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  Die Entenanalyse: Geschröpfte Gauner
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Seit Kurzem liest ein Quintett an Mitarbeitern unserer Webseite das 512. Lustige Taschenbuch, das »Duckenstein« heißt und seit dem 9. Oktober im Handel ist. Bisher sind wir nicht unzufrieden: Nachdem sich die Titelgeschichte als eine ziemlich gute herausgestellt hatte, war auch der zweite Comic - »Die Schrumpelbande« - ganz okay, wie wir euch an dieser Stelle berichteten. Nun ging es mit den Panzerknackern weiter.

Geschröpfte Gauner

Auch diese Story ist vergleichsweise jung, nämlich nur etwas mehr als ein Jahr alt. Sie wurde am 2. August des vergangenen Jahres im italienischen Magazin »Topolino« unter dem Titel »I Bassotti e l’apriporte a tassametro« veröffentlicht, was zu Deutsch (grob übersetzt) »Die Panzerknacker und der Türöffner mit Gebührenzähler« bedeutet. Der achtzehn Seiten lange Dreireiher wurde von Giorgio Figus erdacht und von Umberto Fizialetti in Bilder gegossen. Letzterer trat damit erstmals in einem auf Deutsch übersetzten Comic in Erscheinung.

Worum geht es?

Die Panzerknacker verzweifeln an den modernen Schlössern, die überall in Entenhausen installiert wurden und verhindern, dass sie ihre Einbrüche in gewohner Manier durchziehen können. Glücklicherweise schickt ihnen der Ableger ihrer Bande aus Meckanistan ein würfelförmiges »Knacksameter«, das nach Einwurf eines Geldstückes jedes Schloss knacken kann. Somit ziehen die Panzerknacker los, um endlich wieder ihr gelerntes Handwerk zu praktizieren.

Spoiler

Zunächst testen die Panzerknacker die kleine Wundermaschine. Bei der Tür ihres eigenen Wohnwagens funktioniert sie, ebenso am Eingang von Juwelier Jublinski. Dessen Geschäft ist leer, da er nach Entenhausen-Nord umgezogen ist, so dass sich der Einbruch als nutzlos herausstellt. Dennoch genügen den Panzerknackern diese Versuche, um sich an das ganz große Zielobjekt zu wagen: Dagobert Ducks Geldspeicher. Nach dem erfolgreichen Knacken zweier Schlösser gelangen sie in einen Flur, bei dem jede einzelne weiterführende Tür mit einem Schloss gesichert ist. Da sie nicht wissen, welche die richtige ist, knacken sie ein Schloss nach dem anderen (und müssen dafür jeweils ein Geldstück in das Gerät stopfen). Alle geöffneten Räume erweisen sich als Flops, in erster Linie lagert Dagobert darin nur wertlosen und unbrauchbaren alten Krempel. Am Ende ist nur noch eine Tür übrig, und durchs Schlüsselloch riechen sie Gold. Dummerweise haben sie all ihre Münzen aufgebraucht, um das Knacksameter zu starten ... zumindest bis auf eine, nämlich den Glücksbringer von 176-167. Die Münze funktioniert komischerweise nicht und wird wieder vom Gerät ausgespuckt. Die Ganoven beginnen zu streiten, bis ein Roboter aufkreuzt und sie aus dem Geldspeicher wirft. In der Anleitung des Knacksameters lesen die Einbrecher später, dass dieses kein Falschgeld akzeptiert. Es stellt sich heraus, dass es sich bei der von ihnen am Ende verwendeten Münze um ein Geldstück handelte, das 176-167 während eines Gefängnisaufenthalts von seinem Zellengenossen Jack dem Fälscher bekmmen hatte, woraufhin die anderen Panzerknacker wütend auf 176-167 losgehen.

Die Einschätzung

Rein von der Logik her: Wenn es ein paar Panzerknacker gibt, die ein Gerät erdacht haben, das sämtliche Schlösser knacken kann, warum setzen sie es dann nicht selbst ein und machen damit den großen Reibach? Was haben sie davon, es ihren Kollegen zu schicken, die nur geringe Geldbeträge einwerfen? So richtig sinnreich ist der Aufhänger der Story also nicht. Aber das muss nicht zwingend etwas schlimmes sein, denn dies hier ist ohnehin nur eine Story, die einzig und allein auf den Schlussgag ausgerichtet war. Dass die Sache mit dem Nichtakzeptieren von Falschgeld erst am Ende in die Story hineingeschneidert wurde, anstatt es gleich am Anfang mal kurz zu erwähnen, verlieh dem Ganzen allerdings den Eindruck, man hätte sich noch auf Krampf einen Weg zum Schlussgag bahnen müssen, der bis dahin nicht angedacht war. Letztlich war die Story damit nicht auf dem Niveau der beiden ersten Geschichten, aber wenigstens kann man ihr zugute halten, dass sie wenigstens rasch vorbei war. Jeweils einer unserer Mitarbeiter gab der den »geschröpften Gaunern« die Noten Drei und Vier, während sich der Rest für eine Fünf entschied. Damit stand am Ende der Durchschnittswert 4,4 zu Buche.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz