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  Die Entenanalyse: Gesichter eines Superhelden
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Nachdem das Lustige Taschenbuch mit der Nummer 553, das seit dem 7. Dezember im Handel ist und »Wie alles begann ...« heißt, ziemlich anständig angefangen hatte, war es qualitativ zuletzt ein wenig bergab gegangen: Mit »Der Wald des weißen Pumas« empfanden unsere Testleser die zweite Geschichte hintereinander als nicht gerade lesenswert. Den zugehörigen Artikel findet ihr an dieser Stelle. Ihr seid bisher nicht ganz so kritisch wie wir: Während wir die Note 4,2 vergeben haben, liegt der Schnitt eurer Abstimmung bei 3,71. Nun folgte ein Kurzcomic.

Gesichter eines Superhelden

Mit nur zehn Seiten ist diese Geschichte die kürzeste in diesem Band. So viel sei aber schon vorweg genommen: Es werden noch zwei weitere Geschichten auf diesem Level folgen. Es hat mehr als zehn Jahre gedauert, ehe die Story den Weg ins Deutsche geschafft hat: Am 17. Mai des Jahres 2011 erfolgte im italienischen Magazin »Topolino« der Erstabdruck unter dem Titel »Paperinik e la crisi d'identità« (Phantomias und die Identitätskrise). Nach Portugal und Griechenland schaffte es die Story nach drei Jahren. Die Idee stammt von Gabriele Panini, Marco Mazzarello erledigte alles Zeichnerische.

Worum geht es?

Phantomas durchstreift nachts Entenhausens Straßen. Dabei bereitet ihm sein »Tarngeber« Probleme, ein Gerät, das ihm sofort das Antlitz eines Anderen gibt. Ausgerechnet in diesem Moment taucht jemand auf, und Phantomias gerät in Berdrängnis.

Spoiler

Eine erste Fehlfunktion des Geräts verwandelt Phantomias in einen Doppelgänger von Dussel Duck. Just in diesem Moment schlendert gerade Dussel durch die nächtliche Stadt und trifft auf ihn. Phantomias flüchtet, Dussel jagt ihm nach. Dabei geschieht Dussel ein Missgeschick, und er stürzt beinahe von einem Gerüst. Phantomias rettet ihn im gleichen Moment, in dem ihn eine neue Fehlfunktion in einen Gustav-Gans-Doppelgänger verwandelt. Reporter beobachten die Szene und halten Gustav für einen Helden. Sie stürmen ihm hinterher und versuchen ihn zu interviewen. Phantomias-Gustav flieht erneut. Als er eine Verfolger abgehängt hat, stößt er auf einen Ganoven, der gerade Daisy und Henny mit einer Pistole bedroht. Als er sich todesmutig auf ihn stürzt, verwandelt ihn eine neue Fehlfunktion zurück in Phantomias. Der Gauner wird außer Gefecht gesetzt, dann macht sich der Superheld vom Acker. Daisy und Henny diskutieren anschließend darüber, dass es anfangs den Eindruck gemacht hätte, nicht Phantomias, sondern Gustav wäre herbeigestürmt. Sie beschließen, dass dies ebenso abwegig wäre, als wäre Donald Phantomias.

Die Einschätzung

In der Vergangenheit haben wir schon mehrmals geschrieben, dass wir uns darüber geärgert hätten, dass wir die Mindestlänge von besprochenen Comics einst auf zehn Seiten festgelegt hatten, denn sehr viele der ganz kurzen Geschichten haben einfach nicht die Qualität, die man sich von einem Comic im Lustigen Taschenbuch erhofft. »Gesichter eines Superhelden« ... fällt leider in genau diese Kategorie. Die ganzen zehn Seiten dienen einzig und allen der Vorbereitung des Schlussgangs, und der ist - vorsichtig ausgedrückt - keine zehn Seiten wert gewesen. Alles, was dem Abschlusswitzchen vorausgeht, ist zwar nicht übermäßig misslungen, allerdings lockt es auch nicht viel mehr als ein müdes Achselzucken des Lesers hervor. Man stellt sich eher die Frage, wieso Donald überhaupt standardmäßig ein Phantomias-Kostüm trägt, das jedem aufmerksamen Beobachter (normalerweise) verraten würde, wer er im richtigen Leben ist, wenn er über ein solch feines Gerät wie den Tarnwandler besitzt. Und wozu bedarf es überhaupt eines Kostüms, das hin und wieder klemmt (zum Beispiel am Anfang der Story), wenn man sich doch einfach von Anfang an per Knopfdruck komplett neu in Szene setzen kann, anstatt sich extra umzuziehen? Natürlich muss man das nicht ernst nehmen. Was man hingegen ernst nehmen sollte, ist die Tatsache, dass die zehn Seiten einfach nicht unterhalten. So blieb unseren Testlesern am Ende nichts anderes übrig, als dem Comic die Note 4,0 zu geben, denn jeder von ihnen entschied sich für eine Vier. Nach zehn Jahren hätte man den Comic einfach in seiner Schublade belassen können, anstatt ihn 2021 extra noch zu übersetzen.


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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz