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  Die Entenanalyse: Eine raketenstarke Geschäftsidee
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Schon vier Comics des 552. Lustigen Taschenbuchs, das seit dem 9. November im Handel ist und »70 Jahre Panzerknacker« heißt, haben unsere fünf Testleser hinter sich. Bisher können sie ein zufriedenes Fazit ziehen: Kein Comic enttäuschte, selbst der kurze Zwölfseiter »Superheld auf Samtpfoten«, den wir hier zuletzt thematisierten und der eigentlich nicht viel mehr als ein harmloser Auffüllcomic war, war letztlich in Ordnung. An dieser Stelle findet ihr den zugehörigen Artikel. Ihr wart ein Stück kritischer als wir: Während wir im Mittel die Note 3,2 vergeben haben, rangiert der Comic in eurer Abstimmung bis dato bei einem Schnitt von 3,63. Mit einer ausgefallenen Charakterkombination - Kuno Knäul, Gitta Gans und Gustav Gans - ging es weiter.

Eine raketenstarke Geschäftsidee

Am 10. März dieses Jahres wurde die »raketenstarke Geschäftsidee« erstmals abgedruckt. Im italienischen Magazin »Topolino« hieß der Comic damals »Filo & Brigitta e l'impresa spaziale«, was man mit »Kuno Knäul, Gitta Gans und das Raumfahrtunternehmen« übersetzen kann. Der Zwanzigseiter wurde von Pier Giuseppe Giunta ersonnen und von Roberto Vian gezeichnet.

Worum geht es?

Kuno Knäul wünscht sich, einmal Teil des Klubs der Milliardäre sein zu können. Dagobert Duck stellt ihn zur Rede, woraufhin Kuno erklärt, er würde gerne eine Raumfahrtbehörde gründen. Dagobert erwidert, er würde Kuno seinen Sessel im Klub überlassen, sofern diesem das Vorhaben wirklich gelingen sollte.

Spoiler

Zunächst castet Kuno die beiden anderen Mitarbeiter, die ihm für sein Unternehmen vorschweben: Gitta Gans wird von ihm als Pilotin für die geplanten Raketen engagiert, Gustav Gans soll hingegen für das nötige Glück sorgen. Da dieser zufälligerweise gerade an einem Wettbewerb für Start-up-Gründer teilnehmen möchte, willigt er tatsächlich ein, sein Glück in die Waagschale zu werfen. Nach kurzer Zeit ist eine Testrakete fertig, mit der ein suborbitaler Flug durchgeführt wird. Die Rakte steigt einige Meter in die Lüfte, dann gelangt sie an ihren Ausgangspunkt zurück. Der Start gilt als voller Erfolg, weswegen Kuno fortan vom Bürgermeister und von anderen einflussreichen Personen unterstützt wird. Alsbald schafft es die Rakete Kuno-X wirklich bis ins All, und Dagobert muss seinen Sessel im Milliardärs-Klub räumen. Dann wird Kunos Unternehmen sogar ein riesiger Auftrag erteilt: Er soll den neuesten Live-Fußballsatelliten ins All bringen. Dummerweise verletzt sich Gitta vor dem Start am linken Fuß, und so muss ein Ersatzpilot her. Dussel Duck springt ein, sorgt für jede Menge Chaos und kann mit Müh und Not (und unter Einsatz von Gustavs Glück) auf die Erde zurückgeholt werden. Der Satellit landet durch Zufall trotzdem in einer geostationären Umlaufbahn, sendet Fernsehsignale jedoch ausschließlich an Gustavs Haus. Fortan verlangt Gustav Eintrittsgelder von denjenigen, die sich die Spiele bei ihm ansehen möchten. Kuno muss sein Unternehmen schließen, und die nun raketenerprobte Gitta kommt als Chauffeurin bei Dagobert unter.

Die Einschätzung

«Eine raketenstarke Geschäftsidee« entpuppte sich leider als der erste Comic dieses Bandes, über den man nicht viele positive Dinge schreiben kann. Zuallererst: Er wirkt unangenehm gehetzt. Offenbar war er auch den Übersetzern zu gehetzt, denn im ersten Panel auf Seite 115 wurde vergessen, Kuno Knäuls Namen ins Deutsche zu übersetzen (dort wird seine Rakete als »Filo-X« bezeichnet, was sich an seinem italienischen Namen Filo Sganga orientiert). Die ganze Grundidee, dass Kuno Probleme hat, Mietzahlungen zu leisten und vernünftige Trinkgelder zu zahlen, aber mal eben eine Rakete ins All schicken kann, ist absurd und nicht lustig. Dass Gitta Gans als Pilotin fungiert, ist absurd und nicht lustig. Die Wette zwischen Dagobert und Kuno ist absurd und nicht lustig. Und dass der Satellit am Ende nur Gustavs Haus bestrahlt und dass das Schoßkind des Glücks Eintritt für Fußballübertragungen verlangen kann, ist geradezu abstrus. Von Dussel Ducks Auftritt wollen wir gar nicht erst reden. Das ganze Machwerk wirkt so, als sei bei der Erschaffung des Ganzen ein wirrer Rausch im Spiel gewesen. Damit ist dies hier dann leider die erste Enttäuschung des Bandes. Eine Mitarbeiterin unserer Seite entschied sich für die Note Vier, jeweils zweimal wurden die Fünf und die Sechs vergeben. Am Ende bedeutete dies die Durchschnittsnote 5,2. Der Gesamteindruck des Buchs bleibt bis hierhin dennoch weitgehend ungetrübt ... immerhin waren dies hier nur zwanzig Seiten und damit nur ein Bruchteil des Bandes.


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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz