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  Die Entenanalyse: Furioses Finale
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Das Lustige Taschenbuch mit der Nummer 504 will bis dato einfach nicht ins Rollen kommen: Schon fünf Geschichten haben wir von fünf Mitarbeitern unserer Seite (die dafür eigentlich schon viel zu alt sind) lesen lassen, und auf den ersten richtig guten Comic warten wir immer noch. Die zuletzt von uns analysierte Geschichte »Am Ende des Regenbogens - Die Schlacht der Farben« (siehe hier) empfanden wir sogar als den bisherigen Tiefpunkt des Ganzen. Nun musste Phantomias es versuchen, die Kastanien aus dem Feuer zu holen.

Furioses Finale

Ganze zwölf Jahre hat es gedauert, bis der Comic ins Deutsche übertragen wurde, was nicht unbedingt das allerbeste Vorzeichen war. Die Erstveröffentlichung erfolgte bereits im Februar 2006 im italienischen Comicbuch »Paperinik Cult« mit der Nummer 10, einer Buchreihe, die zwischen 2005 und 2011 herausgegeben wurde und ausschließlich aus Phantomias-Storys bestand. Die Idee des 27 Seiten langen Dreireihers stammte von Massimiliano Valentini, für die zeichnerische Umsetzung war Sandro Dossi verantwortlich. Herausgegeben wurde sie damals als »Paperinik e l'ultima partita«, was zu Deutsch »Phantomias und das letzte Spiel« bedeutet. Hierzulande druckte der Egmont Verlag sie im 504. Lustigen Taschenbuch ab, das »Der Superschleim« heißt und seit dem 27. Februar 2018 zu bekommen ist.

Worum geht es?

Die Entenhausen Ducks stehen im großen Baseball-Finale gegen die Mausburg Mammuts. Gerade hat sich Donald Duck eine Karte für das große Spiel gesichert, da wird er vom Besitzer des Entenhausener Teams aufgesucht. Der erzählt, dass er sich Sorgen um den Super-Pitcher des Teams - Pit Poller - macht, denn in den letzten Wochen ist es teamintern zu vielen seltsamen Missgeschicken gekommen, die kein Zufall sein können. Poller hatte bisher das Glück, verschont zu bleiben. Damit es so bleibt, soll Donald seinen Freund Phantomias bitten, sich als neuer Spieler ins Team einschleusen zu lassen, um die Situation zu überwachen. Donald stimmt zu, und so landet Phantomias als »Ronald Quack« undercover in der Baseball-Mannschaft.

Spoiler

Phantomias wird vom Trainer des Teams stark gefordert, findet aber die Zeit, um zwischendrin einige Mikrokameras anzubringen, um die Situation im Backstagebereich stets überwachen zu können. Dass er selbst gar keine Ahnung von Baseball hat, wird schnell immer deutlicher. Seine Kameraufnahmen zeigen eine verdächtige Verabredung des Trainers mit einem Mann für Mitternacht im Stadion, außerdem verhält sich der Spieler Hans Prahl merkwürdig. Es zeigt sich jedoch, dass der Spieler lediglich heimlich mit einem anderen Team über einen Wechsel verhandelt, während der Trainer nachts eine geheime Taktikbesprechung durchführt. Und dennoch wurde zur gleichen Zeit ein Anschlag mit einer herabfallenden Baseballkeule in Pollers Spind vorbereitet. Phantomias kann die Attacke vereiteln. Man nutzt die Gelegenheit, um so zu tun, als hätte der Anschlag funktioniert und Poller sei verletzt worden, um daraufhin die Reaktionen der anderen Anwesenden in der Spielerkabine beobachten zu können. Tatsächlich gibt sich der Täter zu erkennen: Es ist eine Reinigungskraft. Phantomias schnappt den Mann und ermittelt, dass er Teil einer Wettmafia ist, die mit dem Spiel jede Menge Geld verdienen wollte. Der Fall ist also gelöst, und doch ist die Sache noch nicht zu Ende: Poller stürzt über den Schrubber, den der Ganove fallengelassen hatte, und verletzt sich. So muss Ronald Quack alias Phantomias tatsächlich das Spiel bestreiten, und so schlackern ihm die Füße vor dem anstehenden Debakel.

Die Einschätzung

Auch wenn man im Angesichte unserer ständigen negativen Rezensionen langsam den Eindruck bekommen könnte, wir wären gar keine Freunde von Disney-Comics, müssen wir auch hier leider wieder schreiben, dass eine Story deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist und wir weiter auf den ersten guten Comic im 504. Lustigen Taschenbuch warten müssen ... und das, obwohl nicht mehr viele Seiten übrig sind. »Furioses Finale« ist viel, aber sicher nicht »furios«. An sich ist es eine ganz nette Idee, dass man Phantomias hier mal in einem etwas »anderen« Einsatz präsentiert als sonst, denn hier braucht es keine Düsentrieb'schen Spezialwaffen und dergleichen, sondern (mehr oder weniger) »traditionelle« Ermittlerarbeit. Allerdings ist die Lösung der Angelegenheit schon sehr ... nun, nennen wir es mal: simpel gestrickt. Und irgendwie will auch nie so recht Spannung oder dergleichen aufkommen. Last but not least funktioniert auch der Schlussgag nicht wirklich. Es tut uns leid, aber wir können auch hierfür keine positiven Bewertungen vergeben. Schlussendlich entschied sich eine unserer Mitarbeiterinnen für die Schulnote Drei, und jeweils zwei vergaben eine Vier und eine Fünf an das »Furiose Finale«. So stand schlussendlich die Durchschnittsnote 4,2 zu Buche.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz