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  Die Entenanalyse: Geheimnisse der Tiefe
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Nach neun Geschichten im Lustigen Taschenbuch 505, bei denen immer noch keine dabei war, die richtig positiv herausstach, haben wir so langsam die Hoffnung verloren, dass es noch einen großen Ausbrecher nach oben geben würde. Zuletzt haben wir den Comic »Planet Fieselschweif« für ganz ordentlich, aber sehr schwach gezeichnet befunden, wie wir euch an dieser Stelle berichteten. Zwei Geschichten waren noch übrig, und die erste der beiden haben wir nun auch gelesen.

Geheimnisse der Tiefe

Im Gegensatz zu den ganzen vorausgegangenen Geschichten im Lustigen Taschenbuch 505, das der Egmont Verlag am 27. März 2018 unter dem Titel »Zutritt verboten!« veröffentlicht hat, entstammt dieser Comic hier ausnahmsweise nicht dem italienischen Magazin »Topolino«. Mehr noch: In Italien wurde die Geschichte noch gar nicht veröffentlicht. Vielmehr handelt es sich um eine Story, bei welcher der Abdruck im Lustigen Taschenbuch (und in den Schwesterbüchern in den anderen europäischen Ländern) die Erstveröffentlichung darstellt. Es handelt sich um eine dänische Geschichte, die von Andreas Pihl erdacht wurde und anschließend von Giorgio Cavazzano gezeichnet wurde. Der dänische Titel lautet »Mod ukendte dybder«, was in etwa »In unbekannte Tiefen« bedeutet. Die englische Ausgabe des 31 Seiten langen Dreireihers heißt »Danger in the Deep«.

Worum geht es?

Dagobert Duck hat ein hypermodernes U-Boot erworben, um damit Bergungen durchzuführen. Wie es so will, haben Donald und die Neffen gerade ein Mini-U-Boot aus zweiter Hand erworben, und mit diesem erledigen sie ähnliche Dienste. Wütend kündigt Dagobert an, Donald aus dem Geschäft zu drängen, doch nach einer Woche wartet er immer noch auf den ersten Auftrag, während bei Donald das Geschäft brummt. Dann kommt es zu einem Seebeben und ein Abgrund am Meeresboden reißt auf, woraufhin sich beide U-Boote zu dem Spalt begeben, um Nachforschungen anzustellen, was sich zugetragen hat.

Spoiler

Da Donalds U-Boot viel kleiner ist, kann es viel weiter in den Spalt vorstoßen. Durch einen Greifarm von Dagoberts Gefährt wird ihr U-Boot jedoch schwer beschädigt, so dass sie aussteigen müssen. Dank ihrer Tauchausrüstung, die von Daniel Düsentrieb gebaut wurde, können sie glücklicherweise nahezu endlos unter Wasser bleiben. Dort stoßen sie auf eine Fischfrau namens Anemonia, die sie einlädt, ihr Volk zu besuchen. Von Anemonias Leuten erfahren sie, dass es einen Saboteur gibt, der die aktuellen Projekte des Fischvolks manipuliert. Dagobert Duck ist inzwischen allein mit einer Tauchausrüstung aufgebrochen, um seine Verwandten zu besuchen. Als er auf riesige Perlmuscheln stößt und eine gewaltige Perle an sich nimmt, wird er von einem großen Kraken angegriffen. Es handelt sich um einen Vertreter der »Oktopanten«, den Feinden des Fischvolks. Donald, Tick, Trick und Track retten Dagobert, dann müssen sie zusehen, dass das Fischvolk gegen die Oktopanten in den Krieg ziehen will. Parallel dazu erkennen sie, dass Anemonia diejenige ist, welche die Maschinen ihres eigenen Volkes sabotiert. Es zeigt sich, dass die Maschinen den Zweck hatten, eine riesige Mauer zwischen den beiden Völkern zu errichten, um sie voneinander zu trennen, ohne dass es Krieg geben musste. Die Maschinen hatten das Beben ausgelöst. Anemonia liebt einen Jungen aus dem Volk der Oktopanten, und sie ist gegen die komplette Abtrennung, vielmehr will sie, dass sich die Völker versöhnen. Genau das machen die beiden Völker auch, nachdem der König des Fischvolkes erfährt, dass Anemonia die Saboteurin war und nicht einer ihrer Feinde. So, wie die beiden Meeresvölker am Ende Frieden schließen, begraben auch die Ducks ihren Konkurrenzkampf: Donald leitet weiter sein Bergungsunternehmen, während Dagobert fortan mit den Riesenperlen handelt.

Die Einschätzung

Dass die Ducks ins Meer hinabtauchen, dort auf zwei rivalisierende Meeresvölker treffen, die gerade drauf und dran sind, in den Krieg gegeneinander zu ziehen, woraufhin die Ducks ihn (in diesem Fall extrem schnell) beilegen, ist (vorsichtig ausgedrückt) nicht die allerneueste Idee. Mehr noch, man hat den Eindruck, sie sogar schon sehr häufig in dieser Form und mit diesem Ausgang gehört bzw. gelesen zu haben. Einzig der Einstieg in die Story ist dieses Mal ein anderer. Natürlich ist die Innovativität einer Disney-Geschichte im Jahre 2018 ein nicht ganz so guter Maßstab, weil es nach so vielen Jahren und so vielen tausend Comics kaum ein Thema geben dürfte, das nicht schon x-mal abgehandelt wurde, hier fiel es allerdings schon sehr deutlich auf. So war dies hier eine wenig überraschende Geschichte, die zwar nicht sonderlich schlecht war, allerdings auch nicht viel mehr als ein Achselzucken hervorrufen konnte. Immerhin kann man den »Geheimnissen der Tiefe« zugute halten, dass sie mit der anfänglichen kleinen Fehde zwischen Dagobert und seinen Verwandten und der abschließenden Versöhnung bzw. Einigung, dass man (wie die Meeresvölker) problemlos koexistieren kann, einen netten friedlichen Überbau bekommen hat. Letztlich entschieden sich vier unserer Mitarbeiter dafür, der Geschichte die Schulnote Drei zu geben, eine weitere Mitarbeiterin gab ihr die Note Vier. So stand am Ende der Durchschnittswert 3,2 zu Buche.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz