch ein gutes Herz« irgendwie immer wieder gut rüberkommt. Auf der anderen Seite kam die Geschichte natürlich auch vollkommen ohne jegliche Spannung aus, der Geldspeicher gerät nie in Gefahr oder dergleichen, und dass sich Baptist als der »Übeltäter« herausstellt, kann man auch recht schnell riechen. Letztlich entschied sich eine Mitarbeiterin unserer Seite, »Herzlich willkommen!« die Note Zwei zu geben, während sich alle anderen für die Note Drei entschieden, so dass schlussendlich die Durchschnittsnote 2,8 zu Buche stand.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz