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  Die Entenanalyse: Fast schon zu furios!
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Ein paar Wochen sind verstrichen, seitdem wir hier die Comics des 543. Lustigen Taschenbuchs thematisiert hatten. Es hatte sich als ... nun, lasst es uns vorsichtig ausdrücken: nicht gerade als der beste Band herausgestellt. Eure Noten fielen teils noch harscher aus als unsere Einschätzungen, und schon die waren nicht sehr positiv gestimmt. Eine Zusammenfassung der damaligen Besprechungen findet ihr an dieser Stelle. Seit dem 30. März ist mit »Fast schon zu furios!« ein neuer Band im Handel, und auch diesen haben wir von fünf Mitarbeitern Comic für Comic durchlesen lassen.

Fast schon zu furios!

Hierbei handelt es sich um die einzige Geschichte dieses Lustigen Taschenbuchs, die nicht dem italienischen Magazin »Topolino« entnommen und weiterverwendet wurde, sondern die speziell für diesen Band (und seine anderen europäischen Pendents) erschaffen wurde. Dementsprechend ist das Datum der Erstveröffentlichung mit dem Erscheinen dieses Lustigen Taschenbuchs identisch. Der dreißig Seiten lange Dreireiher wurde von Andreas Pihl geschrieben und von Andrea Ferraris gezeichnet.

Worum geht es?

Don Ducketto (dargestellt von Donald Duck) ist ein begnadeter Rennfahrer, und gemeinsam mit der hoch talentierten Schrauberin Daisy Iltis bildet er ein kongeniales Team. Unterstützt werden sie von Dussel, der ständig neue Erfindungen in die Rennwagen baut, die sie schneller machen sollen ... was bisweilen unschön endet. Die Monte-Bello-Straßenrallye steht bevor, und das Team möchte gewinnen.

Spoiler

Ein schneidiger zweiter Rennfahrer namens Gus O'Ganter (Gustav Gans) kommt herbeigefahren, der seinerseits Anspruch darauf erhebt, die Rallye gewinnen zu wollen. Er hält sich - wie Don Ducketto - für den besten Straßenrennfahrer von Monte Bello. Kurzerhand fahren Gus und Don Ducketto ein kleines Einzelrennen gegeneinander. Gus drückt den Turboknopf ein wenig zu früh, so dass Don kurz vor dem Ziel noch an ihm vorbeikommt und siegt. Fortan respektieren sich die beiden. Eine finstere Ente namens Lucrezia will indessen ebenfalls, dass ihr Auto das Rennen gewinnt, da se sich davon erhofft, einen von ihr entwickelten »Tempo-Turbo« gewinnbringend an Autohersteller verkaufen zu können. Da sie aufgrund der Stärke von Don davon ausgehen muss, dass ihr Auto nicht gegen ihn gewinnt, unterbreitet sie Don ein hervorragendes finanzielles Angebot, das dieser jedoch ausschlägt, da es ihm nur um den Sieg, nicht ums Geld geht. Lucrezia engagiert stattdessen Gus und sorgt durch einen Helfershelfer dafür, dass Don Duckettos Wagen sabotiert wird. Don muss daraufhin einen alten Wagen nehmen, vor dem er seit einem Missgeschick in Folge eines fehlgeschlagenen Dussel-Experiments jedoch panische Angst hat. Am Ende überwindet er diese im allerletzten Moment und gewinnt das Rennen. Lucrezias Helfer verplappert sich, so dass die Sabotage ans Licht kommt, und so wird die Dame verhaftet.

Die Einschätzung

Im Gegensatz zu den Tatort-Geschichten oder den Storys, die an Andrea Camilleris Comisario-Montalbano-Reihe angelehnt sind, kann man sich bei den Filmen der Reihe »The Fast and the Furious« zumindest etwas eher vorstellen, dass es ein paar Überschneidungen der Zielgruppen gibt. Letztlich sind diese Comics in erster Linie aber wohl ohnehin eher darauf getrimmt, für mediale Aufmerksamkeit zu sorgen und womöglich ein paar zusätzliche Zeitungsberichte einzuheimsen, als dass von den Machern der Comics und Bücher eine Zielgruppen-Analyse durchgeführt wird. Dazu passt, dass die Veröffentlichung von »Fast & Furious 9« zwischenzeitlich für den April vorgesehen war, ehe sie Corona-bedingt weiter in die Zukunft geschoben wurde. Da waren die Planungen für das Lustige Taschenbuch dann aber vermutlich schon durch.

Da unser eigener Bezug zu den Filmen eher überschaubar ist, ließ sich für uns nicht genau abschätzen, wie nahe der Comic an einen der Filme angelehnt ist, und wie sehr sich Charaktere überschneiden. Daran, dass das Ambiente ein Ähnliches ist, und dass es Anlehnungen an einzelne Filmfiguren gab, konnten wir uns dennoch erinnern. Unser fehlendes Vorwissen zur Filmreihe hatte immerhin den Vorteil, dass wir den Comic unvoreingenommener und losgelöst davon einschätzen konnten. Und für einen Comic, der nicht von den italienischen Zeichnern stammt, hat sich dieser hier als gar nicht so schlecht erwiesen. Autorennen (und andere Wettrennen) im Duck-Universum laufen ja fast immer nach einem Schema F ab, nämlich dem, dass ein Bösewicht mit unlauteren Methoden kämpft und einen Gegner nach dem anderen ausschaltet, so dass es am Ende zu einem Zweikampf zwischen ihm und dem Helden der Geschichte kommt, den Letzterer mit hauchdünnem Vorsprung gewinnt. Ein paar Anlehnungen an das Schema mag es auch hier gegeben haben, aber insgesamt hebt sich der Comic so weit davon ab, dass er frisch und eigenständig rüberkommt. Ab und an wird das Sprücheklopfen übertrieben, aber dies könnte der Anlehnung an die Filme geschuldet sein. So oder so waren wir jedenfalls besser unterhalten, als wir es von einem Renncomic erwartet hätten. Schlussendlich gab einer unserer Mitarbeiter »Fast schon zu furios!« die Note Zwei, dreimal wurde eine Drei vergeben, und eine Vier war auch noch dabei. Summa summarum landeten wir daher beim Durchschnittswert 3,0.


Wie fandet ihr "Fast schon zu furios!" (den Comic, nicht das ganze Buch)?
1
 
 144 (33,1%)
Schulnote 4
2
 
 108 (24,8%)
Schulnote 3
3
 
 54 (12,4%)
Schulnote 1
4
 
 51 (11,7%)
Schulnote 5
4
 
 51 (11,7%)
Schulnote 6
6
 
 27 (6,2%)
Schulnote 2
An der Umfrage haben 435 Benutzer teilgenommen.
 
 
Autorentags: Andrea Camilleri
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz