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  Die Entenanalyse: Gut abgewehrt!
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Wir kommen heute zum Abschluss unserer Betrachtung der einzelnen Comics, die im 552. Lustigen Taschenbuch abgedruckt wurden, das seit dem 9. November zu bekommen ist und den Titel »70 Jahre Panzerknacker« trägt. Zuletzt hatten wir hier die Seefahrergeschichte »Pirat wider Willen« thematisiert, die ihre Leser ins achtzehnte Jahrhundert entführte. Ihr findet unseren zugehörigen Artikel an dieser Stelle. Wir empfanden die Story als ganz okay (Schulnote 3,2), ihr seid bei eurer Abstimmung bisher nicht weit von uns entfernt (Durchschnittsnote 3,02). Das Finale bildete eine Geschichte rund um Dagobert Ducks Geldspeicher.

Gut abgewehrt!

Hierbei handelt es sich um eine der älteren Storys, die in diesem Band verwendet wurden. Übermäßig alt ist sie nun aber auch wieder nicht: Am 31. Januar des Jahres 2018 erfolgte im italienischen Magazin »Topolino« der Erstabdruck. Die dreißig Seiten lange Geschichte stammt von Giulio D'Antona und wurde von Marco Meloni gezeichnet. Der Originaltitel lautete »Zio Paperone e gli antifurti obsolescenti«, was man mit »Onkel Dagobert und das veraltete Einbrecher-Abwehrsystem« übersetzen kann.

Worum geht es?

Die Panzerknacker versuchen (mal wieder) den Geldspeicher zu knacken. Dazu bohren sie die Wasserleitung an, damit Dagobert Duck das Gebäude verlässt und der Weg ins Innere frei wird. Sie haben jedoch die Rechnung ohne den reichsten Erpel der Welt gemacht. Dieser vertreibt sie mit Waffengewalt und stellt anschließend seine Einbrecher-Abwehrsysteme in Frage.

Spoiler

Dagobert ruft Daniel Düsentrieb herbei, der die Anlagen überprüfen soll. Der Erfinder stellt fest, dass diese hoffnungslos veraltet sind und dringend modernisiert werden müssen, um wieder zu funktionieren. Da dies eine horrende Summe kosten würde, verzichtet Dagobert darauf. Fortan will er den Geldspeicher gemeinsam mit Butler Baptist im Alleingang verteidigen. Eigentlich soll auch Donald hinzugerufen werden, doch der riecht Lunte und verabschiedet sich mit den Kindern in Richtung Nordpol. Baptist motiviert Dagobert, indem er ihn an dessen Tatendrang aus seiner Zeit am Klondike erinnert. So kommt es, dass der erste Angriff zurückgeschlagen werden kann: Gundel Gaukeley versucht den Glückszehner zu rauben und dringt sogar bis zu dem guten Stück vor, wird jedoch von Dagobert hereingelegt und dampft mit einem falschen Geldstück ab. Dussel Duck bietet wenig später seine Hilfe an, und es gelingt ihm tatsächlich, mit unkonventionellen Methoden eine neuerliche Attacke der Panzerknacker abzuwehren. Dagobert bietet ihm daraufhin eine lohnfreie Anstellung als Fallenfachwart an, doch Dussel muss ablehnen, da er sich kürzlich für einen neuen Kurs eingeschrieben hat. Zum Glück hat Dagobert eine rettende Idee: Er versichert den Geldspeicher bei Klaas Klevers Versicherungsunternehmen gegen Einbrüche. Klever zieht es vor, Dagobert neue Abwehrsysteme zu finanzieren, ehe er für einen Einbruch löhnen muss. So kommt es, dass der Geldspeicher am Ende wieder sicher ist, und Klever verspachtelt (mal wieder) seine Melone.

Die Einschätzung

Dass Daniel Düsentriebs Gangster-Abwehrsysteme nicht (mehr) so funktionieren wie sie sollen, hat inzwischen einen Bart, der so lang ist wie Gundel Gaukeleys Anflugstrecke vom Vesuv nach Entenhausen. Dass Ganoven deshalb auf alternative Weise zurückgeschlagen werden müssen, ist daher auch nicht gerade die neueste Idee. Immerhin gibt es hier mal ein paar neue Ansatzpunkte. Dass die Panzerknacker ausnahmsweise die Wasserversorgung anbohren anstatt mit dem tausendsten Tunnelbohrer von unten angreifen, ehe sie abgewehrt werden, ist ein solcher Einfall. Dass sich Gundel mit einem falschen Geldstück abspeisen lässt, kam uns bekannt vor, aber zumindest ist es keine Null-Acht-Fünfzehn-Lösung. Dussel Ducks Vorgehen ist indessen der übliche Klamauk, den man von ihm erwarten kann ... zum Glück war Dussels Anteil an diesem Lustigen Taschenbuch ziemlich reduziert. Die Versicherungslösung ist indessen recht kreativ, auch wenn Klaas Klever natürlich mit dem Klammerbeutel gepudert wäre, wenn seine Leute über seinen Kopf hinweg mal eben den schärfsten Konkurrenten und dessen Fantastilliarden versichern könnten. Aber so was sollte man besser nicht hinterfragen. Zeichnerisch war der Comic Durchschnitt. Letztlich entpuppte sich »Gut abgewehrt« als ein Geldspeicher-Verteidigungs-Comic unter vielen, der nicht lange nachhallen dürfte. Von vier Mitarbeitern gab es dafür die Note Drei, von einem eine Vier, so dass wir hier erneut - zum dritten Mal in diesem Band - beim Durchschnittswert 3,2 landeten.


Wie fandet ihr "Gut abgewehrt!"?
1
 
 111 (36,5%)
Schulnote 3
2
 
 64 (21,1%)
Schulnote 2
3
 
 56 (18,4%)
Schulnote 4
4
 
 40 (13,2%)
Schulnote 5
5
 
 19 (6,3%)
Schulnote 6
6
 
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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz