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  Die Entenanalyse: Gipfelstürmer
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Seit Kurzem lassen wir ein Quintett an Mitarbeitern unserer Webseite die Comics des 552. Lustigen Taschenbuchs lesen, das seit dem 9. November im Handel ist und dem siebzigjährigen Geburtstag der Panzerknacker gewidmet ist. Zuletzt thematisierten wir hier den Comic »Bodyguards unter sich«, der vielleicht nicht der aller-spektakulärste war, aber trotzdem auf einem ganz ordentlichen Niveau. Unseren zugehörigen Artikel findet ihr an dieser Stelle. Eure Meinung und die unseres Teams ist bis dato praktisch deckungsgleich: Wir hatten die Schulnote 3,4 vergeben, der bisherige Schnitt bei eurer Abstimmung liegt bei 3,39. Im asiatischen Hochgebirge ging es derweilen weiter.

Gipfelstürmer

Es handelt sich um einen äußerst aktuellen Comic: Erst am 31. März dieses Jahres erfolgte im italienischen Magazin »Topolino« die Erstveröffentlichung. Der damalige Titel lautete »Topolino, Pippo e la scalata del secolo«, was man mit »Micky Maus, Goofy und der Aufstieg des Jahrhunderts« übersetzen kann. Der insgesamt 37 Seiten lange Comic wurde in zwei Teilen abgedruckt, die in Italien durch eine einseitige Werbung unterbrochen wurden, hierzulande durch einen ganzen Comic. Während es im Original keine Untertitel der beiden einzelnen Teile gab, wurden sie in der deutschen Version mit »Das Geheimnis der Berge« und »Die Weisheit der Bienen« betitelt. Die Geschichte stammt von Fausto Vitaliano und wurde von Paolo Mottura zeichnerisch umgesetzt.

Worum geht es?

In der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts ist in einem (namentlich nicht benannten) asiatischen Hochgebirge ein Wettrennen um die Erstbesteigung des (namtlich ebenfalls nicht benannten) höchsten Berges der Erde entbrannt. Nur einer beteiligt sich nicht: der Bienenzüchter Micky, der in einem Dorf am Fuße des Berges wohnt. Kater Karlo taucht mit Schnauz und Kralle auf, um die Erstbesteigung mit allen Mitteln zu schaffen, da er Wind von einem Gesetz bekommen hat, dass die erste Person, die den Gipfel erreicht, das Dorf unterjochen darf.

Spoiler

Ein skurriler Mann namens Sir Gerald Goof Goopperton (Goofy) taucht in dem Dorf auf. Er ist ein Abenteurer, der um die Welt zieht und verrückte Dinge macht. Er möchte ebenfalls der Erste sein, der den Berg besteigt. Er freundet sich mit Micky an, der inzwischen Wind von den finsteren Plänen Kater Karlos bekommen hat und beschließt, mit ihm gemeinsam nach oben zu steigen. Schriftlich hält er das Gelöbnis fest, den Berg und die Anwohner anschließend vor jeder Art der Ausbeutung zu schützen. Micky offenbart ihm sein Geheimnis: Seine Bienen fliegen regelmäßig über den Berggrat ins nächste Tal und sammeln einen ganz besonderen Hochnektar. Durch sie weiß er, auf welchem Weg man den Berg erklimmen kann. Die beiden kommen gut voran, bis sie von Kralle und Schnauz beobachtet werden. Auf Anweisung Karlos, der im Basislager geblieben ist, stehlen die Ganoven während einer Nacht die Nahrungsmittelvorräte und Ausrüstung von Micky und Goofy. Die beiden Helden versuchen die Bösewichte zu stellen, werden von ihnen jedoch überrumpelt und gefesselt. Die Ganoven klettern weiter voran, bis sich während eines Schneesturms eine riesige Figur - ein Schneemensch, der schon anderen Abenteurern begegnet ist - vor ihnen auftut. Sie wissen nicht, ob das Monster echt oder eine Halluzination ist, flüchten jedoch ins Tal. Dabei lassen sie die Ausrüstung zurück, so dass Micky und Goofy sie wieder an sich nehmen und zum Gipfel hochklettern können. Das Dorf ist gerettet, die Gangster werden verhaftet, und Goofy reist neuen Abenteuern entgegen, während Micky bei seinen Bienen zurückbleibt.

Die Einschätzung

Würde man gezielt nach einem Haar in der Suppe suchen, dann könnte man anmerken, dass wesentliche Züge der Geschichte nicht ganz neu sind. Wir haben beispielsweise an dieser Stelle vor etwas mehr als dreieinhalb Jahren den Comic »Der unbezwingbare Berg« besprochen, der im 503. Lustigen Taschenbuch abgedruckt worden war, und da gab es schon einige auffällige Ähnlichkeiten. Allerdings ist das nicht weiter wild, denn zum einen werden andere Ideen viel, viel häufiger malträtiert, zum anderen bietet die Geschichte noch genügend neue Einfälle, um sich ausreichend davon zu emanzipieren. Nicht zuletzt ist »Gipfelstürmer« eine deutlich stärker umgesetzte Geschichte. Das fängt schon beim Zeichnerischen an, denn was hier in einigen - wenn auch nicht allen - Panels abgeliefert wurde, um die eisige Gebirgslandschaft in Szene zu setzen, ist wirklich ein Augenschmaus und lässt einen beim Schmökern vor Kälte bibbern. Aber auch die Story selbst weiß zu überzeugen, Micky und Goofy stellen hier interessante Charaktere dar, wie man sie sonst nicht in dieser Form erlebt, der Spannungsfaktor ist hoch, das Tempo ebenfalls, und nach hinten raus endet die Story mit jeder Menge Feelgood-Momenten für den Leser. Kurzum: Ein wirklich schöner Comic. Bei I.N.D.U.C.K.S. wurde er trotzdem nicht unter die besten 5.000 Disney-Comics aller Zeiten gewählt, was uns ein wenig zu kritisch erscheint. Von unseren Testlesern gab es viermal die Note Zwei und einmal die Note Drei, so dass wir im Schnitt bei einer 2,2 landeten. Damit ist »Gipfelstürmer« unserer Meinung nach der beste Lustiges-Taschenbuch-Comic seit »Superheld oder Superschurke?« aus Band 549.


Wie fandet ihr "Gipfelstürmer"?
1
 
 226 (48,3%)
Schulnote 2
2
 
 121 (25,9%)
Schulnote 1
3
 
 60 (12,8%)
Schulnote 3
4
 
 29 (6,2%)
Schulnote 4
5
 
 19 (4,1%)
Schulnote 5
6
 
 13 (2,8%)
Schulnote 6
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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz