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  Die Entenanalyse: Heißzeit
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Mitte des vergangenen Monats ist mit »Auf ins Meer!« das 561. Lustige Taschenbuch erschienen, und fünf Testleser gehen es für unsere Webseite Comic für Comic durch. Zuletzt stellten wir euch den Micky-Maus-Comic »Tatort Lichtenkogel« vor. In diesem wurde ein Entführungsfall thematisiert und gelöst. Trotz einiger falscher Fährten wirkte das Ganze nicht sonderlich mitreißend und erinnerte streckenweise an einen Rätselcomic aus dem Micky Maus Magazin. Unsere Besprechung findet ihr, wenn ihr hier klickt. Eure Bewertung (Schulnote 3,91) ist in etwa auf dem gleichen Niveau ausgefallen wie unsere (Schulnote 3,8). Als nächstes tritt Dussel Duck in Aktion.

Heißzeit

Man hatte es vergleichsweise eilig, diesen Comic ins Deutsche zu übersetzen. Die Erstveröffentlichung im italienischen »Topolino«-Magazin erfolgte am 4. August des letzten Jahres unter dem Titel »Paperino e l'agognato condizionatore«, was man mit »Donald Duck und die heißbegehrte Klimaanlage« übersetzen kann. Der sechzehn Seiten lange Dreireiher stammt von Bruno Sarda und wurde von Giampaolo Soldati gezeichnet.

Worum geht es?

In Entenhausen ist es so heiß wie nie zuvor, und auch Donald Duck schwitzt höllisch. Selbst nachts, weswegen er noch wach ist, als ein Dieb bei ihm einbricht. Dieser will kein Geld stehlen, sondern hatte die Hoffnung, eine Klimaanlage vorzufinden. Donald hat jedoch keine. Er jagt den Dieb fort. Tags darauf trifft er auf eine Zeitungsannonce hin den Entschluss, sich tatsächlich ein Klimagerät zu besorgen. Das hat ungeahnte Folgen.

Spoiler

Der Installateur, den die Firma »Klima Kasper« bei Donald vorbeischickt, um die Anlage anzubringen, ist ausgerechnet Dussel Duck. Dieser hat - wie so oft - ein Diplom gemacht, das es ihm erlaubt, in diesem Job zu arbeiten. Schon an dieser Stelle kann man sich in groben Zügen denken, wie der Comic verlaufen wird. Zunächst stört sich Dussel beim Einbau an einer Reihe von Stromkabeln und schneidet sie munter mit einer Schere ab, womit er einen veritablen Stromausfall im ganzen Stadtviertel verursacht. Den Unmut der Nachbarn bekommt Donald in Form von Schlägen ab. Später hat Dussel das Gerät angebracht, aber so arktisch kalt eingestellt, dass die Blumen kaputtgehen, die Daisy Donald vorübergehend anvertraut hat. Im nächsten Schritt schlägt Dussel einen Nagel in eine Wasserleitung und setzt Donalds Haus unter Wasser. Später bearbeitet er das Gerät mit einem Besenstiel und reißt es von der Wand, woraufhin ein großes Loch in der Außenmauer zurückbleibt. Donald schnappt sich den Feudel und sprintet Dussel wütend hinterher, bis er von einem Polizisten gestoppt und verhaftet wird. Donald landet im Gefängnis, wo inzwischen auch der Einbrecher gestrandet ist, der in sein Haus eingedrungen war. In ihrer Gefängniszelle gibt es eine Klimaanlage, und so kann Donald in seinem Gefängnisbett endlich in Ruhe schlafen.

Die Einschätzung

In der Disney-Datenbank I.N.D.U.C.K.S. gehört »Heißzeit« zu den 0,5 Prozent der am schlechtesten bewerteten Comics aller Zeiten, und tatsächlich gibt es sehr wenig, das für die Geschichte spricht. Allenfalls eines: Sie erschien uns nicht sonderlich viel schlechter als die unzähligen anderen Storys, die nahezu deckungsgleich verlaufen sind. Denn dass Dussel bei Donald auftaucht, um ihm etwas vorzuführen oder sein Haus zu verbessern, dabei aber alles ruiniert und kaputtmacht, ist nun mal - vorsichtig ausgedrückt - nicht die allerneueste Idee. Gefühlt gab es sie schon hundert Mal oder häufiger, und ungefähr hundert Mal oder häufiger mündete sie in einer schwachen Geschichte. Dussels Hang zum Zerstören, ohne sich dabei bewusst zu sein, was er da fabriziert, und ohne dass er dabei jedwede Reue zeigt, ist noch nie witzig gewesen und wurde es auch hier nicht. Und dass dies nicht nur immer wieder auf Donalds Kosten geschieht, sondern hier auch noch darin gipfelt, dass Donald im Gefängnis landet, ist schon sehr schwer zu verdauen. Unwitzig, schwache Schlusspointe, teilweise schon fast wütend machend. Gäbe es mit »Voll im Einklang« nicht ein noch übleres Machwerk in diesem Lustigen Taschenbuch, hätten wir an dieser Stelle den Boden erreicht ... zumindest bis zu diesem Punkt, denn zwei Comics kommen ja noch. Von unseren Testlesern gab es jedenfalls zweimal die Schulnote Vier und dreimal die Fünf, womit wir hier im Schnitt bei einer 4,6 landeten, die nicht zur Versetzung genügt.


Wie fandet ihr "Heißzeit"?
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Autorin der Meldung: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz