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  Die Entenanalyse: Funkeln im All
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Wir sind schon fast auf der Ziellinie: Nur noch zwei Comics, dann haben unsere fünf Mitarbeiter, die wir auf das Lustige Taschenbuch mit der Nummer 547 und dem Titel »Ab ans Meer« angesetzt haben, alles durchgelesen. Zuletzt besprachen wir hier den Micky-Maus-Comic »Gib Gummi!«, der die ebenfalls in diesem Band abgedruckte Story über »Das Kaugummi-Komplott« vervollständigte, dies aber nur mittelmäßig gut machte. An dieser Stelle könnt ihr noch einmal nachlesen, was wir zu sagen hatten. Eure Wertung liegt nahe bei unserer: Wir hatten die Schulnote 3,6 vergeben, eure Abstimmung rangiert derzeit beim Durchschnitt 3,78. In der vorletzten Geschichte ging es in den Weltraum.

Funkeln im All

Sieht man einmal von der speziell für dieses Lustige Taschenbuch geschriebenen Titelgeschichte ab, ist dieser Comic hier der jüngste, der in Band 547 platziert wurde. Er wurde erstmals am 30. September des letzten Jahres im italienischen Magazin »Topolino« abgedruckt. Die Idee zu dem 28 Seiten langen Dreireiher stammt von Licia Troisi, Francesco Artibani war für das Skript zuständig, und Mario Ferracina übernahm die zeichnerische Umsetzung. In Italien hieß der Comic »Zio Paperone e il tesoro extrasolare«, was man mit »Onkel Dagobert und der exoplanetarische Schatz« übersetzen kann.

Worum geht es?

4.000 Lichtjahre von der Erde entfernt befindet sich ein Planet, der nichts anderes als ein riesiger Diamant sein soll. Kein Wunder also, dass Dagobert Duck hinfliegen möchte. Gemeinsam mit seinem Neffen und Großneffen begibt er sich also in einem Düsentrieb'schen Spezial-Raumschiff auf die außergewöhnlich weite Reise.

Spoiler

Auf dem Weg zu ihrem Ziel ernähren sich die Ducks mit »Turbomahlzeiten«, runden Kapseln in Tennisballgröße, die vollwertige Mahlzeiten ersetzen können ... natürlich auch eine Erfindung von Düsentrieb. Auf dem Planeten angekommen, stellt man fest, dass dieser doch nicht ausschließlich aus Diamanten besteht, sondern dass man nach den Klunkern erstmal umständlich graben muss. Einen Tag lang schuftet man, und am Ende hat ausgerechnet Donald irritierend viele Edelsteine gefördert. In der Nacht hören die Kinder Geräusche, und sie stellen fest, dass kleine steinerne Aliens in ihr Raumschiff eingebrochen sind, um die Turbomahlzeiten zu stehlen. Donald beruhgt die herumwirbelden kleinen Wesen, wodurch festgestellt wird, dass er ihnen offensichtlich schon vorher begegnet ist. Tatsächlich war er auf sie getroffen und hatte mit ihnen einen Handel beschlossen: Er besorgte ihnen die Turbomahlzeiten, sie gaben ihm dafür die Diamanten, die er angeblich selbst gefördert hatte. Nach einigem Hin und Her einigt man sich darauf, dass die kleinen Wesen weitere Turbomahlzeiten bekommen, und sie den Ducks umgekehrt jede Menge Diamanten geben. Dagobert beschließt am Ende allerdings, die Diamanten auf dem Planeten zurückzulassen. Würde er sie mit nach Hause nehmen, dann gäbe es auf der Erde so viele Diamanten, dass deren Wert ins Bodenlose fallen würde.

Die Einschätzung

Mit den Science-Fiction-Geschichten in der Duck'schen Comicwelt ist das ja so eine Sache ... sie sind einfach nie so richtig gut. Diese hier wies gewisse logische Probleme auf. Dass Donald auf Außerirdische trifft, dies aber mal eben verheimlicht und so tut, als sei nichts gewesen, ist einer dieser Fälle. Das größte Plothole befindet sich jedoch am Ende: Dagobert will die Diamanten nicht mit zur Erde nehmen, um den Diamantpreis nicht zum Abstürzen zu bringen - ja, warum ist er denn dann überhaupt hingeflogen? Dass eine Unmenge neuer Diamanten diese Konsequenz haben würde, stand schließlich von Anfang an fest, dafür bedurfte es keinen Erstkontakt mit Aliens. Er hatte sogar die Erwartung, einen ganzen diamantenen Planeten vorzufinden. Und selbst wenn: Was hätte ihn gehindert, nur ein paar Diamanten mitzunehmen? Das ist alles sehr fragwürdig. Die Geschichte selbst ist unabhängig davon recht unspektakulär. Dies könnte daran liegen, dass es eben schon viel zu viele Duck'sche Begegnungen mit Außerirdischen gegeben hat. Immerhin kann man den Machern des Comics attestieren, dass sie hier ein paar drollige Gesellen zu Papier gebracht haben. Aber das rettet den Comic auch nicht. Am Ende gab einer unserer Mitarbeiter dem Ganzen die Note Drei, jeweils zweimal wurden die Noten Vier und Fünf vergeben. So landeten wir hier im Schnitt bei der Durchschnittsnote 4,2.


Wie fandet ihr "Funkeln im All"?
1
 
 114 (30,4%)
Schulnote 5
2
 
 85 (22,7%)
Schulnote 6
3
 
 76 (20,3%)
Schulnote 4
4
 
 53 (14,1%)
Schulnote 3
5
 
 25 (6,7%)
Schulnote 2
6
 
 22 (5,9%)
Schulnote 1
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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz