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  Die Entenanalyse: Glückspilz hinter Gittern
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Seit dem 26. März kann man das Lustige Taschenbuch mit der Nummer 518 bekommen, das den Titel »Das Schlaue Buch in Gefahr« trägt. Auf die erste richtig gute Story warten wir darin bisher noch, das »Duell der Alleswisser« erwies sich zuletzt als höchst durchschnittlich. Unsere ausführliche Meinung zum Aufeinandertreffen von Butler Baptist und Klaas Klevers Assistenten Anwantzer findet ihr an dieser Stelle. Weiter ging es mit Phantomias.

Glückspilz hinter Gittern

Ganz schön alt ist dieser Comic: Am 1. April des Jahres 2003 wurde er erstmals im italienischen Magazin »Paperinik e altri supereroi« (Phantomias und andere Superhelden) veröffentlicht. Seitdem tauchte er in Italien schon in diversen weiteren Phantomias-Veröffentlichungen auf. Der dreißig Seiten lange Dreireiher hieß damals »Paperinik e il riscatto della fortuna«, zu Deutsch »Phantomias und die Befreiung des Glücks«. Geschrieben wurde er von Guido Tasca, die Zeichnungen steuerte Sandro Dossi bei.

Worum geht es?

Phantomias verfolgt ein flüchtiges Auto, muss jedoch einem Hündchen ausweichen und prallt mit seinem Auto gegen ein Schild. Sein Eingreifen wird aber ohnehin nicht benötigt, denn die Polizei hat den Spion, der ins Labor der Firma »Artifax« eingebrochen ist, selbst geschnappt ... glaubt sie zumindest, denn bei dem von ihnen festgenommenen Erpel handelt sich nicht um den wahren Täter, sondern um Gustav Gans.

Spoiler

Bei Gustav waren allerhand verdächtige Gegenstände wie ein Dechiffriergerät und eine Minikamera gefunden worden. Tatsächlich hatte das Schoßkind des Glücks diese gewonnen, was er jedoch den Polizisten nicht glaubhaft vermitteln kann. Er landet im Gefängnis. Da er der millionste Sträfling ist, landet er immerhin in einer Luxuszelle. Phantomias versucht indessen den wahren Schuldigen zu finden. Dazu steigt er bei »Artifax« ein. Dort wird er von einer Reinigungskraft entdeckt. Diese kann ihm bei seiner Suche helfen, da sie den wahren Täter auf frischer Tat ertappt hatte. Sie hatte ihm die Kombination des ausgeräumten Tresors sogar selbst gegeben, da sie ihn für einen neuen wissenschaftlichen Mitarbeiter gehalten hatte. Daraufhin ist es Phantomias ein Leichtes, den Mann und seine Komplizen dingfest zu machen. Ganz so einfach ist es jedoch nicht, Gustav damit freizubekommen, denn da die anderen Gefangenen inzwischen mitbekommen haben, wieviel Glück dieser hat, wollen sie ihn im Gefängnis behalten, um an seinen Erfolgen teilhaben zu können. Er fingiert daraufhin einen Tombola-Gewinn Gustavs ... allerdings keinen Hauptgewinn, sondern den eines Trostpreises. Die anderen Gefangen glauben danach, Gustavs Glück sei am Ende, und so geben sie ihn frei. Phantomias überzeugt Gustav abschließend, statt Donald gemeinsam mit Daisy zu einer 24stündigen Dauervorstellung von dänischen Filmdramen ohne Untertitel ins Kino zu gehen.

Die Einschätzung

Letztlich wieder eine Geschichte, die man als »ganz ordentlich« einstufen kann, die aber einiges von dem Potenzial, das sie bergen hätte können, verschwendet hat. Potenzial hatte sie, denn Gustav im Gefängnis zu erleben, ist tatsächlich mal ein Ansatz, den es in dieser Form (unseres Wissens) noch nicht gegeben hat und der sich von anderen Inhaftierungen von Entenhausener Bürgern drastisch abhebt. So richtig in die Puschen kommt die Story dann aber leider nicht. Phantomias' Einsatz ist recht unspektakulär, und dass er zufälligerweise auch noch einer Reinigungskraft begegnet, die ihm im Prinzip alles auf dem Silbertablett serviert, was er wissen muss, ist - vorsichtig ausgedrückt - schon sehr simpel gelöst. Der finale Schlussgag lässt sich eigentlich auch nicht so recht erklären, denn Gustav müsste schon mit dem Klammerbeutel gepudert sein, um anhand des »täten Danks«, um den Phantomias ihn bittet, eins und eins zusammenzählen zu können, wer sich unter der Maske verbirgt. Andererseits ist Donalds Umfeld ohnehin ziemlich töricht, was das Erkennen von ihm und dem umfunktionierten 313er angeht, von daher ... Nun, wie dem auch sei: Unterhaltsam war es trotzdem, daher sollten wir nicht allzu viel meckern. Drei unserer Mitarbeiter gaben dem Comic die Note Drei, zweimal wurde eine Vier vergeben, und so landeten wir hier beim Durchschnittswert 3,4.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz