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Wir grüßen unseren neuesten User »Rudolf Weiss«!
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  Die Entenanalyse: Harte Schale, wundersamer Kern
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Auch wenn die zuletzt von uns thematisierte Geschichte - »Das Alabaster-Einhorn« - ganz ordentlich war, hat sich das Lustige Taschenbuch mit der Nummer 542, das »Wohin des Weges, Phantomias?« heißt und seit dem 2. Februar zu bekommen ist, bis hierhin als nicht sonderlich gut herausgestellt. So gut wie alle bisher von uns gelesenen Geschichten waren enttäuschend. Unsere Analyse des ordentlichen »Alabaster-Einhorns« findet ihr an dieser Stelle. Ihr empfandet das »Alabaster-Einhorn« auch als ganz okay, wenn auch nicht ganz so ordentlich wie wir (unsere Schulnote war eine 2,4, bei euch ist der Notenschnitt 2,63 herausgekommen). Weiter ging es mit einem Ausflug in die Welt der Gärtnerei, dem vorletzten Comic vor dem Ende dieses Bandes.

Harte Schale, wundersamer Kern

Nicht weniger als vierzehn Jahre haben sich die Macher des Lustigen Taschenbuchs Zeit gelassen, ehe es dieser zwanzig Seiten lange Dreireiher ins Deutsche geschafft hat: Schon am 5. Juni des Jahres 2007 konnte man ihn im italienischen Magazin »Topolino« lesen. Damit war von vorneherein klar, dass uns hier kein richtiger Klassiker erwarten würde, denn bei ruhmreichen Comics würde man sich nicht derart viel Zeit lassen. Der Originaltitel der Story lautete »Paperino e i mirtilli del Megalistan«, was zu Deutsch »Donald Duck und die Blaubeeren aus Megalistan« bedeutet. Geschrieben wurde das Ganze von Sisto Nigro, die Zeichnungen steuerte Giorgio Di Vita bei.

Worum geht es?

Donald möchte Daisy ein besonderes Geschenk machen, doch Schmuck ist zu teuer, und die anderen potenziellen Präsente erscheinen ihm zu langweilig. Dann erfährt er beim Fernsehen, dass das Verschenken von exotischem Obst derzeit ein Renner ist. (Bitte was?) Kurzerhand versucht er welches zu besorgen, doch es entpuppt sich als viel zu teuer. Kurzerhand fährt er zu einem Markt für Obst- und Gemüsesamen, um die exotischen Früchtchen selbst zu züchten.

Spoiler

Der Markt ist eher für Personen mit großen Feldern gedacht, weswegen die Kaufleute Donald nicht für voll nehmen und ihn auslachen. Nur ein Mann ist bereit, ihm etwas zu verkaufen, nämlich den Sprössling einer Riesenheidelbeere aus Megalistan. Der Verkäufer verspricht, dass die Pflanze binnen dreier Tage wächst und dass sie Donald ein Riesenvermögen bescheren könnte, woraufhin dieser zuschlägt. Drei Tage tut sich gar nichts, dann schießt die Pflanze plötzlich in die Höhe. Sofort wachsen an ihr fußballgroße Blaubeeren. Der Besitzer eines Restaurants kauft kurzerhand alle auf einmal, ohne sie zu probieren, da er auf Nummer Sicher gehen möchte, ehe man sie ihm wegschnappt. Dann gibt er sie Donald wütend zurück: Die Blaubeeren sind hart wie Stein, man man sie weder schälen noch schneiden. Donald scheitert in der Folge ebenfalls am Versuch, sie zu öffnen. Selbst ein Presslufthammer bringt nichts. Nachdem auch Primus von Quack nicht weiterhelfen kann, fahren die Ducks zu Dorette. Diese kocht die Blaubeeren sechs Stunden lang, woraufhin sie zu Marmelade werden. Dummerweise schmeckt die Konfitüre erbärmlich. Ernüchternd ziehen Donald und die Kinder von dannen. Einer der Jungs fällt mit einer Blaubeere vom Auto, woraufhin er erkennt, dass die Beere wie wild herumhüpft. Kurzerhand machen Donald und die Kinder aus den hüpfenden Beeren ein Geschäft: Wer darauf reiten möchte, muss hundert Taler blechen. So zahlt sich die Angelegenheit am Ende doch aus.

Die Einschätzung

«Megalistan« wurde zwar 1:1 aus dem Italienischen ins Deutsche übernommen, gewinnt aber hier eine vermutlich nicht geplante Doppelbedeutung, denn schließlich fällt Donald hier auf eine ziemlich große List herein. Das ist dann aber auch schon der einzige Schmunzler, den die Geschichte bem Leser erreichen konnte. Natürlich: Das hier ist als reine Gagstory angelegt gewesen, weswegen man sich nicht darüber aufregen kann, dass hier nichts sonderlich Gehaltvolles herausgekommen ist. Dass es dann aber gleich ein derartiger Nonsens sein musste, ist dann aber trotzdem ziemlich ärgerlich. Dass es hier eigentlich darum ging, Geld heranzuschaffen, um ein Geschenk für Daisy zu kaufen, wurde nach wenigen Seiten vollkommen vergessen und niemals aufgelöst, die ganze Idee mit den bowlingkugelartigen Blaubeeren ist ... nun ja ... ganz schön dümmlich, und mit welcher Logik sollen die steinharten Dinger plötzlich wie Flummis hüpfen? Zugegebenermaßen sind wir keine Physiker, sondern unser Steckenpferd sind Bücher, aber wenn uns nicht alles täuscht, dann gibt es gute Gründe, warum eine Kugel aus Stein nicht wild herumhüpft. Gagstory hin oder her, das hier war einfach nur ein ziemlich großer Quatsch. Am Ende entschieden sich zwei Mitarbeiterinnen unserer Seite für die Schulnote Vier, die anderen für eine Fünf, so dass wir hier beim Durchschnittswert 4,6 landeten. Selbst in einem miesen Buch gibt es eben Parts, die den ohnehin schon schwachen Schnitt weiter herunterziehen.


Wie fandet ihr "Harte Schale, wundersamer Kern"?
1
 
 204 (52,2%)
Schulnote 6
2
 
 104 (26,6%)
Schulnote 5
3
 
 42 (10,7%)
Schulnote 4
4
 
 22 (5,6%)
Schulnote 3
5
 
 13 (3,3%)
Schulnote 2
6
 
 6 (1,5%)
Schulnote 1
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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz