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  Die Entenanalyse: Eine schicksalhafte Begegnung / Die Heldin der Stunde
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Am Dienstag ist mit »Auf ins Meer!« das 561. Lustige Taschenbuch erschienen, und wir lassen es seitdem von fünf Testlesern durchschmökern. Nach einer ziemlich mageren Auftaktstory war es zuletzt mit der Geschichte über das Wirtshaus »Zum glücklosen Kleeblatt« deutlich aufwärts gegangen. Auch wenn die Grundidee des Comics nicht neu war, hat er uns gut unterhalten, wie ihr an dieser Stelle nachlesen könnt. Ihr seht es deutlich kritischer: Während wir die Schulnote 2,8 vergeben haben, ist eure Abstimmung bei einer 3,59 gelandet. Nun geht es mit der Legende des ersten Phantomias weiter.

Eine schicksalhafte Begegnung / Die Heldin der Stunde

Ganze fünf Jahre ließ man die deutschsprachigen Leser auf die Übersetzung dieses Comics warten. Am 8. Februar des Jahres 2017 war er im italienischen »Topolino«-Magazin veröffentlicht worden. Der 41 Seiten lange Dreireiher wurde von Marco Gervasio erdacht und selbst gezeichnet. Im Original hieß er »Dolly Paprika«, was der italienische Name der Geheimidentität von Detta von Duz ist. Hierzulande verzichtete man auf einen übergreifenden Titel und beließ es bei »Die Legende des ersten Phantomias - Episode 17«, dafür gab man den beiden Hälften der Geschichte Untertitel.

Worum geht es?

Nachdem man Lord Quackett und Detta von Duz in der Vergangenheit im Lustigen Taschenbuch schon wiederholt in Aktion gesehen hat, wird dieses Mal die Geschichte erzählt, wie sich die beiden einst überhaupt gefunden haben.

Spoiler

Detta muss im Jahre 1913 einen Maskenball besuchen und fühlt sich inmitten der geschniegelten Schnösel unwohl. Nur eine Person hat eine besondere Ausstrahlung: Lord Quackett, der auf einem Erker steht und sich absondert. Die beiden unterhalten sich eine Weile, dann sehen sie sich jahrelang nicht. Im Jahre 1920 besucht Detta zwecks eines Empfangs eine Villa. Als sie sich zurückzieht, um ein wenig Ruhe zu finden, stößt sie auf den ersten Phantomias. Der hat sich inzwischen einen Namen als Gentleman-Dieb gemacht und ist hier eingestiegen. Nach einer neuerlichen kurzen Unterhaltung flüchtet Phantomias. Wiederum einige Zeit später erfährt Detta, dass ihre Freundin Lucrezia einen Anhänger mit hohem moralischen Wert an einen gierigen Grafen als Pfand geben musste. Auf jenen Grafen stößt Detta, als dieser gerade sein pompöses Palais einigen Gästen vorstellt. Unter anderem ist auch Lord Quackett unter den Gästen. Der redselige Graf schildert, dass es einen unentdeckten Zugang zu seinem Anwesen gibt. Nachts nutzt der erste Phantomias (nach einiger Vorarbeit) diesen Zugang, um ins Palais einzubrechen. Er stößt auf Detta, die sich seit dem Empfang in einer Besenkammer versteckt hielt und einkalkuliert hat, dass Phantomias auftauchen würde. Die beiden rauben den Anhänger und entkommen (unter Lösung mehrerer Rätsel) dem Anwesen. Der erste Phantomias offenbart, dass er Lord Quackett ist, was Detta allerdings ohnehin bereits gemerkt hat. Die beiden beschließen, fortan gemeinsame Sache zu machen. Aus Detta wird »Phantomime«, und sie bringt Lucrezia das Schmuckstück zurück.

Die Einschätzung

Kleine Beobachtung vorweg: Laut einer Ausgabe der »Entenhausener Nachrichten«, deren Titelblatt auf einem Panel zu sehen ist, »vermeldet« Dortel Duck die Geburt von Zwillingen. Dortel ist die Mutter von Della und Donald Duck, und 1920 passt auch, hier wurden die beiden also als Zwillinge eingeordnet. Andere Beobachtung: Seit wann wird Detta als »Phantomime« (also analog zu Daisys Geheimidentität) bezeichnet? Haben wir etwas übersehen?

Laut den Bewertungen von I.N.D.U.C.K.S. gehört die Kombination aus »Eine schicksalhafte Begegnung« und »Die Heldin der Stunde« zu den besten Disney-Comics überhaupt, und tatsächlich kann man dieser Einordnung schwer widersprechen. Was hier sowohl zeichnerisch als auch atmosphärisch als auch erzähltechnisch aufgeboten wird, gehört zur Oberklasse und befindet sich auf einem Niveau, das man schon lange nicht mehr in einem Lustigen Taschenbuch zu Gesicht bekommen hat. Die Annäherung von Detta von Duz und Lord Quackett wird auf eine stilvolle und ansprechende Weise in aller Ruhe erzählt, die Charakterentwicklung ist ebenso gelungen wie die Raubzug-Beschreibung. Will man überhaupt etwas beanstanden, dann vielleicht die etwas übertrieben einbruchsvorbereitende Geschwätzigkeit des Grafen Gallwurz. Aber eigentlich stört nicht mal das. Zwei unserer Testleser bewerteten den Comic mit der Note Eins, der Rest entschied sich für die Schulnote Zwei. Im Schnitt landeten wir damit bei einer höchst erfreulichen 1,6. Zusammen mit dem Persönlichkeitsumwandler war dies unserer Meinung nach der bisher beste Lustiges-Taschenbuch-Comic dieses Jahres.


Wie fandet ihr "Eine schicksalhafte Begegnung / Die Heldin der Stunde"?
1
 
 295 (60,2%)
Schulnote 2
2
 
 101 (20,6%)
Schulnote 3
3
 
 75 (15,3%)
Schulnote 1
4
 
 10 (2,0%)
Schulnote 4
5
 
 5 (1,0%)
Schulnote 6
6
 
 4 (0,8%)
Schulnote 5
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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz