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  Die Entenanalyse: Helden im Hyperraum
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Seit etwas mehr als einer Woche, nämlich seit dem 8. Dezember, ist das Lustige Taschenbuch mit der Nummer 540 und dem Titel »Zank und Zoff« im Handel. Nachdem es ganz ordentlich losging, drehte der Zeiger schon in der zweiten Geschichte in die falsche Richtung: Die Issel-, Steinbeiß- und Micky-Maus-Kriminalgeschichte »Eine Frage der Höflichkeit« über einen hypnotisch säuselnden Dieb war eher durchwachsen, wie wir euch an dieser Stelle schilderten. Ihr seid in unserer nach wie vor laufenden Umfrage bisher nicht ganz so streng wie wir (Durchschnittsnote 3,72 vs. unsere Note 4,0). Weiter ging es mit Tick, Trick und Track im Weltraum.

Helden im Hyperraum

Der Comic wurde ausnahmsweise nicht dem italienischen Magazin »Topolino« entliehen, vielmehr handelt es sich um die einzige Geschichte dieses Bandes, die speziell für dieses Lustige Taschenbuch und seine anderen europäischen Ableger verfasst wurde. Es handelt sich um eine (in sich abgeschlossene) Fortsetzung des Comics »Die Superformel«, der zu Beginn des Jahres im 529. Lustigen Taschenbuch abgedruckt worden war. Schon damals war angekündigt worden, dass es in Band 540 weitergehen würde, es wird also offensichtlich sehr weit im Voraus geplant. Damals schien man »Neue Helden« als Reihentitel angedacht zu haben, von diesem war jedoch dieses Mal nichts zu sehen. Der 28 Seiten lange Dreireiher wurde von Andreas Pihl verfasst und von Andrea Freccero zeichnerisch umgesetzt, der dänische Originaltitel lautete »Hævnens time på Plikani«, was zu Deutsch »Die Stunde der Rache an Plikani« bedeutet.

Worum geht es?

Tick, Trick und Track schippern mit ihrem eigenen Raumschiff, das sie seit »Die Superformel« besitzen, durch den Weltraum. Sie erhalten einen Notruf vom Planeten Plikani, laut dem dieser von Kommandant Grooskooz erobert wurde. Da sich auf Plikani herumgesprochen hat, dass Tick, Trick und Track die Aliens vom Planeten Zorg in die Flucht geschlagen hatten, sollen sie nun noch einmal das gleiche tun. Trick findet augenscheinlich die Stimme des plikanischen Mädchens, das den Notruf abgesendet hat, so anziehend, dass er seine Brüder dazu bringt, die Mission anzugehen.

Spoiler

Das erwähnte Alienmädchen heißt Adua, das mit seinen Eltern auf einer Farm lebt. Aduas Mutter wurde verhaftet, da sie sich den Befehlen von Gooskooz verweigert hat. Die drei kleinen Erpel schlucken jeweils eine Dosis ihrer Superformel und verwandeln sich dadurch in Herkulon, Sauser und Denker, die Helden von Entenhausen. Sie suchen Grooskooz auf und erfahren dort, dass die anderen Bewohner des Planeten den »Vollmächtigen« gar nicht aus dem Amt kegeln wollen, da dieser ein überdimensioniertes Monstrum vom zweiten Mond des Planeten davon abhält, Plikani zu überfallen. Tick, Trick und Track fliegen zu dem Mond, um sich den »Gruul« von Nahem anzusehen. In der Haut des Monsters stoßen sie auf ein schimmerndes Objekt, das genauso wie das Zepter des Despoten aussieht. So stellt sich heraus, das Grooskooz das Monster nicht einfach vertrieben hat: Stattdessen hat er es eigentlich erst angelockt, um dann vorzutäuschen, als würde er es in die Flucht schlagen. So konnte er den Planeten unter Kontrolle bekommen. Nachdem Tick, Trick und Track ihrem Gegner das Zepter abnehmen und Adua es zerbricht, richtet der Gruul seine Wut allein auf Grooskooz und vertreibt ihn. Aduas Mutter kommt frei, und die drei kleinen Erpel reisen wieder ab, um sich auf den Heimweg nach Entenhausen zu begegnen. Eine weitere Fortsetzung wurde dieses Mal nicht angekündigt.

Die Einschätzung

Um den letzten Satz noch einmal aufzugreifen: Dass es nicht noch einen Teil geben soll, ist eine sehr gute Nachricht, denn dieser hier war einfach unsäglich. Zwar kann man den Impuls verstehen, solche Science-Fiction-Storys zu bringen, da sie vermutlich in jungen Lesergruppen durchaus auf einen geeigneten Nährboden stoßen, doch wenn man sich das Ganze mit ein wenig Distanz anschaut, dann kann man hieran nichts wirklich gut finden. Der Comic ist schon auf eine sehr, sehr junge Leserschaft zugeschnitten und arbeitet sich an Namensgags ab, die eher zum Fremdschämen sind, und ansonsten ist alles viel zu simpel gestrickt. Die Art und Weise, in der Grooskooz die Macht über einen ganzen Planeten an sich riss, ist an den Haaren herbeigezogen, und die simple Art und Weise, in der drei (bzw. vier) Minderjährige die Sache wieder glattbügeln, ist noch alberner. Allein schon die Grundthese, dass Tick, Trick und Track mit ihrem eigenen Raumschiff durchs All schweben, passt überhaupt nicht in den üblichen Duck-Kosmos. So hat man hier eher das Gefühl, die Macher hätten eine Runde »Fantastic Max« zu viel geschaut ... und daran, dass wir eine Zeichentrickserie aus den Achtzigern als Referenz verwenden, kann man bereits gut sehen, wie weit wir von der Zielgruppe von »Helden im Hyperraum« entfernt sind. Zwei Mitarbeiterinnen unserer Webseite entschieden sich für die Note Vier, drei für eine Fünf, so dass wir hier beim Durchschnittswert 4,6 landeten.


Wie fandet ihr "Helden im Hyperraum"?
1
 
 93 (21,5%)
Schulnote 4
2
 
 79 (18,2%)
Schulnote 5
3
 
 78 (18,0%)
Schulnote 6
4
 
 62 (14,3%)
Schulnote 3
5
 
 61 (14,1%)
Schulnote 1
6
 
 60 (13,9%)
Schulnote 2
An der Umfrage haben 433 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz