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  Die Entenanalyse: Gier nach Gold
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Wer unser Newsboard regelmäßig verfolgt, der wird gemerkt haben, dass wir unsere Besprechungen der Comics des 542. Lustigen Taschenbuchs, das man seit dem 2. Februar bekommen kann und »Wohin des Weges, Phantomias?« heißt, zuletzt etwas schleifen gelassen haben. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass uns der Band bisher weitgehend ernüchtert hat. Auch der zuletzt thematisierte Comic über den »Tempel des Drachen« war kein großer Wurf, wie ihr an dieser Stelle nachlesen könnt. Ihr wart nicht ganz so unzufrieden wie wir, richtig gefallen hat euch die Geschichte aber auch nicht: Unsere Note war eine 4,2, bei eurer Abstimmung ist der Durchschnittswert 3,45 herausgekommen. Nun ging es mit Micky und Dagobert im Doppelpack weiter.

Gier nach Gold

Hierbei handelt es sich um den zweiten und letzten Comic dieses Bands, der nicht dem italienischen Magazin »Topolino« entnommen wurde, sondern in diesem Lustigen Taschenbuch (und seinen anderen europäischen Pendants) zum ersten Mal überhaupt veröffentlicht wurde. Die sechzehn Seiten lange dreireihige Geschichte wurde 2019 von Lars Jensen geschrieben und von Andrea Ferraris gezeichnet. Der internationale Titel der Story lautet »Danger at Zero Zero«.

Worum geht es?

Micky Maus und Dagobert Duck befinden sich gemeinsam in Grönland und reisen auf einem alten Schneemobil herum, um einen Schatz zu finden. Wiederholt geht etwas schief, und wie sich zeigt, ist Micky Maus selbst der Saboteur.

Spoiler

Eine Woche zuvor wird Micky Maus vom »Geheimsten Dienst« Entenhausens informiert, dass Dagobert Duck auf die Spur eines nicht spezifizierten Schatzes gestoßen ist, den erbesser nicht finden sollte, da dies - warum auch immer - einer Katastrophe gleichkäme. Frau Epsilon, die Vizedirektorin des Geheimdienstes, hat ermittelt, dass Dagobert an einer solch obsessiven Gier leidet, dass man ihn nicht überzeugen könnte, Einhalt zu gebieten. Stattdessen müsse Micky Maus mit ihm mitreisen und die Expedition sabotieren. Tatsächlich sorgt der Mäuserich dafür, dass am Schneemobil ein Kabel abfliegt, ins Zelt wird ein großes Loch gerissen, Eisbären jagen ihnen hinterher, und auch die Essensrationen müssen dran glauben. Nichts davon funktioniert, da Dagobert dank seines großen Vorrats an Erfahrungen aus früheren Schatzsuchen immer Mittel und Wege findet, die Probleme zu lösen. Der »Schatz« entpuppt sich als eine Maschine, die ein Hobbyerfinder 1951 gebaut hat, mit der man unendliche Mengen an Gold herstellen kann. Tatsächlich gibt es nur einen Grund, warum Micky Maus auf Dagobert angesetzt wurde: So konnte Vizedirektorin Epsilon ihnen folgen und hat nun - dank Waffengewalt in Form eines »Paralysestrahlers« - die Möglichkeit, die Maschine einfach einzusammeln. Mit einem einfachen Trick überwältigen Dagobert und Micky die Frau und paralysieren sie. Die Maschine zerstören Micky und Dagobert sicherheitshalber, da sich gezeigt hat, dass sie den Menschen offensichtlich die Sinne raubt.

Die Einschätzung

Die Geschichten, die zuvor nicht auf dem italienischen Markt erprobt wurden, neigen unserer Meinung nach dazu, nicht unbedingt zu den besten zu gehören. Die bisherigen Storys dieses Bandes waren jedoch unserem Empfinden nach derart schwach, dass diese hier nicht negativ hervorstach. Als »gut« würden wir zwar trotzdem nicht bezeichnen, doch wir haben heuer schon Schlimmeres gelesen. Die Sabotageaktionen und Dagoberts Reaktionen hatten einen gewissen Unterhaltungswert. Was hier vor allem störte, war die eigentliche Prämisse der Geschichte, denn dass sich Micky hier ohne große Gegenfragen davon überzeugen lässt, den Saboteur zu spielen, und dass Dagobert angesichts der vielen Missgeschicke nicht ins Grübeln kommt, ist schon ein wenig seltsam. Da man Micky und den reichsten Erpel der Welt nur sehr selten gemeinsam in Aktion sieht, ist es ein bißchen schade, dass man hier nicht mehr daraus gemacht hat. Die Art und Weise, in der Frau Epsilon am Ende überwältigt wird - als Geheimdienst-Vizechefin sollte man durch ein »Schauen Sie mal hinter sich« nun wirklich nicht zu überrumpeln sein - ist ebenfalls dümmlich. Hmm ... irgendwie spricht für diesen Comic wirklich nur die Tatsache, dass einige der vorausgegangenen Geschichten noch schlechter waren. Am Ende entschied sich eine unserer Mitarbeiterinnen für die Note Drei, drei für eine Vier, und einer strafte den Comic mit einer Fünf ab. So landeten wir hier im Schnitt bei der Note 4,0, und unsere Motivation, den Band schnell weiterzulesen, hält sich weiter in Grenzen.


Wie fandet ihr "Gier nach Gold"?
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 177 (41,2%)
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Schulnote 4
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 76 (17,7%)
Schulnote 5
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 63 (14,7%)
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5
 
 22 (5,1%)
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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz