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  Die Entenanalyse: Eiskalt serviert
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Nachdem das Lustige Taschenbuch mit der Nummer 502 sehr stark angefangen hatte und die hohe Qualität lange durchgehalten hatte, war die vierte darin enthaltene (längere) Geschichte, nämlich »Fahrendes Fiasko«, die wir an dieser Stelle für euch analysiert haben, die erste weniger gute Story, wenngleich sie sich auch nicht als das Fiasko herausgestellt hat, das zu ihrem Titel gepasst hätte. Nun haben fünf Mitarbeiter unserer Seite, die dafür eigentlich schon viel zu alt sind, den nächsten Comic aus dem Buch gelesen. Dieser fiel so kurz aus, dass wir nicht ganz sicher waren, ob wir überhaupt einen richtigen Beitrag dazu schreiben sollten.

Eiskalt serviert

Bei »Eiskalt serviert« handelt es sich um eine Supergoof-Geschichte, die vor zwei Jahren von Pietro Zemelo ersonnen und anschließend von Donald Soffritti gezeichnet wurde. Sie wurde am 2. Februar 2016 in der damaligen Ausgabe des italienischen Comic-Magazins »Topolino« veröffentlicht und hieß »Superpippo e i poteri invernali«, was zu Deutsch »Supergoof und die Winterkräfte« bedeutete. Der zwölf Seiten lange Dreireiher tauchte im 502. Lustigen Taschenbuch, das den Namen »Gefahr auf hoher See« trägt und seit dem 2. Januar 2018 erhältlich ist, auch in deutscher Sprache auf.

Worum geht es?

Der Winter ist bitterkalt, und Goofy friert in seinem Haus. Da sein Heizkessel nicht mehr anspringt, kontaktiert er einen Installateur, der ihm mitteilt, er könne sich binnen einer Stunde ein Ersatzteil abholen, ansonsten müsse er den Urlaub des Mannes abwarten. Kurzerhand schluckt Goofy eine Supernuss, um sich in Supergoof zu verwandeln, um es rechtzeitig in der kurzen Zeit zu dem Installateur zu schaffen. Diese Entscheidung hat ungeahnte Folgen.

Spoiler

Aus dem Kondensstreifen, den Supergoof beim Fliegen hinterlässt, rieselt so viel Schnee, dass er ein Auto komplett einschneit. Um die verärgerten Besitzer des Wagens zu unterstützen, versucht er es mit seinem Superatem freizupusten, friert es dabei jedoch versehentlich ein. Als er anschließend niest, befördert er es zu allem Überfluss auch noch in eine Oberleitung hinein. Besser verläuft sein Eingriff in einen Bankraub, indem er das Wasser einfriert, über das die Verbrecher mit einem Boot flüchten wollen. Dem Installateur (zumindest nehmen wir an, dass es sich bei der Figur um ihn handelt) hilft er bei der Rettung seines Hundes aus der verschlossenen Wohnung, in dem er absurderweise durch sein kältebedingtes Zittern die Atome der Tür so sehr in Schwingung versetzt, dass er einfach durch sie hindurchlaufen kann. Anschließend wird ihm das benötigte Ersatzeil für seinen Heizkessel geschenkt. Dummerweise friert er es auf dem Heimweg versehentlich ein, wodurch es zerbröselt. Zum Glück kommt ihm eine rettende Idee: Fortan röstet er seine Supernüsse in einer Pfanne, und sobald er diese isst, strahlt er so viel Hitze ab, dass er sei Heim selbst behaglich warm machen kann.

Die Einschätzung

Das Beste, was man über »Eiskalt serviert« schreiben kann, ist dass der Comic mit seinen zwölf Seiten nicht allzu lang war und damit auch keine große Frustration hinterlassen konnte. Denn qualitativ bildete er nicht gerade eine Sternstunde der Disney-Erzählkunst. Zum einen gefiel uns der Zeichenstil nur bedingt, da er mit seinen dicken Umrandungen nicht gerade filigran wirkte. Viel problematischer wog jedoch, dass die Geschichte selbst einfach schwach war. Natürlich erwartet man von einer Goofy-Geschichte nicht unbedingt ein erzählerisches Meisterwerk, und von Supergoof-Storys ebensowenig, aber zumindest ein paar amüsante Slapstick-Momente und eine ordentliche Portion witziger Albernheit. Hier zündete einfach die Grundidee nicht, und der Schlussgag war auch nicht gerade ein Schenkelklopfer. So waren wir am Ende des Ganzen erstmals in dieser Ausgabe der Lustigen Taschenbücher unzufriden: Eine unserer Helferinnen gab »Eiskalt serviert« die Schulnote Drei, jeweils zwei Mitarbeiter gaben ihr die Schulnoten Vier und Fünf, was summa summarum den Durchschnittswert 4,2 ergab. Die überschaubare Länge rettete dabei tatsächlich noch die Gesamtwirkung davor, noch negativer auszufallen.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz