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  Die Entenanalyse: Freund und Leid
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Endspurt ist angesagt: Sieben Comics aus dem Lustigen Taschenbuch mit der Nummer 558, das »Das Zeitportal« heißt und seit dem 26. April im gut sortierten Zeitschriftenhandel zu bekommen ist, haben wir nun schon hinter uns. Zuletzt erlebten wir in »Klub gegen Klub« ein neues Kapitel in der ewig währenden Fehde zwischen Dagobert Duck und Klaas Klever. Wir fanden die Story okay, wie ihr an dieser Stelle nachlesen könnt. Ihr seht es sehr ähnlich: Unserer Schulnote 3,4 steht bis dato bei eurer Abstimmung der Durchschnitt 3,30 entgegen. Den Abschluss machen nun Donald, Daisy und ein paar Freunde.

Freund und Leid

Fast sieben Jahre sind verstrichen, seitdem der Comic erstmals im italienischen Magazin »Topolino« auftauchte. Damals hieß der 21 Seiten lange Dreireiher »Paperino & Paperina in: le uscite a quattro«, was man grob mit »Donald und Daisy in: Zu viert ausgehen« übersetzen kann. Der Comic stammt von Jacopo Cirillo und wurde von Maurizio Amendola in Bilder umgeformt. Bei I.N.D.U.C.K.S. gehört er zu den am schlechtesten bewerteten Disney-Comics aller Zeiten. In zwei Wortmeldungen wurden ihm dieser Tage gar null von zehn Punkten gegeben.

Worum geht es?

Donald Duck ist von den Personen genervt, mit denen sich Daisy auf Krampf umgeben möchte. Auch Daisy weiß insgeheim, dass die Abende zu viert jedesmal in die Hose (bzw. ins Federkleid in Bürzelnähe) gehen. Abhilfe könnten Mark und Lilli schaffen, die neuen Nachbarn von Daisy.

Spoiler

Für das erste Treffen bittet Donald um die Möglichkeit, schnell flüchten zu können, sollte die Chemie zwischen den Beteiligten gar nicht stimmen. Tatsächlich läuft die Begegnung jedoch prima, man unterhält sich blendend bei einer Partie »Montagsmaler«. Kinobesuche werden ebenso zu einem großen Spaß wie Ausflüge in Eisdielen. Man versteht sich so gut, dass man glatt den Terminplan für gemeinsame Treffen rappelvoll schreibt. Wem dies gar nicht gefällt, sind Gustav und Dussel, denn die beiden fühlen sich von Donald vernachlässigt. Und auch Daisys Freundin Henriette muss schwer zurückstecken. Donald und Daisy erkennen, dass sie den Blick auf die anderen verloren haben, scheitern jedoch beim Versuch, den neuen Nachbarn heimlich zu entkommen. Sie bitten deshalb Henny und Dussel (Gustav ist inzwischen verreist), ihnen zu helfen. Als Mark und Lilli gerade den kommenden Monat mit gemeinsamen Terminen vollplanen, platzen sie herein und regen sich auf. Dies führt alledings nicht zu einem großen Streit, sondern dazu, dass man zu sechst ein gemeinsames Treffen im Restaurant »Zum Gänseblüm« anberaumt. Dieses läuft ohne Zwischenfälle ab, und so merken die Beteiligten, dass man auch zu sechst großen Spaß haben kann.

Die Einschätzung

Die Macher des Lustigen Taschenbuchs haben entschieden, den neuen Band mit einer eher ruhigen kleinen Story ausklingen zu lassen, in der nicht die Welt bewegt wird, sondern der Blick aufs Detail und Zwischenmenschliche (Zwischenentige?) geworfen wird. Das kann ganz nett sein, führt allerdings auch fast unweigerlich dazu, dass man die Geschichte rasch wieder vergessen haben dürfte. Diese hier wird man sich vielleicht allein deshalb ein paar Tage länger merken, weil mit Henny und Dussel mal eine Figuren-Kombination erschaffen wurde, die man sonst nie zu Gesicht bekommt. Leider führt diese zu einem Schlussgag, der wirklich gar nicht funktioniert. Bis dahin ist es allerdings eine anständige (wenngleich natürlich völlig überzeichnete) Verhaltensstudie, die das richtige Leben gelungen parodiert. Zeichnerisch schwankt die Qualität von Panel zu Panel ein wenig, so wirkt Daisy beispielsweise auf dem dritten Panel auf Seite 247 wie eine jugendliche Version ihrer selbst, auf dem dritten Panel auf Seite 239 wie eine unter Drogen stehende. Die Darstellung zerknirschter Schnäbel (letztes Panel auf Seite 245 und erstes Panel auf der Folgeseite) ist irritierend. Letztlich ist dies hier ein harmloser und friedlicher Ausgang aus diesem Lustigen Taschenbuch. Von vier unserer Testleser gab es die Note Drei, von der fünften im Bunde eine Vier, und so landeten wir hier im Schnitt bei 3,2.


Wie fandet ihr "Freund und Leid"?
1
 
 153 (40,8%)
Schulnote 6
2
 
 79 (21,1%)
Schulnote 5
3
 
 50 (13,3%)
Schulnote 4
4
 
 46 (12,3%)
Schulnote 3
5
 
 32 (8,5%)
Schulnote 1
6
 
 15 (4,0%)
Schulnote 2
An der Umfrage haben 375 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz