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  Die Entenanalyse: Eiskalter Kassenschlager
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Am 1. Februar ist das 555. Lustige Tashenbuch in den Einzelhandelsregalen aufgetaucht, und wir haben - wie gewohnt - eine Handvoll Mitarbeiter darauf angesetzt, es testzulesen. Sieben Comics aus »Abflug auf Ski«, so der Name des Bandes, haben sie seitdem durchgeschmökert. Zuletzt war der Comic Der Wahrträumer an der Reihe, der bei I.N.D.U.C.K.S. gut bewertet wurde und beispielsweise auch in der exzellenten Duckipedia positiv abschnitt, uns aber gar nicht so recht gefallen wollte. Tatsächlich scheinen die Meinungen weit auseinanderzugehen: Der Durchschnitt eurer eigenen Abstimmung liegt derzeit bei 3,77, und die Noten Zwei bis Sechs wurden allesamt ähnlich oft vergeben. Heute schließen wir nun die Betrachtung der Comics des 555. Lustigen Taschenbuchs mit einem Ausflug in eine kühle Region.

Eiskalter Kassenschlager

So wie die Titelgeschichte, so ist auch »Eiskalter Kassenschlager« nicht dem italienischen »Topolino«-Magazin entnommen worden, sondern hier in diesem Lustigen Taschenbuch erstveröffentlicht worden. Vito Stabile erdachte die Storyline des Sechzehnseiters im Jahre 2020, die Zeichnungen steuerte anschließend Diego Bernardo bei.

Worum geht es?

Dagobert Duck protzt im Klub der Milliardäre damit, dass er zum Geschäftsmann des Jahrhunderts ernannt wurde. Dies ärgert Klaas Klever, weshalb er mit ihm wettet, dass er sich mindestens ein Geschäft ausdenken kann, das selbst Dagobert Duck nicht zum Erfolg führen kann. Sollte er es tatsächlich nicht schaffen, muss Dagobert öffentlich zugeben, dass ihm Klever einen Schnabel voraus ist. Sollte Dagobert gewinnen, muss Klever hingegen ein Portrait von ihm in seinem Büro aufhängen.

Spoiler

Das Geschäft besteht darin, dass Dagobert tausend Eis am Stiel an die Bewohner des Örtchens Frostbeulingen im ewigen Eis von Alaska verkaufen muss. Dagobert reist daraufhin mit Donald und den Kindern nach Alaska. Kaum beginnt er, das Eis anzubieten, rennen die Einwohner vor ihm davon. Selbst Kinder werden panisch, sobald sie das Stieleis sehen. Der Bürgermeister des Städtchens erläutert, dass das Leben in Frostbeulingen dem ewigen Eis gewidmet ist und es als respektlos gilt, etwas Kaltes zu essen. Es kommt, wie es kommen muss: Niemand will ein Eis. Der Bürgermeister empfiehlt, sich stattdessen wenigstens den jährlichen Schneemann-Wettbewerb anzuschauen, wenn man schon im Ort ist. Da einem Märchen eine Karotte fehlt, um seinem Schneemann eine Nase anstecken zu können, stecken die Kinder kurzerhand ein Stieleis in dessen Gesicht. Die anderen Einwohner bemerken es und sind von der Idee begeistert. Fortan reißen sie Dagobert die Stieleise praktisch aus den Händen, um etwas zu haben, mit dem sie die eigenen Schneemänner verzieren können. So kommt es, dass Dagobert alle Stieleise verkauft. Klever betrachtet sich trotzdem als Sieger der Wette: Da die Kinder dem Mädchen das erste Stieleis geschenkt hatten, hat Dagobert nicht tausend, sondern nur 999 Exemplare zu Talern gemacht. Ehe sich Dagobert darüber ärgern kann, taucht Frostbeulingens Bürgermeister im Milliardärsklub auf. Er erklärt, er werde fortan ein jährliches »Eis-am-Stiel-Spektakel« in seiner Stadt veranstalten, und dafür ordert er kurzerhand eine Million Packungen Eis. Damit hat Dagobert die Wette gewonnen, und Klaas Klever bricht zusammen.

Die Einschätzung

Dies war die zweite Geschichte in diesem Lustigen Taschenbuch, die im Milliardärsklub begann. Im Gegensatz zum Comic Sparen um jeden Preis aus dem letzten Band wurde das Gebäude dieses Mal deutlich edler gemalt, im Comic Im Sparverein in der Nummer 550 war es ähnlich protzig, hatte aber eine ganz andere Form, in der Nummer 545 war es im Comic Schlemmen zum Nulltarif besonders imposant und wartete mit gewaltigen Statuen auf, und so weiter. Ist das ständig wechselnde Aussehen des Gebäudes eigentlich ein Running Gag, den wir nicht begriffen haben, oder hat jeder Disney-Zeichner »seinen« typischen Milliardärsklub, den er kontinuierlich verwendet?

Der Comic selbst ist einer von der belanglosen Sorte. Dass Klaas Klever und Dagobert Duck eine Wette über ihre Kompetenz als Geschäftsmänner abschließen, hat man schon tausend Mal gelesen, und da man stets im Vorhinein weiß, wie diese Wetten ausgehen, müssen sich die Comicmacher nach Möglichkeit etwas besonders Kreatives einfallen lassen, um aus der Nummer noch etwas Lesenswertes herauszuholen. Auf sechzehn Seiten lässt sich da natürlich nicht viel machen. So ist dies hier nicht viel mehr als eine unspektakuläre kleine »Rausschmeißer-Geschichte«. Immerhin: Dadurch, dass nur 999 Eis am Stiel verkauft werden, bekommt die Story noch einmal einen kleinen Twist, aber viel mehr als ein Achselzucken bewirkt dies dann auch nicht mehr. So endet dieses Lustige Taschenbuch unspektakulär mit einer Geschichte, die nicht lange in Erinnerung bleiben dürfte. Von einer Mitarbeiterin gab es dafür die Note Drei, der Rest vergab eine Vier, so dass das Ergebnis die


Wie fandet ihr "Eiskalter Kassenschlager"?
1
 
 121 (31,8%)
Schulnote 5
2
 
 114 (30,0%)
Schulnote 4
3
 
 48 (12,6%)
Schulnote 1
4
 
 45 (11,8%)
Schulnote 6
5
 
 33 (8,7%)
Schulnote 3
6
 
 19 (5,0%)
Schulnote 2
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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz